Autor Thema: Harz in der Presse  (Gelesen 318760 mal)

STS

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1590 am: Juli 22, 2019, 11:24:46 Nachmittag »
Nun hat der Wurmberg wieder seinen Turm soll bald eröffnet werden wir auch Zeit
https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/tourismus-zwei-millionen-fuer-turm-auf-dem-wurmberg
Wurde auch schon im Wurmberg-Thread gepostet...
Die Marketing Maschinerie läuft - auch in der HAZ stand ein großer Artikel mit Foto vom Turm mit 1000 müNN. Erstaunlich wieviel Aufmerksamkeit das Sommerloch ermöglicht..
« Letzte Änderung: Juli 22, 2019, 11:32:05 Nachmittag von STS »

STS

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1591 am: Juli 29, 2019, 08:18:55 Vormittag »
"Wir müssen den Harz umfosten"
CDU-Landtagsfraktionschef Dirk Töpfer über Klimaziele,..

https://m.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/CDU-Fraktionschef-Toepffer-im-Interview-Wir-muessen-zuegig-Geld-in-den-Wald-investieren

Klare Position im HAZ Interview: "..Die der Grünen lautet: Lass das mal alles liegen, wenn Bäume umstürzen. Das regelt die Natur schon von selbst. Die der CDU lautet: Die Methode der Renaturierung ist in Hinblick auf den Klimawandel zu langsam, besser wäre proaktives Vorgehen.."

Mehr Details und die bekannten Ansätze  öffentlich hier beim NDR:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/CO2-Abbau-Politiker-setzen-auf-Aufforstung,umforstung100.html
« Letzte Änderung: Juli 29, 2019, 10:02:23 Nachmittag von STS »

Nordisch

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1592 am: August 10, 2019, 04:26:37 Nachmittag »
Zum gleichen Thema eine kurze Reportage bei Spiegel Online: https://www.spiegel.de/video/waldsterben-im-harz-borkenkaefer-hat-katastrophale-folgen-video-99028976.html
Tenor: Schierke ist nicht glücklich.

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1593 am: August 11, 2019, 08:02:07 Nachmittag »
Zum gleichen Thema eine kurze Reportage bei Spiegel Online: https://www.spiegel.de/video/waldsterben-im-harz-borkenkaefer-hat-katastrophale-folgen-video-99028976.html
Tenor: Schierke ist nicht glücklich.

Auf den Webcams sieht man, was der Harvester am Wurmberg zur Schadensbegrenzung rausholen muss. Das ist genau die Situation, vor der viele Einheimische und Forstfachleute schon vor Jahren gewarnt haben. Die Nationalparkverwaltung hat den Auftrag die Natur zu schützen und den Tourismus zu unterstützen. Es kann niemand ernsthaft leugnen, dass beide Ziele verfehlt wurden: Zum einen muss heftigst in die Natur eingegriffen werden (künstliche Aufforstung mit Laubbäumen, erhöhte Tötung von Rehen zum Schutze der Aufforstung), zum anderen leidet der Tourismus - insbesonders während der warmen Jahreszeit. Ich kann nur hoffen, dass die jetzige dramatische Lage zu einer Reform der Nationalparkverwaltung führt.

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1594 am: August 12, 2019, 09:23:08 Vormittag »
Zum gleichen Thema eine kurze Reportage bei Spiegel Online: https://www.spiegel.de/video/waldsterben-im-harz-borkenkaefer-hat-katastrophale-folgen-video-99028976.html
Tenor: Schierke ist nicht glücklich.

Auf den Webcams sieht man, was der Harvester am Wurmberg zur Schadensbegrenzung rausholen muss. Das ist genau die Situation, vor der viele Einheimische und Forstfachleute schon vor Jahren gewarnt haben. Die Nationalparkverwaltung hat den Auftrag die Natur zu schützen und den Tourismus zu unterstützen. Es kann niemand ernsthaft leugnen, dass beide Ziele verfehlt wurden: Zum einen muss heftigst in die Natur eingegriffen werden (künstliche Aufforstung mit Laubbäumen, erhöhte Tötung von Rehen zum Schutze der Aufforstung), zum anderen leidet der Tourismus - insbesonders während der warmen Jahreszeit. Ich kann nur hoffen, dass die jetzige dramatische Lage zu einer Reform der Nationalparkverwaltung führt.

Es wird eigentlich viel zu wenig über das Versagen des NP in den Medien berichtet!

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1595 am: August 12, 2019, 08:32:03 Nachmittag »
Strafanzeige gegen den Nationalpark Harz
(Quelle: Goslarsche vom 12. August 2019)

Die Aussichten auf Erfolg dürften wahrscheinlich nicht allzu gut sein, aber immerhin passiert da mal etwas und der NP bekommt etwas Gegenwind zu spüren.
Mal schauen, vielleicht zieht das ja doch noch für den Einen oder Anderen Konsequenzen nach sich — ich persönlich hätte nichts dagegen einzuwenden.

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1596 am: August 12, 2019, 08:42:17 Nachmittag »
Strafanzeige gegen den Nationalpark Harz
(Quelle: Goslarsche vom 12. August 2019)

Die Aussichten auf Erfolg dürften wahrscheinlich nicht allzu gut sein, aber immerhin passiert da mal etwas und der NP bekommt etwas Gegenwind zu spüren.
Mal schauen, vielleicht zieht das ja doch noch für den Einen oder Anderen Konsequenzen nach sich — ich persönlich hätte nichts dagegen einzuwenden.

Da schließe ich mich an!
Leider wird das bestimmt abgeschmettert. Personalkonsequenzen für den NP wären natürlich schon ein Teilerfolg und es wird mal endlich größer in der Presse darüber berichtet!
Bei Facebook sind die Ökos natürlich schon wieder voll gegen die ganze Aktion und jeder mit normalem Menschenverstand wird niedergemacht!

nif

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1597 am: August 13, 2019, 02:43:42 Nachmittag »
Ihr redet immer alle vom versagen der NP Leitung im Bayern hat man es genauso gemacht und der Wald hat sich erholt
das ist kein gequatsche irgendwelcher Ököfuzzis sondern belegte Tatsache  https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2011/experiment-borkenkaefer-100.html

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1598 am: August 13, 2019, 04:50:39 Nachmittag »
Ihr redet immer alle vom versagen der NP Leitung im Bayern hat man es genauso gemacht und der Wald hat sich erholt
das ist kein gequatsche irgendwelcher Ököfuzzis sondern belegte Tatsache  https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2011/experiment-borkenkaefer-100.html

Viele positive Beispiele vom NP in Bayern drehen sich größtenteils um die Artenvielfalt (Vögel, Insekten & Pilze), die von den lichten Wäldern offenbar profitieren. Dagegen ist zunächst einmal auch gar nichts einzuwenden, allerdings werden die Nachteile des doch recht radikalen Ansatzes den NP sich selbst zu überlassen erst in den nächsten Jahren / Jahrzehnten sichtbar denke ich, denn es scheint offenbar noch gar nicht so klar, dass in Zeiten des Klimawandels tatsächlich ein neuer Mischwald nachwachsen wird, jedenfalls deutet vieles darauf hin, dass Trockenheit und höhere Temperaturen das Ganze gefährden könnten.

Im Bayerischen Wald mag das seit 1983 noch einigermaßen gut funktioniert haben (wobei es auch dort selbst nach so langer Zeit noch immer nicht wieder nach Wald ausschaut), nach den letzten paar Sommern bin ich da aber skeptisch, ob sich das so eins zu eins auch noch auf den Harz übertragen lässt oder ob man sich nicht verkalkuliert hat.

Andere Probleme wie erhöhte Waldbrand- oder Hochwassergefahr für die Städte am Harzrand lasse ich mal außen vor, aber auch der Tourismus wird — allen Beteuerungen zum Trotz — kurz- bis mittelfristig auf jeden Fall darunter leiden. Siehe hier bspw.:

Viele Buchen im Harz sterben „Im Huy sollte man niemanden mehr wandern lassen“ (Quelle: mz-web.de von Heute)

Ich bin ernsthaft gespannt, wie Einwohner des Harzes reagieren werden, wenn bspw. Tourismusmagneten wie das Bodetal entweder großflächig abgeholzt oder gar gesperrt werden müssen, weil die Sicherheit der Besucher dort nicht mehr hinreichend gewährleistet werden kann.

Ich bleibe dabei: Für die Artenvielfalt ist das was der NP da macht vielleicht nicht verkehrt und (sofern alles gut geht) kann es sein, dass in 100 Jahren dort auch wieder so etwas wie ein Wald entstanden ist, aber bis dahin wird es massive Probleme geben und ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Ansatz des NP schlicht zu radikal war bzw. ist und man besser zeitversetzt immer erst kleinere Flächen sich selbst hätte überlassen sollen, um die Auswirkungen etwas verträglicher zu gestalten.

Davon abgesehen wäre es wünschenswert gewesen, wenn die betroffenen Bürger vor Ort auch mit einbezogen worden wären und es da so etwas wie eine Abstimmung gegeben hätte.

Nordisch

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1599 am: August 14, 2019, 03:09:34 Vormittag »
Die Sache ist doch, dass es keinen rationalen Grund gibt, so zu verfahren wie im NP Harz momentan, das ist reines Dogma. Niemand hat etwas gegen Artenvielfalt, und erst recht hat niemand etwas gegen luftige Mischwälder statt öde, dunkle Fichten. Also ist doch die logische Folgerung, wenn man sich auf letzteres als Zielvorgabe zur Förderung des Ersten geeinigt hat, diesen Prozess aktiv voranzutreiben. Wo ist denn der faktische Unterschied zwischen einem angepflanzten Mischwald und einem "natürlichen"? Es gibt keinen. Außer, dass "natürlich" ewig dauert, womit das mit der Artenvielfalt unnötig hinausgezögert wird, und häßliche Bilder produziert, die die Besucher abschreckt.

Die Borkenkäferbäume gehören abrasiert, dann werden Waldexperten eingeflogen, die planen einen 100% naturnahen Wald, und fertig ist die Laube. (In 20 Jahren.) Da würden die Schierker aus dem Video noch selber mit beim Anpflanzen helfen. "Nicht eingreifen" ist doch kein Wert an sich, dass ist kontextabhängig. Manchmal gut, manchmal schlecht -- sieht man ja schon daran, dass viele geschützte oder erhaltenswerte Flächen Kulturlandschaften sind, die ohne Eingriffe gar nicht existieren würden (Heide, Bergwiesen, ...).

STS

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1600 am: August 16, 2019, 04:22:45 Nachmittag »
Zum Sommerfest lädt der Niedersächsische Skiverband am morgigen Samstag auf die Biathlon-Anlage in Sonnenberg bei St. Andreasberg ein:
https://live.goslarsche.de/post/view/5d56274757ac286fc4fa24d4/St-Andreasberg/Sommerfest-Verband-will-Mitglieder-werben