Autor Thema: Harz in der Presse  (Gelesen 701322 mal)

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2325 am: August 25, 2022, 09:34:17 Vormittag »
50 Meter breite Brandschutz-Schneisen im Nationalpark

Die Brandschutzschneisen, die Sachsen-Anhalt in den Nationalpark schlagen will, bergen Konfliktpotenzial. Niedersachsen weist darauf hin, dass es sich um ein Schutzgebiet handelt. Der zuständige Minister aus Magdeburg hofft auf ein Einvernehmen.
..
Unterdessen hat Minister Schulze, der aus Quedlinburg stammt, in Clausthal Wirtschaftsingenieurwesen studiert und einige Jahre bei Eckold in St.Andreasberg gearbeitet hat, verdeutlicht, dass er sich nach dem Brand nahe Schierke zum Handeln gezwungen sieht. „Hätte der Wind aus anderer Richtung geweht und das Feuer auf Schierke übergegriffen, hätten wir 1300 Gäste und 500 Einwohner aus dem Ort bringen müssen. Den Ort evakuieren zu müssen, wäre eine Katastrophe gewesen.“

Daher habe er für Sachsen-Anhalt entschieden, Brandschneisen anzulegen, „im Einvernehmen mit dem Nationalpark“, wie Schulze betont. Der Minister sagte: „Ich habe für Sachsen-Anhalt entschieden, das ist meine Heimat, und ich erwarte, dass wir Lösungen präsentieren.“ ..

https://www.goslarsche.de/lokales/region_artikel,-50-meter-breite-brandschutz-schneisen-im-nationalpark-_arid,2612428.html


Da stellt sich mir tatsächlich die Frage, ob es überhaupt soweit hätte kommen müssen, wenn man schon vor 10 Jahren diese Brandschneisen hätte anlegen dürfen. Vielleicht hätte das die schnelle Ausbreitung des Käfers auch etwas eindämmen können und die Gefahr durch Waldbrände wäre trotz der langen Wärmeperiode nicht ganz so hoch wie sie nun ist.

Wenn die Schneisen erstmal da sind, kann man sie doch auch im Winter beschneien und ne Seilbahn draufbauen. Hätte auch den Vorteil, dass die Schneisen länger nass bleiben, aufgrund des länger liegenden Schnees. 😜

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2326 am: August 26, 2022, 09:22:03 Vormittag »
Wenn die Schneisen erstmal da sind, kann man sie doch auch im Winter beschneien und ne Seilbahn draufbauen. Hätte auch den Vorteil, dass die Schneisen länger nass bleiben, aufgrund des länger liegenden Schnees. 😜

Gab es da nicht vor ein paar Jahren konkrete Pläne für solche Schneisen bei Schierke, die schon komplett ausgearbeitet wurden und nur noch aus der Schublade geholt werden müssten? ;) Wenn man dann schon mal dabei ist könnte man auch gleich einen Löschwasserteich anlegen und am Rande der Schneisen Entnahmestellen für die Feuerwehr einrichten… ;D

Ob man das Ganze nun als Skigebietsplanung oder Brandschutzkonzept bezeichnet ist am Ende doch ohnehin Wortklauberei. ;)

Usul

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2327 am: August 26, 2022, 04:04:49 Nachmittag »
Moorbewässerungsanlagen

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2328 am: August 27, 2022, 03:28:07 Nachmittag »
Moorbewässerungsanlagen

Das Moor muss dann aber über eine ausgefeilte Bewässerung, besonders in den Wintermonaten, angelegt werden! 😆

x86

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2329 am: September 03, 2022, 12:02:47 Nachmittag »
50 Meter breite Brandschutz-Schneisen im Nationalpark

Die Brandschutzschneisen, die Sachsen-Anhalt in den Nationalpark schlagen will, bergen Konfliktpotenzial. Niedersachsen weist darauf hin, dass es sich um ein Schutzgebiet handelt. Der zuständige Minister aus Magdeburg hofft auf ein Einvernehmen.
Man könnte auch eine Schneise um den NP anlegen und ihn komplett für Besucher sperren, dann kann man die Waldbrände ihres Amtes walten lassen, wie beim Borkenkäfer.
Ich weiß auch nicht, ob solche Eingriffe wie Löschen von Bränden im NP überhaupt vorgesehen sind. Das dürfte der dortigen Flora und Fauna bzw. dem Treiben allgemein massiv schaden. ;)

Ich frage mich jetzt wie das Skigebiete oberhalb der Baumgrenze machen, die haben doch in den meisten Fällen auch keine groß anderen Bahnen.
Wobei... vielleicht rächt es sich jetzt doppelt, das man beim Neubau der EUB die Stationen nicht auch mit neu gebaut hat. Evtl. Hat das ja auch einen Einfluss auf den Wind.

Ich vermute, dass das kleine aber feiner Unterschiede sind die man nicht auf den ersten Blick sieht. Ich habe schon an Stelle mal ein paar Vermutungen über die Eigenfrequenz (die Frequenz mit der die Seilbahn frei schwingt) von Seilbahnen angestellt. Lange Rede kurzer Sinn und natürlich auch wieder etwas Vermutung. Das Problem ist nicht direkt die Stärke des Windes sondern mit welcher Frequenz die Seilbahn zum Schwingen angeregt wird. Doof ist es wenn die Anregungsfrequenz durch Wind usw. in den Bereich der Eigenfrequenz. Dann hat man den berühmt berüchtigten Resonanzfall. Die Anregungsfrequenz kann man nicht beeinflussen aber auf die Eigenfrequenz kann mit Abstand der Stützen, Gewicht von Seil, Gondeln usw. deutlich Einfluss nehmen. Mal abgesehen von der ganzen anderen Auslegung der Stützen, Seile usw...
Ich bin da auch kein Experte, aber es gibt tatsächlich Anlagen, die aufgrund der Positionen der Stützen etc. so starke Seilschwingungen haben, dass ein sicherer Betrieb nicht mehr gewährleistet werden kann. Z. B. bei der Kapellenbahn auf der Steinplatte (Doppelmayr, 2020) ist das so. Dort konnte man dem einigermaßen beikommen, indem alle Hauben immer geschlossen werden bei der Bergfahrt und man zusätzliche Niederhalterollen an den Stützen angebracht hat. Auch mit Windleitblechen an den Sesseln wurde experimentiert.
« Letzte Änderung: September 03, 2022, 12:07:08 Nachmittag von x86 »

STS

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2330 am: September 05, 2022, 06:42:41 Nachmittag »
Biathletin Franziska Hildebrand beendet ihre Karriere. Die 35-Jährige vom WSV Clausthal-Zellerfeld wird im kommenden Jahr Mutter und tritt deshalb vom Leistungssport zurück...

„Es ist Zeit für ein neues Kapitel: Ich werde Anfang kommenden Jahres Mutter und bin glücklich, dass das der Grund ist, warum meine Zeit im Leistungssport endet“, wird Hildebrand, die aus Köthen in Sachsen-Anhalt stammt, in einer Pressemitteilung des Verbandes zitiert. „Ich durfte schöne und spannende Jahre im Biathlonsport erleben, bin dankbar für all die Erfahrungen und Erlebnisse über so viele Jahre“, sagte Hildebrand, die es in ihrer langen Karriere auf zwei Einzelsiege im Weltcup gebracht hat...

2013 schloss sie in Ansbach ihr Bachelor-Studium in „International Management“ ab und hat mittlerweile ihren Master in Wirtschaftspsychologie gemacht. „Durch die finanzielle Unterstützung der Bundeswehr konnte ich parallel zum Sport bereits mein Studium abschließen und mich so auf die Zeit nach der Karriere vorbereiten“, sagte Hildebrand.

Mit ihrem Rücktritt verliert der Harz seine letzte große Athletin der jüngeren Vergangenheit. Nach Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Karolin Horchler ist sie nun die Vierte, die den Leistungssport beendet. Hildebrand, die von ihren Teamkollegen und Fans oft nur Franzi genannt wird, nahm an zwei Olympischen Spielen und vier Weltmeisterschaften teil. Dabei wurde sie bei der WM in Kontiolahti 2015 und in Hochfilzen 2017 jeweils Staffel-Weltmeisterin.

https://www.goslarsche.de/sport/lokal-sport-goslar_artikel,-biathletin-hildebrand-wird-mutter-und-beendet-ihre-karriere-_arid,2623372.html


« Letzte Änderung: September 05, 2022, 06:48:38 Nachmittag von STS »

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2331 am: September 16, 2022, 04:51:02 Nachmittag »
Laut dem Betreiber des Skigebiets in Hohegeiß entsteht dort nun ab der kommenden Saison das größte Rodelzentrum Norddeutschlands.

Hört sich erst einmal gut an, aber im Umkehrschluss bedeutet das, dass das Skigebiet dort wohl Geschichte ist, die Lifte alle umgerüstet werden und künftig nur noch Rodeln angeboten wird, da bei weniger Schnee möglich und man auf das Präparieren verzichten kann. :(

Es wird langsam eng für den alpinen Wintersport im Harz würde ich sagen. Am Bocksberg und im Ski-Alpinum nimmt man ohnehin nur noch ein paar Tage pro Saison mit, sofern genug Naturschnee gefallen ist, den kleinen Lift in Clausthal gibt's nicht mehr, der Lift an der Hasselkopfwiese war m.M.n. schon eine ganze Weile nicht mehr in Betrieb, der MSB orientiert sich auch mehr und mehr in Richtung Bikepark, usw.

Bleiben eigentlich nur noch Sonnenberg & Wurmberg (wobei es da offenbar auch nicht wirklich gut aussieht) und mit Abstrichen Torfhaus, Altenau & die Rathauswiese, wobei die beiden letztgenannten reine Anfängerhügel sind.

Sehr traurig diesen Niedergang mit anschauen zu müssen, zumal man ja sieht, dass es in anderen Mittelgebirgen auch anders laufen kann. Ich denke ich werde künftig häufiger zum Sonnenberg fahren und die Betreiber dort unterstützen, vermehrt Langlaufen und das Geld dann lieber in die eine oder andere Woche Winterurlaub in den Alpen investieren.

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2332 am: September 16, 2022, 05:46:06 Nachmittag »
Laut dem Betreiber des Skigebiets in Hohegeiß entsteht dort nun ab der kommenden Saison das größte Rodelzentrum Norddeutschlands.

Hört sich erst einmal gut an, aber im Umkehrschluss bedeutet das, dass das Skigebiet dort wohl Geschichte ist, die Lifte alle umgerüstet werden und künftig nur noch Rodeln angeboten wird, da bei weniger Schnee möglich und man auf das Präparieren verzichten kann. :(

Es wird langsam eng für den alpinen Wintersport im Harz würde ich sagen. Am Bocksberg und im Ski-Alpinum nimmt man ohnehin nur noch ein paar Tage pro Saison mit, sofern genug Naturschnee gefallen ist, den kleinen Lift in Clausthal gibt's nicht mehr, der Lift an der Hasselkopfwiese war m.M.n. schon eine ganze Weile nicht mehr in Betrieb, der MSB orientiert sich auch mehr und mehr in Richtung Bikepark, usw.

Bleiben eigentlich nur noch Sonnenberg & Wurmberg (wobei es da offenbar auch nicht wirklich gut aussieht) und mit Abstrichen Torfhaus, Altenau & die Rathauswiese, wobei die beiden letztgenannten reine Anfängerhügel sind.

Sehr traurig diesen Niedergang mit anschauen zu müssen, zumal man ja sieht, dass es in anderen Mittelgebirgen auch anders laufen kann. Ich denke ich werde künftig häufiger zum Sonnenberg fahren und die Betreiber dort unterstützen, vermehrt Langlaufen und das Geld dann lieber in die eine oder andere Woche Winterurlaub in den Alpen investieren.

So sehe ich das auch!
Man hat das Gefühl, es wird nicht mal mehr versucht, überhaupt eine gute Saison auf die Beine zu stellen. Die Aussagen von Brockschmidt beim NDR untermauern ja diesen Eindruck noch. Er wirft die Flinte quasi schon vor der ersten Schneeflocke ins Korn, und die Aussenwirkung eines solchen Interviews auf die Touristen ist schon verheerend! Man könnte schon quasi geschäftsschädigend sagen, schließlich vermiest man dadurch ja den Hoteliers ebenfalls die Wintersaison! Wer will denn da dann buchen?!

Eigentlich hatte ich vor, nur eine Woche nach Österreich zu fahren, in der kommenden Saison (aufgrund der Kosten). Aber bei solchen Aussagen und Aussichten, schleppe ich mein Geld lieber ins Ausland, als es am Wurmberg zu lassen. Die Entscheidung, öfters am Sonnenberg zu fahren, hatte ich schon letzte Saison getroffen, da mir am Wurmberg dort einfach zuletzt der Elan der WSB gefehlt hat und weil man dort nur noch preislich abgezogen wird.

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2333 am: September 16, 2022, 09:16:10 Nachmittag »
Laut dem Betreiber des Skigebiets in Hohegeiß entsteht dort nun ab der kommenden Saison das größte Rodelzentrum Norddeutschlands.

[...]

Das ist eine sehr positive Neuigkeit! Das ist unternehmerisches Agieren, schauen was man machen kann und sofort umsetzen.

Klein und agil, während die Großen noch jammern.



Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2334 am: September 17, 2022, 08:51:22 Vormittag »
Laut dem Betreiber des Skigebiets in Hohegeiß entsteht dort nun ab der kommenden Saison das größte Rodelzentrum Norddeutschlands.

[...]

Das ist eine sehr positive Neuigkeit! Das ist unternehmerisches Agieren, schauen was man machen kann und sofort umsetzen.

Klein und agil, während die Großen noch jammern.

Sofern das jetzt kurzfristig nur auf 1-2 Winter angelegt wäre, würde ich Dir zustimmen.

Der Skibetrieb scheint dort aber grundsätzlich Geschichte zu sein, was sehr bedauerlich ist. Bei Facebook wurde auch häufig erwähnt, dass es für den Ski-Nachwuchs im Harz auch langsam eng wird, wenn mehr und mehr Skigebiete schließen oder kein Interesse mehr haben.