Autor Thema: Harz in der Presse  (Gelesen 151479 mal)

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #990 am: Juni 22, 2017, 12:14:41 Nachmittag »
Wenn wir unsere Pisten noch mit Wanderern teilen müssten hätten wir die gleichen Probleme.
[...]

Snowboarder und Skifahrer müssen sich die Piste teilen. Als die Snowboards aufkamen, hat man die auch argwöhnisch beäugt.


Zitat von: Rollmops
[...], gerade bei jüngeren Fahrern oder in Trainingsgruppen fehlt ab und an mal diese Einsicht.

Das mag sein, ich muss meiner Tochter auch noch beibringen, mit respektvollem Abstand und in langsamer Geschwindigkeit an Passanten vorbeizufahren. Die häufigen Prügeleien zwischen Wanderern und Fahrradfahrern, von denen Herr Knolle berichtet, habe ich noch nie gesehen.

Harzwinter

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #991 am: Juni 27, 2017, 10:22:13 Vormittag »
Mit https://www.piste.io/ gibt es im Internet einen neuen Pistenkartendienst, der sich derzeit noch im Betastadium befindet. Trotzdem erzielt der Service in meinen Augen bereits beachtliche Ergebnisse. Er kombiniert Daten aus OpenStreetMap mit denen der NASA und anderer Dienste und fügt eigene Grafik und natürlich die Einträge von Liften und Pisten dazu.

Das i-Tüpfelchen: Per Klick auf eine Piste im Plan kann man diese virtuell befahren!

Natürlich ist der Dienst alpenorientiert, aber es werden auch Mittelgebirgsskigebiete gelistet - im Harz sind bereits Braunlage und St. Andreasberg vertreten. Man hat sich sogar die Mühe gemacht, in Braunlage den Rathauswiesen- und den Hasselkopflift einzutragen und in St. Andreasberg die Sonnenberglifte. Andere Harzer Skigebiete werden vorläufig noch ignoriert und sind nicht auffindbar. Außerdem gibt es noch einige Navigationsschwächen. Aber ich bin sicher, dass es nur eine Frage der Zeit  ist, bis sich beides ändert.

Gegenüber Google Maps hat der Dienst einen Vorteil: Auf seinen Skigebietskarten ist wenigstens immer Winter. :D  Und schön ist, dass der Dienst hilft, die tatsächliche Größe eines Skigebiets besser auffassen zu können. Wenn die guten Ansätze so weiterentwickelt und verbessert werden und die Ästhetik der Seite nicht durch sinnlose Features und übermäßigen, animierten Werbemüll zunichte gemacht wird, kann das ein richtig gutes Portal werden.

[Edit: Zugrunde liegende Geo-Dienste korrigiert.]
« Letzte Änderung: Juni 27, 2017, 11:44:10 Vormittag von Harzwinter »

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #992 am: Juni 27, 2017, 10:37:48 Vormittag »
Mit https://www.piste.io/ gibt es im Internet einen neuen Pistenkartendienst, der sich derzeit noch im Betastadium befindet. Trotzdem erzielt der Service in meinen Augen bereits beachtliche Ergebnisse. Wahrscheinlich kombiniert er Daten aus Google Maps mit denen anderer Dienste und mit Luftbildern und fügt eigene Zeichnungen und natürlich die Einträge von Liften und Pisten dazu.

Sieht tatsächlich vielversprechend aus! Die virtuelle Abfahrt scheint eine nette Funktion zu sein — würde sie allerdings tatsächlich einer Abfahrt bspw. am MSB entsprechen, so würde ich dort vermutlich nicht mehr hinfahren, da es den Eindruck erweckt, als wenn man innerhalb von max. 10 Sekunden und einer Hand voll Schwünge den Berg hinunter kommen würde! Ganz so kurz sind die Pisten dann doch nicht im Harz! ;D

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #993 am: Juni 27, 2017, 12:31:37 Nachmittag »
Mit https://www.piste.io/ gibt es im Internet einen neuen Pistenkartendienst, der sich derzeit noch im Betastadium befindet. [...]

Beeindruckendes Mash-Up! Bei der Pistenabfahrt hätte ich jetzt gerne noch StreetView ;)

snowie

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #994 am: Juni 27, 2017, 11:22:21 Nachmittag »
Es ist ja reichlich Still geworden um den Neubau des Aussichtsturms auf dem Wurmberg. Hat hier jmd mal etwas gehört?

Und mich würde eure Meinung zum 22 Mio. geplanten Resorts interessieren, das ja im oberen Kurpark in Brl eventuell entstehen soll. In Brl ist das zur Zeit das Thema schlecht hin und ich würde mich auf eine nette Diskussion hier freuen, wie ihr das Projekt seht und wie ihr die Chancen einer Realisierung bzw Nichtrealisierung seht.

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #995 am: Juni 28, 2017, 12:10:42 Vormittag »
[...]
Und mich würde eure Meinung zum 22 Mio. geplanten Resorts interessieren, das ja im oberen Kurpark in Brl eventuell entstehen soll.
[...]

Das Resort finde ich gut - es soll ein Hotelbetrieb mit 4 Sterne Premium Zertifizierung entstehen.

Den Verkauf von 4ha Kurpark halte ich für einen Fehler - zum einen weil die Preise jetzt gerade noch immer im Keller sind und man damit weit unter Preis verkauft, zum anderen weil sämtliche Gastgeber vom Kurpark profitieren.

Bisher habe ich kein Hinweis gefunden, dass die beiden Investoren erfolgreich ein Hotel gebaut und betrieben haben. Laut LinkedIn ist Kai Seela gelernter Diplom Kaufmann und war die überwiegende Zeit seines Beruflebens bei Vattenfall angestellt. Zu Peter Menne habe z.Z. nur die Information, dass er vorher bei der Deutschen Bank tätig war. Die TIDEVAND Invest GmbH existiert seit Oktober 2014. Die beiden machen einen netten Eindruck auf mich, aber mit noch nicht einmal 3 Jahren Selbstständigkeit, hätte ich gesagt, zeigt erst einmal an der Echtzeit (das neu entstehende Hotel neben Puppe's), dass ihr es könnt.

Falls die Hamburger Investoren ihren Hotelbetrieb nicht ohne die 4ha Kurpark bauen können, wäre meine Meinung, dass sie besser weiter ziehen sollen. Der Aufschwung von Braunlage ist nachhaltig. Es wird genügend andere Investoren geben, die mit "nur" 14ha glücklich werden.
« Letzte Änderung: Juni 28, 2017, 09:22:31 Vormittag von playjam »

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #996 am: Juni 28, 2017, 07:46:29 Vormittag »
Vom Turm habe ich auch lange nichts mehr gehört — hoffentlich wird das noch etwas.

In Sachen Resort bin ich da eher bei Playjam: An sich eine gute Sache, vor allem, weil die geplanten Baumhäuser im Wald im Oberharz etwas Neues und (im Augenblick) offenbar schwer gefragt sind bzw. inzwischen häufiger solche Anlagen entstehen. Was den oberen Kurpark oder dessen Verkauf betrifft bin ich auch skeptisch.

Nicht, dass ich mit dem oberen Kurpark viel anfangen könnte (ich war zuletzt vor ein paar Jahren zum Swinggolf dort oben — ansonsten sah es da teilweise recht verwildert aus und es haben sich kaum Menschen dorthin verirrt), aber ich denke auch, dass Braunlage ein sehr attraktives Grundstück für einen zu geringen Preis abgeben würde.

Allzu viele mögliche Bauplätze gibt es im Zentrum der Stadt nicht, von daher sollte man sich überlegen, ob man das erstbeste Angebot direkt akzeptiert oder eventuell auf ein besseres Konzept wartet, von dem vielleicht auch alle anderen Besucher der Stadt etwas hätten bzw. vielleicht sogar etwas, was öffentlich zugänglich wäre und die Attraktivität der Stadt weiter steigern könnte.

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #997 am: Juni 28, 2017, 06:12:16 Nachmittag »
Es ist schade, das die kleinen Gastgeber von außerhalb bei solchen Entscheidungen keine Stimme haben.

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #998 am: Juli 02, 2017, 08:56:18 Vormittag »
Attraktion sorgt für Park-Chaos (volksstimme.de 02.07.2017)
Zitat
Rübeland l Seit sechs Wochen nun lockt die Fußgängerhängebrücke an der Rappbodetalsperre mit den anderen Attraktionen ringsum die Gäste an, und die Besucherströme reißen nicht ab.

[...]

Zugleich sorgt ebenfalls seit sechs Wochen die zu geringe Zahl an Parkplätzen immer wieder für Diskussionen - und zeitweise auch für Chaos und Empörung.

[...]
Neuer Parkplatz erst im Herbst 2018

Denn derzeit laufen alle Bemühungen auf Hochtouren, erstmal Platz für die täglich anrollenden Fahrzeuge zu schaffen. Der Talsperrenbetrieb und das Team vom „Hotel und Reiterhof an der Talsperre“ haben bereits ihre verfügbaren Plätze für die mal weniger, mal mehr und mal in Massen ankommenden Autos freigegeben.

Langfristig ist die Verdoppelung der angestammten Parkplätze am Tunnelausgang nach Rübeland geplant. Doch Bauverfahren und Bau werden sich voraussichtlich bis in den Spätsommer 2018 hinziehen. Die Autoschlangen aber kommen bereits jetzt - und werden nicht abreißen, so Tourismuskenner vor Ort.
[...]

STS

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #999 am: Juli 11, 2017, 09:51:55 Vormittag »
Investition ins Eisstadion

..Während der Schließzeit erhielt die Einrichtung der Braunlage Tourismus GmbH (BTG) eine neue Kältetechnik, eine neue Beleuchtung und neue Schalensitze für die Tribüne. Insgesamt investierte das kommunale Unternehmen mehr als 300.000 Euro. (GZ Live )

snowie

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1000 am: Juli 13, 2017, 10:53:24 Vormittag »
http://m.volksstimme.de/lokal/wernigerode/neue-eis-arena-land-dreht-schierke-geldhahn-zu

Die letzten 720.000 Euro muss Wernigerode anders auftreiben. Das Land hat die letzte Summe an Fördergeld nicht genehmigt. Ich finds gut. Es kann nicht sein, dass wegen einem Eisstadion 1,3 Millionen mehr bezahlt werden müssen und andere Regionen gehen leer aus. Das Falken Stadion hat ja nun neue Sitze etc. Ich hoffe, dass auch neu gestrichen wurde. Die Relation stimmt halt nicht und macht mich sauer. Da fehlen vlt 5000 Euro zum Streichen in der Halle und in Schierke reden wir von 1,3 Millionen mehr. Mal abgesehen von der Aussenfassade in Braunlage. Und nein ich hab kein Ost-West Denken, bin selber im Osten geboren und hätte die gleich Auffassung wenns nur im Westen wäre.
« Letzte Änderung: Juli 13, 2017, 10:55:35 Vormittag von snowie »

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1001 am: Juli 13, 2017, 11:33:48 Vormittag »
http://m.volksstimme.de/lokal/wernigerode/neue-eis-arena-land-dreht-schierke-geldhahn-zu

Die letzten 720.000 Euro muss Wernigerode anders auftreiben. Das Land hat die letzte Summe an Fördergeld nicht genehmigt. Ich finds gut. Es kann nicht sein, dass wegen einem Eisstadion 1,3 Millionen mehr bezahlt werden müssen und andere Regionen gehen leer aus. Das Falken Stadion hat ja nun neue Sitze etc. Ich hoffe, dass auch neu gestrichen wurde. Die Relation stimmt halt nicht und macht mich sauer. Da fehlen vlt 5000 Euro zum Streichen in der Halle und in Schierke reden wir von 1,3 Millionen mehr. Mal abgesehen von der Aussenfassade in Braunlage. Und nein ich hab kein Ost-West Denken, bin selber im Osten geboren und hätte die gleich Auffassung wenns nur im Westen wäre.

Es kann halt wirklich nicht sein, dass inzwischen gefühlt die Kosten bei jedem Bauprojekt am Ende aus dem Ruder laufen, vor allem wenn dabei großzügig mit öffentlichen Geldern umgegangen wird — da bin ich ganz bei Dir!

Das Eisstadion in Schierke wird mit Sicherheit ein hübsches Bauwerk, aber gewinnbringend wird der Betrieb für sich genommen vermutlich nicht sein, von daher sollte man schon irgendwann auch mal auf die Kosten achten und dem eventuell auch einen Riegel vorschieben. Aber es hilft ja alles nichts. Ob es nun tatsächlich sinnvoll ist ein paar Kilometer von der Eishalle in Braunlage entfernt eine weitere Eislaufbahn zu bauen ist eher fraglich, aber das Stadion befindet sich nun schon im Bau und muss ja irgendwie fertig werden. Schauen wir mal, welche Lösung die Stadt Wernigerode dafür findet.

Eumel153

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1002 am: Juli 13, 2017, 02:02:27 Nachmittag »
http://m.volksstimme.de/lokal/wernigerode/neue-eis-arena-land-dreht-schierke-geldhahn-zu

Die letzten 720.000 Euro muss Wernigerode anders auftreiben. Das Land hat die letzte Summe an Fördergeld nicht genehmigt. Ich finds gut. Es kann nicht sein, dass wegen einem Eisstadion 1,3 Millionen mehr bezahlt werden müssen und andere Regionen gehen leer aus. Das Falken Stadion hat ja nun neue Sitze etc. Ich hoffe, dass auch neu gestrichen wurde. Die Relation stimmt halt nicht und macht mich sauer. Da fehlen vlt 5000 Euro zum Streichen in der Halle und in Schierke reden wir von 1,3 Millionen mehr. Mal abgesehen von der Aussenfassade in Braunlage. Und nein ich hab kein Ost-West Denken, bin selber im Osten geboren und hätte die gleich Auffassung wenns nur im Westen wäre.

Es kann halt wirklich nicht sein, dass inzwischen gefühlt die Kosten bei jedem Bauprojekt am Ende aus dem Ruder laufen, vor allem wenn dabei großzügig mit öffentlichen Geldern umgegangen wird — da bin ich ganz bei Dir!
Laufen die Kosten aus dem Ruder ?

Es war doch schon einige Male zu lesen, dass Kosten für Großprojekte (Stadt, Land, Bund) "bewusst" eng kalkuliert werden, damit sie überhaupt genehmigt werden.
Mitten im Bau sind die Kostensteigerungen dann eher zu realisieren.

Na ja.

VG

snowie

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1003 am: Juli 14, 2017, 12:38:05 Nachmittag »
http://mobil.mz-web.de/landkreis-harz/geplante-feuerstein-arena-platzt-in-schierke-ein-traum--27968834?originalReferrer=https://www.google.de/

Eine Steigerung von 270% ist schon echt heftig! Max, du hast schon Recht, dass an sich jedes Bauprojekt am Ende teurer wird (siehe Elbphilarmonie, Stuttgart 21, BER etc.), aber Wernigerode hat keinen Pächter, muss die angestrebten 100.000 Besucher erstmal packen und kostendeckend operieren. Und in Braunlage kratzt man mit 300.000 Euro jeden Euro zusammen und hat ne 70er Jahre Betonhalle stehen. Die Feuersteinarena ist für mich ne Totgeburt und eine Investitionsruine auf Kosten der Steuerzahler. Das Geld hätte man anders ausgeben können.  ::)

9,3 Millionen Euro - damit würde Niedersachsen fast schon den Anschluss der HSB realisieren können. Der touristische Effekt wäre für den Westharz und die HSB deutlich mehr. Ab wann bekommt denn der Westen mal derartige Unterstützung?
« Letzte Änderung: Juli 14, 2017, 12:40:14 Nachmittag von snowie »

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1004 am: Juli 14, 2017, 06:04:42 Nachmittag »
[...] Ab wann bekommt denn der Westen mal derartige Unterstützung?

Andersherum wird ein Schuh daraus. Auch der Osten wird bald ohne Unterstützung auskommen (müssen).

Um den Ort touristisch attraktiv zu machen, braucht Schierke die Eishalle (und andere touristische Infrastruktur, z.B. eine Schwimmhalle). Die Eintrittsgelder werden vermutlich nie die Kosten decken, aber durch die resultierende Gesamtwertschöpfung durch mehr Touristen (d.h. Kurtaxe, Gewerbesteuer, weniger Arbeitslosengelder auszahlen etc.) lässt die Bilanz der Eishalle für die Stadt Wernigerode nach wenigen Jahren positiv ausfallen.