Autor Thema: Harz in der Presse  (Gelesen 244548 mal)

David

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1320 am: Juni 28, 2018, 01:52:08 Nachmittag »
Nicht wirklich in der Presse aber schon um mit zu teilen:

HUS De Groot hat Schau ins Land gekauft und in der Imbiss (neben die Eisdiele von Anders) werden Ferienwohnungen und Geschäfte gemacht.
Neben Die Hütten wird gerade Die Hütten II gebaut.

Wie ich das von Schau ins Land weiss? Die Postbestellerin hat mir heute morgen gefragt ob ich Schau ins Land gekauft habe (heiße nämlich auch De Groot...)
Ein Aufenthalt zum entspannen: www.haus-christa-braunlage.com
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STS

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1321 am: Juni 28, 2018, 04:25:35 Nachmittag »
... und ich heiße Bürger - natürlich nicht!
Aber, wenn dann würde ich den Sonnenberg kaufen und zu einer kleinen aber feinen naturnahen Langlauf, Rodel, Biathlon und Abfahrt Location ausbauen.

Usul

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1322 am: Juni 28, 2018, 08:58:47 Nachmittag »
Kannst du zumindest pachten. Es wird ja gerade ein neuer Pächter gesucht.
Ein entsprechender Artikel steht in der GZ online. Aber mehr als Darbietung uns bekannte steht auch nicht drin.

nif

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1323 am: Juni 29, 2018, 01:48:14 Nachmittag »
Mal wieder etwas von den Käfern den lieben die wälder so mögen
https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/nationalpark-harz-im-kampf-gegen-kaefer-und-sturm

Ansgar Timm

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1324 am: Juni 29, 2018, 05:35:02 Nachmittag »
Dieser dpa-Artikel erschien ebenfalls am 28.6. in der MZ, nur mit teilweise anderen Zwischenüberschriften
https://www.mz-web.de/landkreis-harz/erst-die-stuerme--jetzt-der-kaefer--nationalpark-harz-steckt-mitten-im-umbruch--30696530

Pistenbully

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1325 am: Juni 30, 2018, 02:36:48 Vormittag »
Dieser dpa-Artikel erschien ebenfalls am 28.6. in der MZ, nur mit teilweise anderen Zwischenüberschriften
https://www.mz-web.de/landkreis-harz/erst-die-stuerme--jetzt-der-kaefer--nationalpark-harz-steckt-mitten-im-umbruch--30696530

… mal sind es "standortuntypische Fichtenmonokulturen", mal sind es "schützenswerte Moorwälder"

Wie schnell sich doch die Betrachtungsweise ändert, je nachdem was gerade (umwelt)politisch gefragt ist.

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1326 am: Juli 02, 2018, 08:13:38 Nachmittag »
Die Presseberichte zur Borkenkäferkalamität im Harz scheinen nicht abzunehmen: Laut einem Bericht der Goslarschen von heute (2.7.2018) ärgern sich seit Wochen Leserbriefschreiber über die massenhaft vom Borkenkäfer getöteten Fichten.

Der Nationalparkleiter Andreas Pusch sieht sich zu folgenden Dementi veranlasst:

1. Die abgestorbene Waldflächen hätten im vorigen Jahr Hochwasserereignisse weder begünstigt noch mitverursacht.

2. Der Borkenkäfer löse kein Waldsterben aus. Dort, wo Fichten absterben, wachse ein "naturnaher Mischwald" nach.

Die Borkenkäferproblematik wird jetzt Thema im Landtag. Der CDU-Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg spricht von einem „großflächigen Borkenkäferbefall“, der „weder ökologisch noch wirtschaftlich nachvollziehbar“ und die Tourismusregion schädlich sei.

Meine Meinung zum Dementi vom Nationalparkleiter:

zu 1.:
 
Was leistet der Wald für uns? (sdw.de)
Zitat
[...]
2.1 Wasserschutz
Zu den bedeutendsten Wohlfahrtswirkungen des Waldes gehört seine Fähigkeit, Wasser zu speichern und zu reinigen. Niederschläge fließen im Wald nicht einfach als Oberflächenwasser ab und führen zu Bodenabtrag, sondern sickern fast vollständig in den Boden ein. Mit Hilfe des Humus, durchsetzt von Wurzelkanälen und Tiergängen, kann der Waldboden auch große Wassermengen wie z.B. nach Dauerregen und Schmelzwassern aufnehmen und vor Hochwasser schützen.
[...]

zu 2.:

Borkenkäfer im Harz-Nationalpark (sachsen-anhalt.nabu.de)
Zitat
Im Nationalpark und gesamten Harz sterben Fichtenforste in großem Umfang ab, zumeist in der letzten Stufe durch die Borkenkäfer dahingerafft.
[...]
Wir erleben im Moment den Zusammenbruch von Fichtenkulturen, der im Vergleich zu sonstigen Naturvorgängen geradezu im "Zeitraffer" abläuft, man möchte beinahe von einem "Kollaps" sprechen. Der Natur selbst bleibt dabei gar nicht die Zeit, darauf zu reagieren. Ihre Antwort wäre ein anderer Wald mit anderen Baumarten. Bis der aber heranwächst, vergeht viel Zeit.
[...]
Im Selbstlauf werden nur wieder Fichtenbestände entstehen, denn als junger Baum ist die Fichte nach wie vor sehr konkurrenzstark. Überlässt man diese sterbenden Fichtenbestände also sich selbst, so kann vielleicht der eine oder andere Pionierlaubbaum einwandern, aber die Fichte mit ihrem reichen Samenpotential wird überhaupt keinen Zweifel aufkommen lassen, wer den zukünftigen Wald minimieren wird.
[...]

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1327 am: Juli 04, 2018, 07:43:35 Vormittag »
Die Presseberichte zur Borkenkäferkalamität im Harz scheinen nicht abzunehmen: Laut einem Bericht der Goslarschen von heute (2.7.2018) ärgern sich seit Wochen Leserbriefschreiber über die massenhaft vom Borkenkäfer getöteten Fichten.

Der Nationalparkleiter Andreas Pusch sieht sich zu folgenden Dementi veranlasst:

1. Die abgestorbene Waldflächen hätten im vorigen Jahr Hochwasserereignisse weder begünstigt noch mitverursacht.

2. Der Borkenkäfer löse kein Waldsterben aus. Dort, wo Fichten absterben, wachse ein "naturnaher Mischwald" nach.

Die Borkenkäferproblematik wird jetzt Thema im Landtag. Der CDU-Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg spricht von einem „großflächigen Borkenkäferbefall“, der „weder ökologisch noch wirtschaftlich nachvollziehbar“ und die Tourismusregion schädlich sei.

Meine Meinung zum Dementi vom Nationalparkleiter:

zu 1.:
 
Was leistet der Wald für uns? (sdw.de)
Zitat
[...]
2.1 Wasserschutz
Zu den bedeutendsten Wohlfahrtswirkungen des Waldes gehört seine Fähigkeit, Wasser zu speichern und zu reinigen. Niederschläge fließen im Wald nicht einfach als Oberflächenwasser ab und führen zu Bodenabtrag, sondern sickern fast vollständig in den Boden ein. Mit Hilfe des Humus, durchsetzt von Wurzelkanälen und Tiergängen, kann der Waldboden auch große Wassermengen wie z.B. nach Dauerregen und Schmelzwassern aufnehmen und vor Hochwasser schützen.
[...]

zu 2.:

Borkenkäfer im Harz-Nationalpark (sachsen-anhalt.nabu.de)
Zitat
Im Nationalpark und gesamten Harz sterben Fichtenforste in großem Umfang ab, zumeist in der letzten Stufe durch die Borkenkäfer dahingerafft.
[...]
Wir erleben im Moment den Zusammenbruch von Fichtenkulturen, der im Vergleich zu sonstigen Naturvorgängen geradezu im "Zeitraffer" abläuft, man möchte beinahe von einem "Kollaps" sprechen. Der Natur selbst bleibt dabei gar nicht die Zeit, darauf zu reagieren. Ihre Antwort wäre ein anderer Wald mit anderen Baumarten. Bis der aber heranwächst, vergeht viel Zeit.
[...]
Im Selbstlauf werden nur wieder Fichtenbestände entstehen, denn als junger Baum ist die Fichte nach wie vor sehr konkurrenzstark. Überlässt man diese sterbenden Fichtenbestände also sich selbst, so kann vielleicht der eine oder andere Pionierlaubbaum einwandern, aber die Fichte mit ihrem reichen Samenpotential wird überhaupt keinen Zweifel aufkommen lassen, wer den zukünftigen Wald minimieren wird.
[...]

Bedenklich finde ich, dass unsere Politiker in schöner Regelmäßigkeit immer erst dann reagieren, wenn der Karren schon bis zum Hals im Dreck schützenswerten Moor steckt.

Es war doch von vorn herein absehbar, dass Touristen nicht unbedingt vom Totholz begeistert sein würden, angrenzende Forstwirte zu Recht Angst um ihren Bestand haben und der Wald künftig weniger Regenwasser zwischenspeichern kann, was dann wiederum schneller in den umliegenden Orten ankommt. So blauäugig kann doch niemand sein, dass man das nicht hätte kommen sehen können…

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1328 am: Juli 07, 2018, 08:37:46 Vormittag »
Am 4.7.2018 war in der Goslarschen zu lesen, dass der Nationalparkleiter Herr Pusch sich gegen Kritikpunkte mit scharfen Worten verteidigt habe:

1. Den „Vorwurf“, Waldflächen im Nationalpark mit abgestorbenen Bäumen trügen zum
Klimawandel bei, bezeichnete er als „unsinnig“. Die Kohlendioxid-Bilanz wäre in Wirtschaftswäldern und Gebieten, die der
Naturdynamik überlassen bleiben, „auf lange Sicht im Wesentlichen gleich“.

2. Auf die Anfrage der Landesregierung, ob die gesetzlichen Regelungen zum Nationalpark Harz es ermöglichten, noch gesunde
Fichtenbestände zu entnehmen, um die daraus erzielbaren Erträge wieder in Naturschutzprojekte zu investieren, erwiderte Herr Pusch, dass die Abholzung der noch lebenden Fichten zum Geldverdienen dem Nationalparkziel diametral entgegen stehe.

3. Der Schutz der benachbarten Wirtschaftswälder vor dem Borkenkäfer aus dem Nationalpark wäre seit langer Zeit sichergestellt.

Mein Meinung:

zu 1: Wald ist eine CO2-Senke. Toter Wald ist keine CO2-Senke. Wie wir von Herrn Knolle schön in seinem Blog photographisch dokumentiert haben, dauert es - wohlwollend betrachtet - mehr als 20 Jahre bis eine annähernd "wirkungsgleiche" CO2-Senke herangewachsen ist. D.h. über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren pro Totholzfläche (ca. 80% der Nationalparkfläche) hat die Nationalparkverwaltung eine Verschlimmerung des Klimawandels zu verantworten. Betrachtet man den Zeitraum von 20 Jahren "auf lange Sicht", z.B. auf 1000 Jahren, dann ist der Zeitbereich hinreichend klein, dass man ohne rot zu werden behaupten kann, der Zustand wäre "im Wesentlichen gleich". Dieselbe Argumentation kann man für den Seilbahnbau in Waldmoorgebieten anwenden.

zu 2: Herr Pusch hat die Frage, für die ein Ja/Nein Klarheit geschaffen hätte, nicht beantwortet. Interessant wäre auf welcher gesetzlichen Grundlage Herr Pusch das "Nationalparkziel" formuliert hat.

zu 3:  :o

nif

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1329 am: Juli 11, 2018, 03:20:08 Nachmittag »
Ein Artikel aus der GZ Live Einwohnerzahlen in Braunlage sinken weiter man hofft durch das Rehberg Projekt dieses zu stoppen

http://live.goslarsche.de/post/view/5b45d65a9da2bd463082044f/Braunlage/Zahl-der-Einwohner-sinkt-weiter-dramatisch

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1330 am: Juli 11, 2018, 04:28:54 Nachmittag »
Ein Artikel aus der GZ Live Einwohnerzahlen in Braunlage sinken weiter man hofft durch das Rehberg Projekt dieses zu stoppen

http://live.goslarsche.de/post/view/5b45d65a9da2bd463082044f/Braunlage/Zahl-der-Einwohner-sinkt-weiter-dramatisch

Das Rehberg Resort ist sicherlich eine schöne Sache und ich bin froh, dass es nun doch kommen soll. Dennoch frage ich mich, woher die Hoffnungen kommen, dass gerade dieses Projekt die Abwanderung stoppen könnte?

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1331 am: Juli 11, 2018, 07:21:25 Nachmittag »
[...] woher die Hoffnungen kommen, dass gerade dieses Projekt die Abwanderung stoppen könnte?

Laut Investor 250 zusätzliche Arbeitsplätze.

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1332 am: Juli 12, 2018, 07:28:54 Vormittag »
[...] woher die Hoffnungen kommen, dass gerade dieses Projekt die Abwanderung stoppen könnte?

Laut Investor 250 zusätzliche Arbeitsplätze.

Nicht schlecht, mit so vielen hätte ich da tatsächlich nicht gerechnet.

Pistenschreck

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1333 am: Juli 12, 2018, 11:32:02 Vormittag »
[...] woher die Hoffnungen kommen, dass gerade dieses Projekt die Abwanderung stoppen könnte?

Laut Investor 250 zusätzliche Arbeitsplätze.

Nicht schlecht, mit so vielen hätte ich da tatsächlich nicht gerechnet.

Laut Investor! ;)
Es werden schon ein paar Leute sein, aber wo nimmt er die her?