Autor Thema: Sicher auf die Piste  (Gelesen 2978 mal)

Pistenschreck

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #30 am: Dezember 02, 2016, 09:20:29 Vormittag »
Die richtigen Skier sich das A&O! War letztens zum Skitest auf dem Stubaier. Dort hatte ich mir einen Atomic TR als guten Alrounder andrehen lassen. Nach den ersten 10 Metern merkte ich schon das wir keine Freunde werden und nach einer Abfahrt dachte ich das Ski fahren verlernt zu haben. Solch schlechte Bretter und so schlecht bin ich noch nie gefahren. Mein Vater hat parallel dazu einen Atomic Vintage 90 gefahren und war begeistert. Ich habe Ihn schon lang nicht mehr so über jedes Terrain fliegen sehen. Leider konnte ich keine mehr testen. Neben den Doubledeck stehen die aber seit ein paar Tagen im Keller und warten auf die harzer Berge. Denn dafür scheinen Sie gemacht zu sein.

Das mit den falschen Skiern beim Verleih kann ich nur bestätigen und jedem Anfänger empfehlen mehrere Skier zu testen. Meine Freundin hatte auch viel Schrott und nach einigen Tests den richtigen gefunden. Wer sich unsicher auf seinen Skiern fühlt, sollte mal über einen Test nachdenken.

Usul

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #31 am: Dezember 02, 2016, 09:45:39 Vormittag »
@Tobi:

bist Du den eventuell zu kurz gefahren? Ich fahre ihn mit 179cm auf 185cm Körpergröße. Ich hatte ihn beim Skitest locker auf 90kmh und da war noch Luft. Mehr wollte ich jedoch bei einem Ski, den man nicht mal eine Stunde unter den Füßen hat, nicht fahren. Direkt danach bin ich einen Salomon X-MAX X12 und einen Völkl Racetiger Speedwall GS UVO gefahren. Natürlich spürt man einen deutlichen Unterschied in der Aggilität und Kantengriff auf guten Pisten. Das ist ja ungefähr so, als würde man einen A6 Avant mit Sportpaket gegen einen Porsche auf der Autobahn stellen. Nur auf der Autobahn ist der Porsche das bessere Auto, aber in jedem anderen Bereich... :-).
Mich wundert allerdings, dass Du den Fischer Superior RC4 für einen sportlicheren Ski hälst. Er ist weicher als der X-Drive 8.8, hat einen deutlich kleineren Radius und ist bei weitem kein sehr sportlicher Ski. Mit 67mm unter der Bindung geht er natürlich sehr schnell und direkt in eine Kurve. Sicherlich gut für Kurzschwünge, man muss mit ihm deutlich weniger arbeiten als beim 8.8, er ist deutlich intuitiver, aber stabiler? Das kann ich nicht nachvollziehen.
Wir sollten uns dringend mal auf der Piste treffen und das miteinander ausfahren ;-).

Im Februar kommt wieder ein Skitest (ich hoffe, ich habe Zeit), vielleicht sollte ich ihn mir noch mal ansehen. Habe eben nur meine Notizen vom letzten Mal rausgeholt^^.

playjam

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #32 am: Dezember 02, 2016, 09:52:38 Vormittag »
Beim Skifahren sind gut sitzende Skischuhe wichtiger und sicherheitsrelevanter als der Ski. Wenn der Fuß zuviel Spiel im Schuh hat oder zu weich für die Fahrkünste oder das Körpergewicht ist, kann man die Ski nicht ausreichend kontrollieren.

Usul

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #33 am: Dezember 02, 2016, 10:04:20 Vormittag »
@Pistenschreck:
Der Atomic Redster TR (falls Du den meinst) ist vieles, aber kein Allround Ski. Ich bin allerdings bisher nur den Doubledeck gefahren. Der TR dürfte ein ziemlich reinrassiger Slalomski sein, zumindest unter 180cm. Wenn er dann noch auf 87 oder gar 86 Grad geschliffen ist, dürfte der echt biestig und den Füßen werden. Aber das nur in der Theorie, weil ich ihn, wie gesagt, noch nicht gefahren bin.

Wir sind inzwischen sowas von off topic, aber es macht so viel Spaß ;)
« Letzte Änderung: Dezember 02, 2016, 10:07:26 Vormittag von Usul »

Tobi

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #34 am: Dezember 02, 2016, 10:07:23 Vormittag »
@Tobi:

bist Du den eventuell zu kurz gefahren? Ich fahre ihn mit 179cm auf 185cm Körpergröße. Ich hatte ihn beim Skitest locker auf 90kmh und da war noch Luft. Mehr wollte ich jedoch bei einem Ski, den man nicht mal eine Stunde unter den Füßen hat, nicht fahren. Direkt danach bin ich einen Salomon X-MAX X12 und einen Völkl Racetiger Speedwall GS UVO gefahren. Natürlich spürt man einen deutlichen Unterschied in der Aggilität und Kantengriff auf guten Pisten. Das ist ja ungefähr so, als würde man einen A6 Avant mit Sportpaket gegen einen Porsche auf der Autobahn stellen. Nur auf der Autobahn ist der Porsche das bessere Auto, aber in jedem anderen Bereich... :-).
Mich wundert allerdings, dass Du den Fischer Superior RC4 für einen sportlicheren Ski hälst. Er ist weicher als der X-Drive 8.8, hat einen deutlich kleineren Radius und ist bei weitem kein sehr sportlicher Ski. Mit 67mm unter der Bindung geht er natürlich sehr schnell und direkt in eine Kurve. Sicherlich gut für Kurzschwünge, man muss mit ihm deutlich weniger arbeiten als beim 8.8, er ist deutlich intuitiver, aber stabiler? Das kann ich nicht nachvollziehen.
Wir sollten uns dringend mal auf der Piste treffen und das miteinander ausfahren ;-).

Im Februar kommt wieder ein Skitest (ich hoffe, ich habe Zeit), vielleicht sollte ich ihn mir noch mal ansehen. Habe eben nur meine Notizen vom letzten Mal rausgeholt^^.

Der Fischer hat 72mm unter der Bindung und ist als Racecarver eingestuft, daher ist er definitiv agiler.
Natürlich kein reiner Raceski aber, bei mittleren Radien optimal.

Deiner ist ja sehr weit für das Gelände ausgelegt und MUSS daher weicher sein damit er im Tiefschnee schön schwimmt und sich Konturen anpasst.
Genau deswegen kaufe ich mir ein nicht, auf der Piste fehlt mir was.

Achso bin ihn in 170 gefahren bei 180 Größe.

« Letzte Änderung: Dezember 02, 2016, 10:10:06 Vormittag von Tobi »

Usul

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #35 am: Dezember 02, 2016, 10:57:43 Vormittag »
Er ist nicht weicher, nur breiter. Er ist sogar deutlich härter, was sich als Indiz auch im 3m größerem Radius ausdrückt. Welches Modell bist Du gefahren, das 14/15 Modell oder den von mir 16/17er (zugegebenermaßen ist das 15/16er Modell baugleich, nur im anderen Design)? Und es kein Tiefschneemodell, eher 60% Piste. Da würde erst bei 100+ reden.

Wir müssen wirklich mal zusammen fahren, jedoch vermute ich, dass wir das im Harz nicht testen können ;).

Tobi

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #36 am: Dezember 02, 2016, 11:07:43 Vormittag »
14/15er Modell also etwas älter.

Man kann lange Diskutieren ob härter, weicher was auch immer...
Jedenfalls beides gute Skier, der eine Racecarver der andere ein guter allmountain.
Viel Spaß kann man definitiv mit beiden haben.

Habe meinen gewählt wegen der hohen Drehfreunde, guten Festigkeit, tollem kantengriff und geringen Kraftaufwand.

Im Harz bringst du die Skier nichtmal ansatzweise in den Grenzbereich ;)

Usul

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #37 am: Dezember 02, 2016, 12:12:12 Nachmittag »
Das erklärt einiges, das war der Vorgänger. Der aktuelle ist deutlich härter und sportiver ;-)

manitou

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #38 am: Dezember 02, 2016, 02:53:51 Nachmittag »
Jeder Skifahrer hat unterschiedliche Ansprüche an den Ski hinsichtlich Können und Einsatzgebiet.
Ich habe zwei Ski (einmal einen K2-Rictor; Allmountain 80mm Taille) und einen Fischer Progressor 800 (Allrounder 74mm Taille).
Letzterer kommt bei mir vorrangig in den Mittelgebirgen und auf überwiegend Kunstschneepisten zum Einsatz sowie bei vereisten Pisten, da er gut kantet, während der K2 mit Rocker viel Neu- und Naturschnee haben will. Aber auch im tiefen Frühjahrssulz und bei starken Schneehaufen und Schneesand ist ein Allmountain-Ski von Vorteil. Beide Ski sind leichtläufig und fehlerverzeihend, der Progressor will jedoch wegen seines Dual-Radius-Systems etwas präziser (Rücklagefehler) gefahren werden. Der K2-Rictor ist auf der Piste hingegen ein echter Cruiser, den nichts aus der Ruhe bringt außer eisige Stellen.
Ich wähle meine potentiellen Ski anhand des World-Skitest aus und leihe meine Favoriten dann in Oberstdorf aus um sie zu testen. Die Leihgebühr wird in O-dorf wie vielerorts angerechnet, wenn man einen der getesteten Skier dann kauft.

Meine mir gegenüber nur 5cm kleinere Tochter fährt einen Völkl-Racetiger und den hab ich mir daher mal untergergeschnallt. Auf harten  Pisten fährt der mit hervorrangender Kante am Präzisesten und macht ordentlich Tempo. Da ich jedoch ein ca. 100kg Typ bin, gefällt mir der Ski wegen seiner schmalen Taille (68mm) jedoch nicht so gut, da ich damit zu sehr in den Schnee einsinke, wenn die Pisten weicher sind.
Ich bin auch eher ein gemütlicher Skifahrer mit mittelprächtiger Technik. Von daher brauche ich keine Race-Ski die technisch exakt gefahren werden wollen.

Fischer hat dieses Jahr einen technisch neuen Progressor 18 herausgegeben. Der alte Progessor 800 ist immer noch gut und sehr günstig zu bekommen (knapp 300€). Ich kann diesen Ski für den Harz und als normalen Pistenski sehr empfehlen. Hier wird mir Usul sicherlich zustimmen. Hinsichtlich der Race-Ski von Fischer haben ich keine Erfahrung.
« Letzte Änderung: Dezember 02, 2016, 03:45:44 Nachmittag von manitou »
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Usul

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #39 am: Dezember 02, 2016, 03:48:54 Nachmittag »
Ich kenne bei Fischer nicht alle Modelle, ich hatte nur 2 Tage Zeit zum testen. Und da bin ich eher die jeweilgen Racecarver und sportiven all mountain gefahren und dort meistens nur die "Könige".
War selektiv nach meinem Geschmack unterwegs, klar, ich suchte den neuen Ski für mich ;).

Nur einen Hinweis: seid sehr vorsichtig, wenn Ihr "alte" Skier eines Skiverleihs aufkauft. Guckt Euch einmal die Werkstatt an, wenn die dort einen Vollautomaten stehen haben, laßt auf jeden Fall die Finger davon oder schaut Euch die Kanten und den Belag des Skis sehr gut an (dafür braucht ihr aber etwas Erfahrung oder ein neuen Ski zum Vergleich daneben). DIe Vollautomaten arbeiten sehr schnell und sehr sauber,d ie Skier kommen wie geleckt da raus ABER: um das zu gewährleisten nehmen sie sehr viel von den Kanten und vom Belag runter. ca. 15mal durch so eine Maschine und der Ski hat sein Leben häufig hinter sich. Egal, ob er 1 oder 10 Jahre alt ist. Und häufig werden Leihskier dann min. 1x die Woche da durch gejagt.

Wenn die Maschen semiautomatisch oder ganz per Hand geführt sind, könnt ihr davon ausgehen, dass die Leute dann auch wissen was sie tun und nur soviel schleifen, wie es sein muss. Das ist bei Vollprofi nicht mal langsamer, man braucht dafür jedoch eben Fachleute, während die Vollautomaten nur einen Bestücker vorne und hinten brauchen ;-).

Es gibt einen Grund, warum ich inzwischen selbst wachse, entgrate und ab Januar auch selbst die Kanten schleife (ich muss mir von meinem Pflege Guru noch mal zeigen lassen, wie er die Kanten abhängt und wo er sie bricht). Ich habe sogar repair candles dabei, um Macken zumindest provisorisch im Skikeller reparieren zu können, bis ich zu einem Service meines Vertrauens komme, ohne die Kante zu gefährden.

Pistenschreck

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #40 am: Dezember 02, 2016, 04:07:05 Nachmittag »
@Pistenschreck:
Der Atomic Redster TR (falls Du den meinst) ist vieles, aber kein Allround Ski. Ich bin allerdings bisher nur den Doubledeck gefahren. Der TR dürfte ein ziemlich reinrassiger Slalomski sein, zumindest unter 180cm. Wenn er dann noch auf 87 oder gar 86 Grad geschliffen ist, dürfte der echt biestig und den Füßen werden. Aber das nur in der Theorie, weil ich ihn, wie gesagt, noch nicht gefahren bin.

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Wurde mir so gesagt. Da er sich aber so mies fuhr, habe ich mich nicht weiter um den geschehrt. Einen guten Rocker hatte ich aber auch noch unter den Füßen, den Völkl RTM84.


Nils

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #41 am: Dezember 06, 2016, 02:41:00 Nachmittag »
Meine Sachen sind da uns passen :)

- Body Glove Power Pro Vest Men Rückenprotektor
- Burton Total Impact Shorts Protektorhose

Wird Freitag gleich im Hallenpark getestet, überlege mir aber noch zusätzlich Handgelenksschoner zu holen

Pistenschreck

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #42 am: Dezember 06, 2016, 03:18:29 Nachmittag »
Schon interessant wie sich das ganze so entwickelt hat. Als ich Anfang der 90er das erste mal auf einem Board stand hatte ich ne Bommelmütze, Sonnenbrille und Handschuhe als Schutzausrüstung. Man gut das die Zeiten vorbei sind. Dir jedenfalls viel Spass im Hallenpark.

Usul

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Re: Sicher auf die Piste
« Antwort #43 am: Dezember 06, 2016, 05:43:29 Nachmittag »
Ich hatte schon beim Lernen in den 80ern einen kleinen roten Skihelm, der wurde erst als Zeichen des Fortschrittes abgelegt.
Mir wurde berichtet, dass sich die Skilehrer sogar darüber beschwert haben, da sie mir in und nach der Pause das Ding immer ab- und wieder aufsetzen mussten...
Wie die Zeit vergeht.