Autor Thema: Entwicklungen Braunlage  (Gelesen 11430 mal)

Max

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #30 am: Februar 28, 2019, 06:56:19 Nachmittag »
Alle die aktuell auf der Sitzung zum Thema Verkehr sind, könnt ihr nachher mal berichten? Ich konnte leider nicht kommen...

Würde mich auch interessieren…

manitou

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #31 am: März 01, 2019, 01:10:49 Nachmittag »
Ja - ich war da.
Grote hat eröffnete und sagte, das man von den Bürgern Feedback zu den Überlegungen wünsche und ein Stimmungsbild. Es war eigentlich eine öffentliche Stadtratssitzung und alle Stadträte + Polizei waren anwesend, was ich sehr gut fand. Dadurch konnte ich einen Eindruck gewinnen über deren internen Stand, da ich ja bislang über die reine Medieninformation oftmals nur mit dem Kopf geschüttelt habe, was die da fabrizieren.

Zunächst wurden zwei Eingangsvorträge von CDU und Bürgerliste über die Thematik inkl. Lösungsvorschläge gehalten, die Inhaltlich für meinen Geschmack zu vage gehalten waren. Erwähnt wurde mit Nachdruck, dass die Situation für die Einwohner unzumutbar wird und ein sehr ernsthaftes Problem für die Stadt die erhebliche Beeinträchtigung von Rettungsdienst /Feuerwehr ist. Die Stadt sei gefordert, hier für einen reibungslosen Fluss zu sorgen. Aber wie?

Als kurzfristige Maßnahme ist ein Kreisel an der Hexenritteinfahrt (m.E. sehr sinnvoll) mit erster Priorität angedacht (aber noch nicht beschlossen). Auf diese Weise fliest morgens der Linksabbiegerverkehr zum Hexenritt aus dem Ort besser, welcher derzeit immer auf den Gegenverkehr aus Elend warten muss und so Rückstau bis weit in den Ort rein erzeugt. Abends würde auf gleiche Weise das links Ri. Elend abbiegen erleichtert. 
Mit zweiter Priorität ein Kreisel an der Hauptkreuzung angedacht, wobei es gegen letzteren auch viele Einwände gibt. Daher herrscht Uneinigkeit, ob dies eine gute Lösung sei. Auch ein dritter Kreisel an der Lauterbacher Kreuzung sei in Überlegung. Mein Eindruck war, dass selbst der Kreisel an der Hexenrittstraße im nächsten Winter noch nicht steht. Es wurden keine Zeitpläne genannt.

Auch der Innenstadtring wurde angesprochen. Es wurde gesagt, dass man nun einen solchen im Winter rechtlich als Provisorium einrichten könne. Aber er scheint in der Stadt nicht oberste Priorität zu haben. 
Pers. Anm.: Ich fände ihn als Provisorium sehr wichtig, weil er klare Erkenntnisse schafft, ob das für den Ort eine ganzjährige Dauerlösung sein könnte. Ein Innenstadtring würde einen Kreisel an der Hauptkreuzung ersetzen, weshalb hier genau geprüft werden müsste, welche Maßnahme sinnvoller ist.

Vom Rat wurde ein Verkehrsleitsystem erwähnt, was von Bürgern und Polizei mit geforderten Standorten (u.a. Torfhaus) und Inhalten präzisiert wurde. Dort solle kommuniziert werden, wenn die P in Brl voll seien und dass die Leute bitte andere Skigebiete anfahren möchten. Fakt ist, die Stadt hat bislang keine konkreten Überlegungen (Technik, Kosten..etc.)ausgearbeitet, wie ein funktionierendes Verkehrsleitsystem aussehen könnte. Das finde ich persönlich schwach, wenn man das Thema Verkehrschaos behandelt.

Insgesamt kamen sehr viele gute Anregungen aus dem Publikum. Es wirkte teilweise so, als wenn die Bürger die Thematik im konkreten argumentativ besser im Sinn haben als der Rat.  Ich war erstaunt, dass es kaum unbrauchbare Statements aus dem Publikum gab (bspw. einen Tunnel von der Hexenrittstraße zur Harzburgerstr.). Das erlebe ich bei anderen ähnlichen Veranstalungen nicht selten anders. Die Anwesenden waren interessiert und mehr oder weniger recht gut mit der Problematik vertraut. 

Ein Bürgerhinweis betraf die im Vergleich zu anderen Städten sehr hohe unnötige Bushaltestellendichte im Zentrum, die den Verkehr ins Stocken bringt. Man könne sicherlich die Hälfte der Bushaltestellen weglassen und hätte immer noch einen zumutbaren Haltestellenabstand. Diese Idee wurde von Grote mit Zustimmung und Interesse aufgenommen.
Von einem Skifahrer aus Brl wurde vorgetragen, dass unter den Ratsherren keine Skifahrer seien, weshalb die keine hinreichende Ahnung von den ski-spezifischen Erfordernissen und folglich auch Mängeln hätten. Dieser Mann hat eine Saisonkarte - er kritisierte, dass die WSB nicht einmal die abstellbaren Probleme angeht, (Stehenbleiben am Ausstieg 4SB), Kassensituation…etc. Er kritisierte auch die Anordnung der Parkbuchten am Hexenritt (Schranke an jeder einzelnen Bucht, statt eine für oben rein und eine für unten raus - war ja auch unsere Kritik hier im Forum von Anbeginn) und dass eine Schranke nach unten an den Beginn der Hexenrittstraße gehört, die sich dann öffnet, wenn oben einer rausfährt.

Derzeit sieht die Stadt die aussichtsreiche Lösung in einem Shuttlesystem mit zusätzlichen P an der Peripherie im Bereich der B4, wofür die Hexenrittstraße verbreitert werden muss, damit Busse hoch kommen. Kritik aus dem Publikum war, wie der Bus denn durch den verstopften Ort kommen solle.  Ich habe gefragt, was die angedachte Verbreiterung der Hexenrittstraße kostet. Grote sagte 1,4 Mio, was die Stadt nicht hat, daher will die Stadt die Hexenrittstraße nun nur in den scharfen Kurven ausbauen, damit der Bus rumkommt. (kostet 260tsd €). Man favorisiert derzeit zumindest als erste Maßnahme einen Shuttelebus für Übernachtungsgäste vom Ort zum Hexenritt, damit die das Auto am Quartier stehen lassen. Auch hinsichtlich zusätzlicher Parkplätze sind zwei solche am Stadtrand mit P+R in Überlegung. Konkretes dazu gibt es noch nicht. Nur die CDU hat einen konkreten P-Vorschlag gemacht und zwar an der Hexenrittstraße/obere Bergstraße. Ich halte nichts von dem Standort, weil der Verkehr dann weiter durch den Ort muss.
 
Grote und Baumann trugen vor, dass der Unmut der Gäste besonders dann aufkeimt, wenn die WSB wg. Sturm nicht fahren kann. Dann solle der Shuttlebus die Leute zum Hexenritt bringen, ohne dass die mit dem Auto versuchen dort hoch zufahren. Ich habe später in meinem Statement (s. weiter unten) moniert, dass die WSB ja nicht einmal Abhilfe durch einen Entlastungs-SL an der oberen Sektion schaffe, was zustimmendes Nicken bei der Bürgerliste erzeugte. Wenn die WSB ausfällt, wird das halbe Skigebiet lahmgelegt, was Grote entgegnete, dass da ja noch mehr Lifte seien, außer der dann überlastete 4SB. Hier sehe ich seine unzureichende skispezifische Fachkenntnis, wie auch der eine Bürger zuvor gegenüber dem Stadtrat kritisiert hat.

Ein Bürger monierte, dass die Infopolitik der WSB insgesamt unzureichend sei, da keine Ansage am Telefon erfolge. Das Infotelefon ist nie besetzt, es kommt immer nur die gleiche Ansage ohne Aktualisierungen. Nüsse hätte in diesem Zusammenhang bei Grote  angefragt, ob er eine große LED-Tafel überm WSB-Eingang anbringen kann, welche auf die Gegebenheiten hinweise. Es kam sofort von einem Bürger die Kritik, dass solche Tafeln weit vor die Tore Braunlages (z.B. schon nach Torfhaus oder Odertal) gehören. Es nütze nichts, wenn Gäste erst vor Ort erfahren wie der aktuelle Zustand am Wurmberg ist, weil dann das Chaos ja bereits eingetreten sei.
Pers. Anm.: Im Prinzip braucht es sogar Radioansagen. Die Wasserkuppe gibt bspw. immer ganzjährig über den HR bekannt, wenn die Parkplätze dort voll sind, damit die Leute nicht weiter anreisen. Das passiert an fast jedem Schönwetterausflugswochenende.

Hilflos sieht man sich in Brl gegenüber der bereits ab Torfhaus bestehenden Stau/Parkproblematik entlang der B4. Die anwesende Polizei bestätigte meine Einschätzung, dass über 70% des anreisenden Verkehrs aus dem Norden über die B4 kommen. Andere Zufahrten aus dem Süden und von Bad Lauterberg seien nicht das Problem, bevor sie mit dem Nordverkehr im Ort zusammenprallen.
Was sagt uns das: Das Einzugsgebiet der WSB gört in GÖ auf. Kassel fährt eher ins Sauerland. Auch der Raum Halle/L scheint im Winter kaum in den Harz zu kommen und die fahren offensichtlich eher nach Oberwiesenthal.

Es wurde von der Stadt bestätigt, dass  die Gästebeschwerden hinsichtlich Warteschlangen im Auto, an WSB-Kasse und an Liften und sonstigen Defiziten seitens der WSB und im Ort in diesem Winter massiv zugenommen haben und dass die Stadt das beunruhigt.
Grote sagte, dass die WSB sich auf den Österreichischen Skigebietesplaner verließ, dass dieser sagte, das Skigebiet inkl. Parkplätze sei für 4000 Leute gut. Es klang so, als ob für die WSB die Skigebietsplaner verantwortlich wären, weil sie die Realitäten unterschätzt haben.
Ich musste da die Stirn runzeln, hab aber keinen Kommentar dazu abgegeben.

Für uns wichtig! Grote sagte, nachdem er von Bürgern gefragt wurde, warum die WSB nicht zügig weiter ausbaue, dass Herr Gross sich so positioniert, dass weitere Investitionen/Ausbauten erst in ein paar Jahren möglich seien, erst müssen die jetzigen sich wieder eingespielt haben.
Mein persönliches Fazit: So schnell ist also mit einem 6er und dem Westhang nicht zu rechnen. Es erklärt die Investitionsträgheit der WSB .

Mein Beitrag: Nachdem ich mir alle Positionen und Einwände von Rat und Bürgern angehört habe, meldete ich mich zu Wort und trug meine hier im Forum bekannte Position in einem langen Statement vor, das in Brl in der Vergangenheit viele Planungsfehler begangen wurden (Fehlplanung WSB, Planung Neugestaltung Großparkplatz ohne den vorvorstehenden Ausbau des Wurmbergs und die damit verbundene Verkehrserfordernis zu berücksichtigen). Ich habe die WSB gelobt als Antrieb für den Aufschwung und das Brl als einziger Ort im Oberharz nun wieder die Chance hat, die Krise zu bewältigen und zu alter Stärke zurückzufinden. Dazu gehöre jedoch ein schlüssiges Ganzjahres-Tourismuskonzept, welches nicht existiert. Mein Statement hat auch von den Ratsherren  großen Zuspruch erhalten

Ich habe gesagt, dass es hinsichtlich der Verkehrsproblematik zwei unterschiedliche Themen gäbe. 1. praxistaugliche Sofortmaßnahmen als Interiemslösung und dann 2. ein adäquates Gesamtzukunftskonzept (Masterplan). Braunlage müsse sich überlegen, wo es touristisch hin will! Da gab es viel Nicken, und Versäumnisse in dieser Hinsicht wurden eingeräumt.
Hinsichtlich der zunehmenden Gästenachfrage nach dem Skigebiet habe ich vorgetragen, dass die IFT-Studie genau dieses unerfüllte Nachfrageszenario beschrieben habe. Der Harz deckte 2006 1% seines Nachfragepotentials ab und dass seither kaum etwas passiert sei außer zwei 4SB sowie 1,5km neue Pisten + Beschneiung an der WSB. Damit deckt man nun 2,5% des Potentials ab, hat aber über die großspurigen Medienfocussierungen (größtes Skigebiet in Norddeutschland) Erwartungen bei 50% des Potentials ausgelöst und zudem die anderen kleineren Skigebiet in die Bedeutungslosigkeit degradiert. Daher müsse man sich nicht wundern, wenn die Leute nun Brl überrollen.

Ich verwies darauf, dass die Sauerländer zur Potentialabdeckung  mittlerweile 130 Mio€ in die Skigebiete investiert haben und weitere 80 Mio geplant seien. Ich erklärte, dass lt. IFT der Harz mit einem Einzugsgebiet von 13,5 Mio Menschen ein Potential von ca. 1/3 desjenigen des Sauerlandes habe und das die bisherigen Investitionen in Hahnenklee und am Wurmberg von ca. 12 Mio€ ein Tropfen auf dem heissen Stein seien.

Grote beklagte daraufhin die mangelhafte Förderpolitik des Landes Nds (man fühlt sich im Harz in H vergessen) und verwies auf den geförderten Masterplan Wintersport im Sauerland. Auch wurde vom Rat in Bezug auf Schierke vorgetragen, dass der Harz mit seinen internen Landesgrenzen ganz andere Kooperationsprobleme habe als das Sauerland.
Ich kam wegen der Vielfalt der Diskussionsvielfalt nicht mehr dazu, zu entgegnen, dass die NRW-Förderung sich auf die ersten Bauabschnitte bis 2010 bezog. 2/3 der Winterberger Investitionen (alle KSB bis auf Quick) und die 2. Ausbaustufe der Beschneiung (d.h. 80€ Mio€) kamen erst danach ohne Förderung.
Ein Bürger,der sich im Sauerland auskennt, sagte aber noch, dass es mit der Landesproblematik im Harz so nicht stimme, das mit Willingen/Hessen sehr wohl eine interne Landegrenze bestehe und man trotzdem gut zusammenarbeite, was im Harz stockt. In diesem Sinn wurde auch von mehreren Bürgern die Thematik Schierke lose angeschnitten und dass man sich mehr Zusammenarbeit wünsche. Ich sagte, das ich das Durchhaltevermögen von Herrn Bürger bewundere und dass ein solch beherztes Engagement bei der WSB vermisse – auch dass die Herrn Bürger nicht als Kompagnion aufnehmen, wenn deren Investitionsvermögen stocke.  Zudem sagte ich, dass mich die haltlose Polemik der Naturschützer nerve und diese den wirtschaftlich notwendigen Aufschung im Harz behindere. Im Sauerland sei es ja auch möglich einen Lift im FFH zu errichten. Grote ergänzte meine Ausführung, dass die Harzer Kommunen alle mit der sehr starken Naturschutzlobby zu kämpfen haben. 

Ich trug vor, dass durch die quasi unkorrigierbare Schaffung der Einbahnstraßensituation am Großparkplatz Brl sich die Chance genommen hat, den Verkehr zur Entlastung der Hauptkreuzung umleiten zu können. Bei dieser Planung hatte man 2008 (wie im Ortssanierungskonzept beschrieben) nur den Durchgangsverkehr der B27 im Auge, der ja vom Großparkplatz nicht tangiert wird. Dass nun mit dem Skigebietsausbau eine Blechlawine aus dem Norden kommt, hat man schlicht verschlafen, obwohl die gesamte Hexenrittplanung zu diesem Zeitpunkt bereit bestand und nur noch wg. des laufenden Verfahrens der Herauslösung des Wurmbergareals aus dem NSG auf Eis lag. Es gab zustimmendes Nicken von einigen Ratsherren.

Einigen Ratsherren schien die technische Fehlplanung der WSB nicht einmal wirklich bewusst gewesen zu sein. Sie gingen davon aus, dass die Seilbahn bei Wind einfach nicht fahren kann. Ich habe die Technische Thematik vorgetragen mit dem Verweis, dass Gross-Senior beim Bau der 6EUB damals die Investitionen zusammengestrichen hat. Grote sagte, dass der Senior ein Thema für sich gewesen sei, der Junior jedoch offener sei. Nichts desto trotz fallen dem Ort gravierende damalige Fehlplanungen der Vergangenheit nun auf die Füße, weil keine Masterplanung vorlag - und dass man sich in der jetzigen Phase keine weiteren fehlplanungen leisten könne.
 
Teil zwei siehe wegen Zeichenlimit nachfolgende Post.
« Letzte Änderung: März 01, 2019, 07:26:04 Nachmittag von manitou »

manitou

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #32 am: März 01, 2019, 01:11:23 Nachmittag »
Teil 2:
Ich habe dann vorgetragen, dass die Konstellation der Seilbahn GmbH für Brl unglücklich sei und auf das Sauerland verwiesen, wo die ortsansässigen Geschäftsleute mit Lokalpatriotismus die Geschicke der Bahnen im Ortsinteresse lenken. Man schien sich dieses Nachteils in Brl bewusst zu sein, denn als ich sagte, dass Gross sich doch dann bitte wie im Sauerland weitere Finanziers/Kommanditisten suchen möchte, um der starken Gästenachfrage gerecht zu werden, sagte Grote, dass Gross hier gewisse Berührungsängste hätte.

Da ergeben sich für mich einige Ungereimtheiten. Ich gewinne den Eindruck, dass da im Hintergrund ein sehr ausgebuffter Schwabe am Werk ist, der exakt nach dem Prinzip handelt, wie Usul es immer benennt. Reines kapitalistisches Unternehmerdenken ohne lokales Verantwortungsbewusstsein, was ein Seilbahner unweigerlich haben muss, damit ein Urlaubsort funktioniert. Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass die WSB hier eine Minimax-Politik fährt. Dazu passt auch die Medienaussage von Nüsse, dass die Lösung ganz einfach wäre, Parkplatz am Stadtrand und dann Shuttle.
Von der WSB scheint nichts brauchbares zu kommen, hinsichtlich der Situation im Skigebiet selbst. Nüsse war übrigens nicht anwesend – ist für mich ein Unding, da die WSB ja Verursacher der Problematik ist. Sowas würde es in Oberstdorf und im Sauerland nicht geben.
 
Es gibt auch kein offizielles Statement der WSB, was sie zur Verbesserung der akuten Situation beitragen kann. Der Verkehr scheint auf die Stadt geschoben zu werden!
Die Stadt merkt nun, dass das Skigebiet dem Ansturm nicht gerecht wird. Diesbezüglich kam auch viel Kritik an der WSB aus dem Publikum über alle hier bereits diskutierten Themen. 

Ich habe dann die Parkplatzlösung am Kegelbahnweg (hinter dem Relaxa-Hotel) konkret ins Spiel gebracht und beim Bürgerforum deutliche Zustimmung bekommen. Ich sagte, dass dies die einzige Möglichkeit sei, den Ort verkehrstechnisch zu entlasten und eine vernünftige Parksituation zu schaffen. Anderfalls wird Brl durch weiter wachsenen Verkehr im Chaos ersticken, denn jeder neue Lift, der gebaut wird, erzeugt weitere Nachfrage. Ich sagte, dass wenn Schierke kommt, dies eine Nachfrageerhöhung von 50% erzeuge, was das Parkhaus in Schierke allein nicht auffangen kann, da die meisten Besucher weiterhin über die B4 anreisen. Es braucht dringend eine intensive gemeinsame Planung mit Schierke. Da keine Antworten dazu aus dem Rat kamen, muss davon ausgegangen werden, dass es eine solche Abstimmung nicht gibt.

Auf mein konkretes Nachfragen, ob ein P am Kegelbahnweg baurechtlich realisierbar sei, sagte man grundsätzlich ja, Grote seufzte jedoch, dass für jeden Baum, den die Stadt fällt eine Ausgleichsfläche geschaffen werden müsse, für die die Stadt dauerhaft verantwortlich sei. Grote scheint sowas angesichts des Finanzhaushaltes und des Aufwandes vermeiden zu wollen.
Der Stadt ist bewusst, dass die Probleme weiter zunehmen werden, dass immer mehr Leute kommen. Brl zieht im Ort immer mehr Investoren an. Im Anschluss an die Sitzung wurde mir mitgeteilt, dass Brl mit Hohegeis und St. A die Millionenmarke an Ü in 2018 deutlich geknackt hätte (inkl. Kleinbetriebe >10 Betten, die vom Stat. Bundesamt nicht erfasst werden). 

Zusammenfassend ist mein Eindruck, dass die recht hilflos dastehen. Die freuen sich einerseits, dass es aufwärts geht, fühlen sich vom Erfolg aber überrannt. Sehr konkrete Pläne haben die noch nicht, die sind in der Findungsphase.
Wolfgang Langer von der Bürgerliste hat den Kegelbahnweg im Sinn, allerdings nicht mit Skilift, wie von mir angedacht, sondern mit Shuttlebus, so hat er es auf der Versammlung im Januar im Kurhaus vorgetragen.
Angesichts der von Grote vorgetragenen Investitionspolitik der WSB dürfte sie nur schwer dazu zu bewegen sein, vom Kegelbahnweg einen Lift hoch zur Mittelstation zu ziehen, erst recht nicht die von Sommerphobie und mir zusammengefügte Ideallösung für das Skigebiet siehe: http://skifahren-im-harz.de/forum/index.php?action=dlattach;topic=237.0;attach=2558;image + Westhang zu verfolgen.
Die Stadt sieht, dass sie keine weiteren Tagesgäste verkraftet (sowohl im Ort als auch im Skigebiet), weiss jedoch nicht, wie sie diese steuern soll. Es wurde von einem Stadtrat erwähnt, dass auch in den Sommer und Herbstferien sowie an sonnigen Wochenenden in der warmen Jahrezeit der Ort bereits an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt sei und die Parksituation an der WSB überlastet ist.
Überlegungen, die Skitickets an der WSB zu limitieren - und den Ort dann um 9.30 Uhr als „ausverkauft“ zu melden wurden als nicht markgerecht diskreditiert. Zweimal hat sie WSB den Ticketverkauf bislang eingestellt, nachdem die Warteschlangen an der WSB auf über 90 Min angewachsen sind. M.E viel zu spät. Grote sagte, man muss eigentlich marktwirtschaftlich die Gästenachfrage bedienen, weiss allerdings nicht, wie man das adäquat organisieren soll.

Grote erklärte finalisierend, dass das Land die Armenhäuser in Nds sinngemäß im Stich lasse (ausser das Emsland, wo es einen umfangreichen Förderplan gibt – ich mutmaße mal, den hat die Meyerwerft mit beeinflusst) und beendete die Sitzung, dass man alles lösen könnte, wenn das Geld da wäre.
 
Mein persönliches Fazit:
Es braucht beherzte Investoren in Brl wie Herrn Bürger. Das scheint die WSB nicht zu sein. Es ist sehr schwach, dass Nüsse auf dieser Versammlung nicht erschienen ist. Wahrscheinlich weiss er warum - er hätte vermutlich eine Kritiklawine von Bürgern aus Brl bekommen. Man darf daher davon ausgehen, dass nicht nur im Ski-Forum Kritik an der WSB geübt wird, sondern auch bereits im Ort. Es kamen viele Fragen warum macht die WSB nicht dies und das…, die Grote mit seinem Wissen bestmöglich aber teilweise etwas hilflos zu beantworten versuchte?! Er selbst plädiert ja für den weiteren Ausbau, aber Gross bremst.

In anderen Bereichen im Ort sieht man überall wie gebaut, abgerissen und verbessert wird. Da werden Millionen investiert. Die WSB war Motor dieses Aufschwungs aber sie zieht offensichtlich nicht weiter mit und passt die Erfordernisse dem Aufschwung des Ortes an. Dadurch geraten dringende Maßnahmen in Stocken. Es kann m.E. nicht Aufgabe der Stadt sein, für die Parkplätze zu sorgen. Das ist Aufgabe der WSB nach dem Verursacherprinzip. In anderen Skigebieten finanzieren und bewirtschaften die Skigebiete die erforderlichen P überwiegend selbst, was die WSB zu vermeiden versucht. Wenn die Stadt in P investieren muss, dann fehlt das ohnehin knappe Geld in anderen Bereichen, z.Bsp. Stadtsanierung, Schwimmbad…usw. Auch Willingen steht unter dem Rettungsschirm, aber die ortsansässigen Geschäftsleute nehmen das Ruder selbst in die hand und schreien nicht nach der Gemeinde.

Nachdem ich nun den Stadtrat erleben durfte und deren Gesichter sehen konnte, gewinne ich den Eindruck, dass die WSB sich zum Blockierer entwickelt. Eine Seilbahn ist die primäre Wertschöpfungsinstitution und mit entsprechendem Verantwortungsbewusstsein muss ein Seilbahnbetreiber herangehen, sonst leidet der ganze Ort.

Angesichts der schwierigen topographischen Lage von BRL, wo eine Umgehungsstraße der B27 wg. Naturschutz nicht machbar ist, (wurde bereits vor 20 Jahren abgehakt), braucht es ein Engagement der WSB, um den durch sie erzeugten Verkehr in den Griff zu bekommen. Nüsses „einfache Lösung“ mit den Shuttles ist wenig hilfreich, wenn die WSB nicht dazu beiträgt, dass sie selbst den Ansturm lift/pistentechnisch schnell durch weitere Investitionen zu bewältigen bereit ist. Die Stadt kann dann nichts machen, was Grote dahingehend sinngemäß kommentierte, dass die Stadt einem privatwirtschaftlichen Unternehmer nicht vorschreiben könne, wie er mit seinem Geschäft umgehe.

Was mir noch aufgefallen ist im Vergleich zu den Stadt/Gemeinderäten in Willingen und Oberstdorf ist, dass in letztgenannten Orten ein viel höherer Sachverstand bei den Beteiligten vorherrscht. Die Diskussionen dort werden sehr gut vorbereitet auf einem deutlich höheren Niveau geführt.  Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die in Brl wirklich nicht wissen, wie sie den Run bewältigen sollen.

Ich meine, ohne die Kegelbahnweglösung geht es nicht – und die ist baurechtlich machbar, das ist für mich die positive Erkenntnis des Abends. Wie die in Brl nun damit umgehen - ob die einsehen, dass es die einzige nachhaltige Lösung sein wird, auch für den Sommer, da es nur 500m zur WSB zu Fuß sind, bleibt abzuwarten. Parkplätze an der Peripherie müssen die schaffen, und da ist der Kegelbahnweg der beste Standort. Die Bürgerliste hat die Variante Kegelbahnweg auf jeden Fall auf dem Prüfzettel und die machen auf mich den konstruktivsten Eindruck auch hinsichtlich ihres Vortrages  zur touristischen Gesamtsituation in Brl. 

Ich habe zu allerletzt noch darauf hingewiesen, dass die sich am Feldberg und in Winterberg umhören sollten. Dort wurden P+R Konzepte (am Feldberg auch getestet) verworfen, weil man zu dem Schluss kam, dass die Tagesgäste sie nicht nicht annehmen. Sie versuchen zunächst so nah wie möglich ranzukommen. Erst wenn sie nichts finden würden sie wieder rausfahren, aber durch den dadurch erzeugten Such-Rückstau verschlimmert es die Situation noch mehr.
Ein Experiment mit einem Skibus für Übernachtungsgäste kann/sollte man ausprobieren - entscheidend ist, dass es optimal geplant und in Abstimmung mit den Herbergen kommuniziert wird.

Last but not least etwas erfreuliches:
Unser Forum hat Einfluss. Es gibt Stadträte, die hier interessiert mitlesen, wie ich im externen Gespräch erfahren habe.


manitou

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #33 am: März 01, 2019, 01:24:25 Nachmittag »
P.S. Leute - für diesen Infobericht wünsche ich mir von Euch eine Saisonkarte bei Kukki oder der Mohntorte beim Brockenbäcker... schmeeist mal zusammen  :D

manitou

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #34 am: März 01, 2019, 01:51:31 Nachmittag »
Noch ein wichtiger NAchtrag: Im Stadtrat wurde erwähnt, dass die Schierker aus Naturschutzgründen auch nicht auf den kleinen Winterberg raufdürfen, d.h. was da jetzt kommt, ist da einzige was geht.

Ich find aber noch einen ganz anderen Aspekt interessant, der mir gestern auf der Heimfaht eingefallen ist:
Der Sonenberg ist für mich und die meisten Skifahrer kein attraktives Skigebiet (auch wenn jetzt der ein oder andere hier vielleicht protestieret). Es ist ein Auslaufmodell. Da nun die Stadt Brl Betreiber der Lifte ist, könnte man in Koop mit Schierke und der WSB den Sonnenberg gegenüber dem NP als Verhandlungsmasse einbringen, das dieses Skigebiet aufgegeben wird zugunsten der Genehmigung den Nordhang runterziehen zu dürfen. Sowas wird auch in anderen Regionen gemacht, u.a. am Feldberg für den Bau der 4KSB Fahl, und aktuell in Oberwiesenthal, wo man den 1SB aufgegeben hat. In Oberstdorf am Fellhorn wurde seinerzeit auf ähnliche Weise die DSB-Scheidtobel durch das NSG genehmigt.
Fakt ist, der Nordhang mit seiner Fichtenmonokultur ist keine sonderlich schützenswerte Vegetation. Sie liegt zudem nicht im Kerngebiet und ist daher für den NP eigentlich verzichtbar. Mit dem onnenhang bekommen sie Gelände in der Kernzone.

Ob sich die Harcorde-Fundis im Harz jedoch auf sowas einlassen würden?
« Letzte Änderung: März 01, 2019, 01:53:07 Nachmittag von manitou »

Schneefuchs

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #35 am: März 01, 2019, 02:32:59 Nachmittag »
Der Sonenberg ist für mich und die meisten Skifahrer kein attraktives Skigebiet (auch wenn jetzt der ein oder andere hier vielleicht protestieret). Es ist ein Auslaufmodell.

Das sehe ich auch so. Der Sonnenhang-Lift ist ja furchtbar kurz und läuft oft als einziger, der Grosse Sonnenberg ist oben immer irgendwie grasig, und der am ehesten interessanteste, der Sonnenblicklift, läuft nahezu nie.

Solche Schlepperchen stehen in den Alpen für die Anfänger an den Bergstationen. Interessiert sich da einer dafür? Und hier soll man extra dafür anreisen? Es hat mich schon gewundert dass die Stadt da noch Geld reingesteckt hat. Ein privater Investor hat sich ja nicht gefunden. Warum wohl?

Usul

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #36 am: März 01, 2019, 03:22:55 Nachmittag »
Etwas böse gesagt, reicht der Sonnenberg für 80% der Harz Skikunden. Auch wenn ich mich jetzt vielleicht nicht ganz beliebt bei jedem Leser mache.
Ich bezeichne mich als guten Skifahrer und habe dennoch einen halben Tag Spaß am Sonnenberg. Speziell, wenn man sich am Wurmberg die Beine absteht. Für mich immer noch Nr.5 im Harz:
Wurmberg
Hahnenklee
St. Andreasberg
Schulenberg
Sonnenberg
...


David

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #37 am: März 01, 2019, 03:24:38 Nachmittag »
Manitou, du wars! Habe 2 Stühle neben dir gesessen  ;)
Ein Aufenthalt zum entspannen: www.haus-christa-braunlage.com
Für Joomla!-Homepages: www.twinfish-webdesign.com

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #38 am: März 01, 2019, 03:40:48 Nachmittag »
Den Sonnenberg aufgeben zugunsten eines etwas verlängerten Nordhangs am Wurmberg würde ich ehrlich gesagt keinesfalls begrüßen.

Die kleineren Skigebiete im Harz (Sonnenberg, Torfhaus, Schulenberg, Ravensberg, Hohegeiß usw.) scheinen nicht mehr ganz zeitgemäß zu sein, dennoch füllen sie eine Lücke, sind — und da gebe ich Usul völlig recht — für die große Mehrzahl der Besucher im Harz völlig ausreichend und haben absolut ihre Berechtigung.

Es wäre fatal alles unnötig nur auf den Wurmberg zu konzentrieren und die anderen Skigebiete nach und nach zu schließen. Am Ende hat man einen Betreiber, der zwar gerne die Gewinne mitnimmt, aber nicht mehr macht, als unbedingt nötig und keinerlei Alternativen mehr im Harz.

Die anderen Skigebiete mögen zwar klein sein, aber die Betreiber sind im Regelfall extrem bemüht und tun was sie können, um ihren (treuen) Gästen etwas zu bieten. Das fängt damit an, dass es am MSB noch immer das beste Flutlicht-Angebot im Harz gibt, man in Hahnenklee kostenlos und direkt an der Piste parken kann, es in Schulenberg Lagerfeuer & Wildbratwurst vom Grill gibt, auf Torfhaus eine Cocktail-Bar aufgebaut wurde und am Sonnenberg der einzige Funpark im Harz steht.

Der Wurmberg hat natürlich ganz andere Voraussetzungen, aber auf diese Dinge möchte ich eigentlich nur ungern verzichten und es hat seinen Grund, warum ich im kompletten Februar nur sehr selten dort war und lieber einen Nachmittag zum Sonnenberg fahre oder gar Langlauf ausprobiere, als mich in die immer länger werdenden Warteschlangen am Wurmberg einzureihen.

Keines der genannten Skigebiete ist für sich genommen eine ernsthafte Konkurrenz für den Wurmberg — jedes Einzelne aber eine willkommene Abwechslung oder Ergänzung dazu, man muss halt nur wissen, worauf man gerade Lust hat.

PS: Besten Dank für den ausführlichen Bericht @manitou! :)

x86

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #39 am: März 01, 2019, 03:53:14 Nachmittag »
Danke für deinen Bericht, manitou!
P. S.: Ich wusste gar nicht, dass es hier ein Zeichenlimit für die Beiträge gibt  ;D

Der Sonenberg ist für mich und die meisten Skifahrer kein attraktives Skigebiet (auch wenn jetzt der ein oder andere hier vielleicht protestieret). Es ist ein Auslaufmodell.

Das sehe ich auch so. Der Sonnenhang-Lift ist ja furchtbar kurz und läuft oft als einziger, der Grosse Sonnenberg ist oben immer irgendwie grasig, und der am ehesten interessanteste, der Sonnenblicklift, läuft nahezu nie.

Solche Schlepperchen stehen in den Alpen für die Anfänger an den Bergstationen. Interessiert sich da einer dafür? Und hier soll man extra dafür anreisen? Es hat mich schon gewundert dass die Stadt da noch Geld reingesteckt hat. Ein privater Investor hat sich ja nicht gefunden. Warum wohl?
Also in anderen Mittelgebirgen (Winterberg) wird an solchen Hängen teils mächtig Kohle gescheffelt. Z. B. der Gr. Sonnenberg erschließt 3-4 Varianten. da ist für jeden Skifahrer was dabei und der Ausblick auf Wurmberg und Brocken ist wirklich klasse.

Wenn der NP natürlich keinerlei Veränderungen am Status quo zulässt, keine Beschneiung, nichtmal banale Toilettenhäuschen (sollen die Leute in den heiligen NP-Wald sch*?) ist das für keinen Investoren wirklich attraktiv. Da bringt die an sich exzellente Schneesicherheit auch nichts mehr (wobei es sicher eins der wenigen Gebiete ist, die sich auch mit Naturschnee noch einigermaßen rentabel betreiben ließen).
Bekanntermaßen stehen ja z. B. in Winterberg an so einem Hang eine 6KSB und mindestens Schneekanonen...das wäre zeitgemäß.

Dass BRL da nochmal etwas Geld reingesteckt hat, finde ich aber schon richtig. Zum einen aus o.g. Gründen und selbst wenn man mit dem NP tauschen wollte, muss man ja das Gebiet erstmal aufrecht erhalten. Für einen sowieso still gelegten Hang gibt der NP sicher keine seiner halb zerfressenen "Bergfichten" am Nordhang her...

Pistenbully

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #40 am: März 01, 2019, 04:46:42 Nachmittag »
Danke manitou, ein wirklich super Bericht.

Eine kleine Nachfrage hätte ich allerdings. Was hat die fehlgeplante WSB mit deren Windanfälligkeit zu tun ? Zu wenig Gondeln, zu langsame Geschwindigkeit, zu kleine Mittelstation … das ist alles klar. Aber wo ist der Bezug zur Windanfälligkeit ? Sind es die verkürzten Gehänge (weil man aus Kostengründen die alten Stationsgebäude weiter nutzen wollte ) ? 

manitou

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #41 am: März 01, 2019, 07:18:24 Nachmittag »
Manitou, du wars! Habe 2 Stühle neben dir gesessen  ;)
Das hättest Du Dir doch denken können bei meinen Statements... Du warst der mit weissem hemd und Brille?!

manitou

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #42 am: März 01, 2019, 07:24:57 Nachmittag »
Danke manitou, ein wirklich super Bericht.

Eine kleine Nachfrage hätte ich allerdings. Was hat die fehlgeplante WSB mit deren Windanfälligkeit zu tun ? Zu wenig Gondeln, zu langsame Geschwindigkeit, zu kleine Mittelstation … das ist alles klar. Aber wo ist der Bezug zur Windanfälligkeit ? Sind es die verkürzten Gehänge (weil man aus Kostengründen die alten Stationsgebäude weiter nutzen wollte ) ?
Es war ursprünglich auch eine 2Sektionenbahn für die WSB empfohlen worden (man kann beide Sektionen bei Bedarf getrennt voneinander befahren), die ebenfalls dem Rotstift unterzogen wurde. Sturm beeinträchtigt i.d.R. nur die obere Sektion, dann hätte man zumindest unten für Rodler etc. fahren können. So fällt alles aus.

Usul

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #43 am: März 02, 2019, 09:02:59 Vormittag »
Sie werden schon eine einfache Kosten-Nutzen Rechnung gemacht haben.

aletsch

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Re: Entwicklungen Braunlage
« Antwort #44 am: März 02, 2019, 12:42:29 Nachmittag »
...wahrscheinlich die gleiche, wie beim fixgeklemmten 4-er Sessel ::)

@manitou: Danke für den ausführlichen Bericht! Sehr interessant und ernüchternd zugleich... >:(
« Letzte Änderung: März 02, 2019, 12:58:47 Nachmittag von aletsch »