Autor Thema: Schierke 2000  (Gelesen 514054 mal)

Max

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2550 am: Dezember 16, 2017, 11:54:06 Nachmittag »
Okay und nun das, was für den Harz offenbar typisch ist: Wir haben uns schon auf der Hinfahrt ein Ticket für die Rückfahrt nach Braunlage gekauft. Der Bus kam und hielt dann auch pünktlich. Zu dem Zeitpunkt lag ca. 1cm nasser Schnee — der Busfahrer hat die Tür geöffnet, uns gefragt, ob wir nach Braunlage wollen, uns dann gesagt, dass er nicht lebensmüde sei (!!!) und ist dann gefahren.

Wir haben dann neben dem bereits bezahlten Ticket für den Bus der HVB noch ein Taxi nach Braunlage nehmen müssen. Eher unfreiwillig konnten wir uns dann sogar noch die Eröffnung des neuen Schierke Resort anschauen — schön, dass wir uns dort bei einem Getränk dann ein wenig aufwärmen konnten.

Die Feuerstein-Arena macht einen wirklich guten Eindruck, im "das Schierke" haben wir uns auch gut aufgehoben gefühlt, der Taxifahrer war super nett und dem Busfahrer wünsche ich einen schönen Feierabend, sofern er bei diesen Extrembedingungen überhaupt noch zurück nach Wernigerode gefunden hat. :-X

Es wirkt so, als wenn der Fisch immer vom Kopf her stinken würde — wird ein Unternehmen vernünftig geführt, dann vermeidet auch kein Mitarbeiter den lästigen Umweg über Braunlage (persönlicher Eindruck bei nur einem Fahrgast). So wiederum müssen sich die Harzer Verkehrsbetriebe den Spott einer Mitarbeiterin des Schierke gefallen lassen, die bei dem Wetter noch mit Sommerreifen problemlos durchkommen würde.

Warum kann im Harz nicht mal irgendetwas ohne Probleme funktionieren? Ich glaube der gewöhnliche Gast wäre nach so einer Aktion (zu recht) stinksauer…
« Letzte Änderung: Heute um 12:41:53 Vormittag von Max »

Harzwinter

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2551 am: Heute um 12:11:19 Vormittag »
Zitat
und ist dann gefahren.

D.h. der ist die Strecke in Richtung Braunlage sowieso gefahren und hat Euch trotzdem in Schierke stehen lassen? Kein Witz - schreib das unter Angabe aller Details an die lokale Bild-Zeitungsredaktion. Wer sich so verhält und äußert, sollte einen Bus nicht fahren, sondern fegen. Es gilt, hunderte von potenziellen Bus-Fahrgästen in der noch jungen Wintersaison vor so einem Willkür-Querulanten zu schützen. Wahrscheinlich war das sogar ein Verstoß gegen die Dienstvorschriften. Hat der erwartet, dass Ihr die Strecke von Schierke nach Braunlage dann lauft oder was ?!? Eine blanke Frechheit.

Max

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2552 am: Heute um 12:22:39 Vormittag »
Zitat
und ist dann gefahren.

D.h. der ist die Strecke in Richtung Braunlage sowieso gefahren und hat Euch trotzdem in Schierke stehen lassen? Kein Witz - schreib das unter Angabe aller Details an die lokale Bild-Zeitungsredaktion. Wer sich so verhält und äußert, sollte einen Bus nicht fahren, sondern fegen. Es gilt, hunderte von potenziellen Bus-Fahrgästen in der noch jungen Wintersaison vor so einem Willkür-Querulanten zu schützen. Wahrscheinlich war das sogar ein Verstoß gegen die Dienstvorschriften. Hat der erwartet, dass Ihr die Strecke von Schierke nach Braunlage dann lauft oder was ?!? Eine blanke Frechheit.

Nein, er wollte sich offenbar den Weg nach Braunlage komplett sparen, d.h. direkt ab Schierke zurück nach Wernigerode fahren und (da letzter Bus des Tages) vermutlich Feierabend machen. Zugegeben, in Schierke standen nur noch meine Freundin und ich und im Bus saß exakt ein Fahrgast, aber das kann es trotzdem nicht sein.

Wir sind dann zu Fuß durch Schierke gelaufen (schöner Ort übrigens — gerade, wenn es so verschneit ist), haben uns noch etwas im neuen Schierke Resort aufgewärmt und uns dann ein Taxi zurück nach Braunlage genommen. Der Fahrer (wie gesagt, super nett übrigens) konnte das, was der Busfahrer da gemacht hat, bei den Verhältnissen überhaupt nicht nachvollziehen. Er hat ehrlich gesagt, dass er damit natürlich Geld verdient, es aber schwach sei, dass so etwas offenbar häufiger vorkommt und gerade bei einem so wichtigen Event wie der Eröffnung der Feuerstein-Arena keinesfalls passieren darf.

Ich gebe ihm da völlig recht — das geht einfach nicht (rechtlich habe ich allerdings keine Ahnung, wie das mit dem Personenbeförderungsgesetz aussieht).

Doppelmayr

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2553 am: Heute um 01:06:26 Vormittag »
Dann verlegt doch endlich die verdammte Trasse auf den Gipfel vom kleinen Winterberg...

Dieser Standort wäre fü den Sommerbetrieb unbrauchbar - und ohne Sommerbetrieb funktioniert das Projekt nicht. Es ist im Sommer eh schon wackelig, solange die Bahn nicht auf den Wurmberggipfel geführt werden kann.

Ich frag mich grad, wo soll die alternative Bergstation hin, wenn Bürger dann noch einen Tellerlift braucht, um zum Loipenhaus zu kommen?!
Es scheint, als ob sie in die Mulde zwischen Loipenhaus und kl. Winterbegr soll.  Ein Übungsförderband wäre eh sinnvoll dort oben (war ja auch mal vorgesehen und wurde dann weggespart). Das Hauptproblem dieses Alternativstandortes wäre, dass man von dort nicht auf Ski zum Kaffeehorst kommt, ohne eine Piste auf dem Grünen Band zu bauen - und da wäre der nächste Streß mit den Umweltfreaks vorprogrammiert. Alternativ müsste man sonst mit dem Förderband/Tellerlift zum Loipenhaus und von dort auf der Bratwurstabfahrt zum Kaffeehorst.
Das wäre eine unzumutbare Engestelle - und im Sinne von Nüsse "nicht vernünftig"!

Um in der verfahrenen Situation eine gescheite Lösung zu schaffen, braucht es nun die vernünftige Koop mit der WSB. Die Mittelstation wird aus dem Morrwald ruasgelegt und die Bergstation muss auf den Wurmberg-Gipfel. 
Zudem müssen auch die Umweltfreaks ein kleines Opfer bringen und die Querung des grünen Bandes erlauben, um vom Kaffeehorst eine 4SB auf den kl. Winterberg zu bauen (wie ursprünglich mal geplant). Das ergibt zwei nette kurze rote Abfahrten vom. kl. Winterberg in beide Richtungen - zudem einen Zubringer zur blauen Schierke-Abfahrt. Damit wäre eine sinnvolle Angebotsergänzung und Entlastung für den Wurmberg geschaffen. Nüsse wird jedoch nicht umhin kommen eine 6KSB Hexenritt zu bauen.   

Um sowas zu realisieren müssen alle Beteiligten an einen Tisch:
WSB, Brl, Nds, SA, Bürger, WR, BUND, Dalbert. Wer sich dann da verweigert, wäre ein Lindner!

@ Mani:

Ich habe mir eben noch einmal die Machbarkeitsstudie von input aus dem Jahr 2014 angesehen und ich teile deine Vermutung.  Der neue Standort der Bergstation würde höchstwahrscheinlich an dem damalig geplanten Punkt "Sammelplatz und Spieldorf"am Fuße vom kleinen Winterberg liegen. Von dort waren seinerzeit zwei hintereinander liegende 180 Meter lange Förderbänder angedacht. Alternativ könnte man aber auch einen 400 Meter langen fix geklemmten 4er Sessel hinstellen, welcher parallel zum grünen Band auf anhaltinischer Seite bis direkt vor das Loipenhaus liefe, ohne dieses anzutasten. Dann wäre der Übergang und Anschluß nach Niedersachsen wieder genau dort wo ursprünglich geplant direkt am Loipenhaus. Den Sessellift könnte man auch im Sommer für die Wanderer nutzen. Die WSB wird den Gipfel für eine weitere Seilbahnbergstation niemals hergeben. Abgesehen davon, wäre auch gar kein Platz mehr dafür vorhanden.