Autor Thema: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“  (Gelesen 531981 mal)

Falkenstein

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1125 am: November 30, 2022, 05:18:12 Nachmittag »
@Schneefuchs: da kann nichts gutes drin stehen für die Skialpinfreunde im Harz…
Aus einem anderen Artikel ist zu lesen:
1. Reduzierung der Beschneiungsanlage
2. kein „Neubau“ der Hahnenkammabfahrt am Bocksberg
Was soll das? - welcher Feriengast bucht einen dauerhaften Aufenthalt nur wegen einer Sommerrodelbahn?- ich glaube den Investor gehts mehr um die Tagesgäste.. sehr schade.
https://regionalheute.de/goslar/vertrag-unterzeichnet-zweite-sommerrodelbahn-kommt-goslar-harz-1669815800/
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steff

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1126 am: November 30, 2022, 06:32:49 Nachmittag »
Ich finde es gruselig, was auf dem Bocksberg geschieht. Diese langsamen Sommerrodelbahnen verschandeln die Landschaft und passen eher in einen Freizeitpark.

Usul

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1127 am: Dezember 01, 2022, 09:29:54 Vormittag »
Steff, warst Du schon mal oben? Die vorhandene sieht man kaum (ich war allerdings 2 Jahre nicht mehr oben, dank Corona und dnaach Schneelosigkeit. Was der Borkenkäfer gemacht hat...?!?), ist auch nicht wirklich laut.
Sie generiert eine gute Auslastung der Seilbahn im Sommer wie im Winter

Von der Hahnenkamm-Abfahrt hatte ich als Lokal noch nie gehört. Ich kenne dort nur Familienabfahrt, roter Bock, schwarzer Bock und die Freestyle. Das die "Bock" Abfahrten wohl wegfallen ist schade. Hat mit dem Deal allerdings nichts zu tun.
Das der Wasserdruck gar nicht für alle Schneekanonen dort reicht, wurde hier im Forum schon geschrieben. Der "Deal" bedarf also letztendlich nur eine Umsetzung von Kanonen. Allerdings standen die Jahre zwei Kanonen gerade oben auf dem Böckchen. Da sie das kleine Förderband zurückbauen wollen (unten an die eigentlich Übungswiese setzen?). Machte auch Sinn, da es der höchste Punkt war. Jetzt können diese auf die Familienabfahrt gesetzt werden und die alten Kanonen dort abgebaut.

Allerdings bleibt die Tatsache, dass Hahnenklee sehr tief liegt. Sie hören in dort auf, wo der Wurmberg anfängt und gerade diese 2-3 Grad Temperaturgefälle waren in den letzten Jahren sehr wichtig, um überhaupt beschneien zu können.

Auch wenn mein Skifahrerherz weint, verstehe ich die wirtschaftliche Ausrichtung.

playjam

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1128 am: Dezember 01, 2022, 12:55:38 Nachmittag »
[...]
Allerdings bleibt die Tatsache, dass Hahnenklee sehr tief liegt. Sie hören in dort auf, wo der Wurmberg anfängt und gerade diese 2-3 Grad Temperaturgefälle waren in den letzten Jahren sehr wichtig, um überhaupt beschneien zu können.

Auch wenn mein Skifahrerherz weint, verstehe ich die wirtschaftliche Ausrichtung.

Ich vermute, wären die Betrieber Snowmaker- statt Sommerrodelbahn-Hersteller, sähe die wirtschaftliche Ausrichtung ganz anders aus.

Im Artikel wird bereits der Abriss und Ersatz der 52 Jahre alten Seilbahn angesprochen. Vielleicht kommt da doch noch ein WiLi hin.

steff

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1129 am: Dezember 01, 2022, 04:00:20 Nachmittag »
Hallo Usul, ich kenne den Bocksberg seit fast 50 Jahren. Mitte der 70er stand ich da auf Skiern: vereister unebener Untergrund, nichts präpariert.. nicht fahrbar.
Die Wintersportmöglichkeiten waren auch früher zumindest unsicher. Vor 20 Jahren hab ich auf der beschneiten Familienabfahrt auch Snowboard gelernt und bin öfters hingefahren. Aber die hier bereits beschriebene, damalige nicht vorhandene Servicebereitschaft mit der leider wiederholt erlebten Weigerung, die rote und schwarze Piste trotz guter Schneelage zu öffnen, hat bei mir -  wie bei vielen anderen auch - dazu geführt, andere Ziele im Winter anzusteuern. Angeblich gäbe es keine Pistenraupen, die solch steile Pisten präparieren können.  Harzer Märchenstunde😟
Die bessere Höhenlage am Wurmberg ist mir bekannt. Aber um Hahnenklee gibt es- anders als am Wurmberg - mehrere Teiche.
Dass das Wiegand-  Angebot gut angenommen ist, ist ja für die Firma positiv. Leider generiert das keine Übernachtungen in Hahnenklee und auch nicht in Thale. Die „Attraktionen“ auf dem Hexentanzplatz finde ich auch deplatziert. Am wenigsten kann ich nachvollziehen, warum Knolle &Co dabei keine Magenkrämpfe bekommen. Sie sind offenbar ideologisch bedingt blind.


Usul

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1130 am: Dezember 01, 2022, 05:13:17 Nachmittag »
Wo soll man das Wasser denn herholen? Die Grumbacher Teiche? Die sind Teil des Unesco Weltkulturerbe Oberharzer Wasserregal, nahezu unantastbar. Bliebe noch der Kranicher Teich. Da müsste eine Pipeline durch den Ortsteil gezogen werden. Und auch der (die) ist Teil des Wasserregals. Aber das ist eigentlich alles unwichtig. Das Hauptproblem ist nunmal die Höhenlage, die einfach viel zu selten eine effiziente Beschneiung ermöglicht. In der Höhe kann man es nur wie Winterberg machen. Die stärkste Beschneiungsanlage pro m² Europas bauen, glücklich sein, dass man größenteils nicht im Landschaftsschutzgebiet liegt (habe sogar ein Gerücht gelesen, dass die Fläche teilweise als Industriegebiet ausgewiesen ist, kann das wer bestätigen?), unzählige Schneiteiche bauen und jede Sekunde im Schneibereich schießen. Durch das nahe Ruhr hält das dortige Stromnetz auch den Strombedarf aus.

Aber eigentlich war das Thema ja, die Verschandelung des Berges... wie erwähnt, mich stören die Dinger nicht wirklich. Selbst auf dem Bocksberg ist es nur ein kleiner Teil und es sind Dutzende Kuppen wie diese rund herum. 5min mit dem Fahrrad und Du siehst keinen Menschen mehr.

Wo ich Dir zustimmen muss, ist eindeutig die Qualität der Skipisten früher  ;D .  Ich lache hier häufig über die Beschwerden der heutigen Pistenqualität ;). Auch ich kenne die Zustände in den 80er Jahren sehr gut. So zwei bis drei mal im Jahr waren wir dort Skifahren (hatten immer Gondelfreikarten, die verfahren werden mussten). Stau Gedränge, Genervtheit, Überlastung der Mitarbeiter sind bis heute bei mir eingebrannt. Aber auch Spaß...

Max

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1131 am: Dezember 01, 2022, 10:03:19 Nachmittag »
Wo ich Dir zustimmen muss, ist eindeutig die Qualität der Skipisten früher  ;D .  Ich lache hier häufig über die Beschwerden der heutigen Pistenqualität ;). Auch ich kenne die Zustände in den 80er Jahren sehr gut.

Ganz so weit muss man da gar nicht zurückdenken würde ich sagen. Vor dem Ausbau des Skigebiets war das auch am Wurmberg nicht selten eine ziemlich haarige Angelegenheit… ;D

playjam

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1132 am: Dezember 01, 2022, 10:17:59 Nachmittag »
Wo ich Dir zustimmen muss, ist eindeutig die Qualität der Skipisten früher  ;D .  Ich lache hier häufig über die Beschwerden der heutigen Pistenqualität ;). Auch ich kenne die Zustände in den 80er Jahren sehr gut.

Ganz so weit muss man da gar nicht zurückdenken würde ich sagen. Vor dem Ausbau des Skigebiets war das auch am Wurmberg nicht selten eine ziemlich haarige Angelegenheit… ;D

Auch am Wurmberg vor der Modernisierung mit Beschneiung: Regelmäßig nach den Zeugnisferien vereiste Pisten und apere Stellen aufgrund der enormen Beanspruchung.

Falkenstein

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1133 am: Dezember 01, 2022, 10:55:50 Nachmittag »
Eine gut ausgebaute Beschneiungsanlage gehört einfach zu einem Skigebiet heutzutage. Selbst in den Alpen wird bis hoch beschneit. Der Bocksberg liegt zwar mit 520-726 Metern ü.NN nicht so hoch und ist auch klimatisch nicht so schön eingebettet wie z.B. der Sonnenberg, hätte aber neben dem Ravensberg ein gutes Skialpin-Potential. Der Bocksberg würde mit allen Pisten alle Schwierigkeitsgrade von Blau bis Schwarz abdecken. Die Anlage eines Schneiteichs oder Entnahme von vorhandenen Teichen ist eine Frage des Willens von Investor und Politik. Nur die Zielrichtung der Inhaber geht eher Richtung Sommertourismus. Die Hahnenkammabfahrt wäre übrigens zwischen der sogenannten Freestyle und der Familienabfahrt geplant gewesen. Meiner Meinung nach ist das jetzt kein großer Verlust. Siehe Karte: https://www.goslar.de/images/pdf/wohnen-bauen/bebauungsplaene/goslar/511_Bocksberg_Hahnenklee.pdf
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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1134 am: Dezember 01, 2022, 11:38:08 Nachmittag »
Im Artikel wird bereits der Abriss und Ersatz der 52 Jahre alten Seilbahn angesprochen. Vielleicht kommt da doch noch ein WiLi hin.
:o
In welchem Artikel?


(habe sogar ein Gerücht gelesen, dass die Fläche [des Skiliftkarussells Winterberg] teilweise als Industriegebiet ausgewiesen ist, kann das wer bestätigen?),
Optisch ist man teilweise jedenfalls sehr nah dran am Industriegebiet ;-)

Schneefuchs

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1135 am: Dezember 02, 2022, 07:30:21 Vormittag »
(habe sogar ein Gerücht gelesen, dass die Fläche [des Skiliftkarussells Winterberg] teilweise als Industriegebiet ausgewiesen ist, kann das wer bestätigen?),
Optisch ist man teilweise jedenfalls sehr nah dran am Industriegebiet ;-)

Und akustisch in einem Freizeitpark, das finde ich persönlich noch schlimmer als das Landschaftsbild.

playjam

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1136 am: Dezember 02, 2022, 12:41:27 Nachmittag »
Im Artikel wird bereits der Abriss und Ersatz der 52 Jahre alten Seilbahn angesprochen. Vielleicht kommt da doch noch ein WiLi hin.
:o
In welchem Artikel?

Zweite Sommerrodelbahn für Hahnenklee: Baubeginn im Frühjahr (goslarsche.de, 30.11.22):
(Nicht-wörtlich) Ortsbürgermeister und HTG-Aufsichtsratschef Heinrich Wilgenbus: Irgendwann müssten sie auch an die 52 Jahre alte Seilbahn ran.
Betreiber Heiko Rataj: Genau solche Fragen des Ersatzbaus würde der öffentlich-rechtlicher Vertrag mit Stadt und Landkreis regeln.


manitou

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1137 am: Dezember 03, 2022, 12:11:34 Vormittag »
In der Höhe kann man es nur wie Winterberg machen. Die stärkste Beschneiungsanlage pro m² Europas bauen, glücklich sein, dass man größenteils nicht im Landschaftsschutzgebiet liegt (habe sogar ein Gerücht gelesen, dass die Fläche teilweise als Industriegebiet ausgewiesen ist, kann das wer bestätigen?), unzählige Schneiteiche bauen und jede Sekunde im Schneibereich schießen.
Es ist kein Industriegebiet , aber eine baurechtliche Sonderzone - ungefähr wie ein Freizeitpark. Innerhalb dieser Zone können die daher recht frei bauen, ohne dass die Naturschützer protestieren. Nach meinen Infos wurde dieses Einvernehmen vor ca. 20 Jahren auch mit dem Naturschutz geschlossen, wobei der Kahle Asten als Tabuzone deklariert wurde.

Deshalb laufen die Naturschützer jetzt gegen die geplanten Skigebietsverbindungen nach Neuastenberg über den Kahlen Asten an, da sie die Meinung vertreten, dass das SLK damit die Abmachungen bricht. Der Konflikt wird jedoch nicht öffentlich ausgetragen wie im Harz. Eher sieht es so aus, dass es irgendwann eine Pressemeldung gibt, die Verbindung kommt oder sie kommt aus Naturschutzgründen nicht.

TUCler

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Re: Bocksberg-Seilbahn Projekt „Hahnenkleer Erlebnisberg“
« Antwort #1138 am: Dezember 05, 2022, 12:07:38 Nachmittag »
Hallo Usul, ich kenne den Bocksberg seit fast 50 Jahren. Mitte der 70er stand ich da auf Skiern: vereister unebener Untergrund, nichts präpariert.. nicht fahrbar.
Die Wintersportmöglichkeiten waren auch früher zumindest unsicher. Vor 20 Jahren hab ich auf der beschneiten Familienabfahrt auch Snowboard gelernt und bin öfters hingefahren. Aber die hier bereits beschriebene, damalige nicht vorhandene Servicebereitschaft mit der leider wiederholt erlebten Weigerung, die rote und schwarze Piste trotz guter Schneelage zu öffnen, hat bei mir -  wie bei vielen anderen auch - dazu geführt, andere Ziele im Winter anzusteuern. Angeblich gäbe es keine Pistenraupen, die solch steile Pisten präparieren können.  Harzer Märchenstunde😟
Die bessere Höhenlage am Wurmberg ist mir bekannt. Aber um Hahnenklee gibt es- anders als am Wurmberg - mehrere Teiche. [...]

Deckt sich leider mit meinen Erfahrungen. Rote und schwarze Piste (die vielleicht attraktivsten Pisten im ganzen Harz) waren de facto nie geöffnet. Das liegt auch daran, dass man die Wiese nicht mäht. Auch bei 30 cm Naturschnee schaute da oft noch das Gras raus. Ist ja heute bei der Familienabfahrt das gleiche Problem.

Beschneiung ist eine Frage des Willens des Betreibers / Investors. Ob überhaupt jemand in den 2020er Jahren noch auf dieser geringen Höhenlage in Beschneiung investieren möchte, zweifle ich allerdings ohnehin an. Das hätte man in den 1990ern machen müssen... und man wäre heute ein reicher Mann / Frau.   

« Letzte Änderung: Dezember 05, 2022, 12:14:16 Nachmittag von TUCler »