Autor Thema: Harz in der Presse  (Gelesen 165963 mal)

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1110 am: November 22, 2017, 07:27:33 Vormittag »
9 Euro damit man dann +1 Stunde ansteht um auf den  Berg zu kommen?
Das denken der Stadt: die Gäste sind ja dann schon im Ort und lassen Geld. Das diese aber wegen der familienunfreundlichen Preise nicht wieder kommen und es negative  Presse gibt, soweit denken die nicht. Hier müssen  andere Foderungen her oder endlich einen Skibus.

Bin gespannt wie die Braunläger dann reagieren, wenn der Ort verstopft ist mit Flachlandtirolern, die jeden cm zuparken.

Vor allen Dingen ist es ja so, dass viele an den Wochenenden früh sein werden, wenn sie überhaupt einen Parkplatz bekommen bzw. bis zum Hexenritt gefahren sind. Wenn sie dann erst einmal stehen und sich langsam umziehen wird vermutlich kaum noch jemand auf die Idee kommen sich ggf. doch noch anders zu entscheiden und wieder zu fahren — was die negative Presse und Reviews angeht, so können sich WSB und Stadt sich dessen aber gewiss sein.

Auch wenn es vielleicht notwendig erscheint die Preise zu erhöhen, aber das wird sicherlich für viel Unmut sorgen…

Usul

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1111 am: November 22, 2017, 07:59:40 Vormittag »
Glaubt Ihr echt, dass einer wegen 3€ am Tag wegbleiben würde, oder dass eine Familie wegen diesem Betrag 500m mit Skiklamotten laufen würde?
Gucken wir uns die Zielkundschaft an, sowohl in Hannover, als auch Hamburg hatte ich schon Parkhäuse, die 4€ pro Stunde verlangt haben.

Skibus? Wer hat hier ein Interesse daran (und würden dafür zahlen)? Eigentlich nur die Beherbungsbetriebe. Wenn der geplante Ausweichparkplatz in Betrieb genommen werden sollte, müsste hier ein Shuttleservice eingesetzt werden. Der liese sich aus den Mehrerlösen des Parkplatzes oder einen kleinen Obolus der Nutzer gegenfinanzieren.

Und Braunlage ist mehr als pleite. Die Zusagen aus dem Zukunftspakt mit dem Land Niedersachsen können sie nicht einhalten, also sind sie gezwungen Steuern und Gebühren anzuheben, wenn der Rat der Stadt nächstes Jahr noch irgendwas zu sagen haben will.

Die Alternative wäre, jetzt alles so zu lassen. Mit der Folge, dass Niedersachsen die Geduld ausgeht und Braunlage im nächsten Jahr unter Zwangsverwaltung setzt. Dann wird alles finanzielle aus Hannover gesteuert und der städtische Haushalt auf die gesetzlich vorgeschrieben Leistungen gekürzt. Damit würden alle freiwilligen Leistungen wegfallen.
Das wären: der Unterhalt eines defizitären Eisstadions, der Unterhalt einer Schwimmhalle, die (erfolgte) Sanierung einer Forststraße (Weg zum Hexenrittparkplatz), Förderung von Vereinen, Umgestaltung von städtischen Einrichtungen und Plätzen.

Das Problem an einem Aufschwung ist, dass Steuergelder erst Jahre später fließen. Erst wenn die Abschreibungen getätigt sind, wird buchhalterisch Gewinn erwirtschaftet. Erst dann kommt Gewerbesteuer in die Kassen. Das dauert min. 5-10 Jahre. Wenn sich Politiker also nach 1 Legislaturperiode damit brüsten, die Einnahmen signifikant erhöht zu haben, ist es meistens der eingestrichene Erfolg der Vorgänger oder schlicht weg Zufall ;)


Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1112 am: November 22, 2017, 09:12:29 Vormittag »
Glaubt Ihr echt, dass einer wegen 3€ am Tag wegbleiben würde, oder dass eine Familie wegen diesem Betrag 500m mit Skiklamotten laufen würde?
Gucken wir uns die Zielkundschaft an, sowohl in Hannover, als auch Hamburg hatte ich schon Parkhäuse, die 4€ pro Stunde verlangt haben.

Skibus? Wer hat hier ein Interesse daran (und würden dafür zahlen)? Eigentlich nur die Beherbungsbetriebe. Wenn der geplante Ausweichparkplatz in Betrieb genommen werden sollte, müsste hier ein Shuttleservice eingesetzt werden. Der liese sich aus den Mehrerlösen des Parkplatzes oder einen kleinen Obolus der Nutzer gegenfinanzieren.

Und Braunlage ist mehr als pleite. Die Zusagen aus dem Zukunftspakt mit dem Land Niedersachsen können sie nicht einhalten, also sind sie gezwungen Steuern und Gebühren anzuheben, wenn der Rat der Stadt nächstes Jahr noch irgendwas zu sagen haben will.

Die Alternative wäre, jetzt alles so zu lassen. Mit der Folge, dass Niedersachsen die Geduld ausgeht und Braunlage im nächsten Jahr unter Zwangsverwaltung setzt. Dann wird alles finanzielle aus Hannover gesteuert und der städtische Haushalt auf die gesetzlich vorgeschrieben Leistungen gekürzt. Damit würden alle freiwilligen Leistungen wegfallen.
Das wären: der Unterhalt eines defizitären Eisstadions, der Unterhalt einer Schwimmhalle, die (erfolgte) Sanierung einer Forststraße (Weg zum Hexenrittparkplatz), Förderung von Vereinen, Umgestaltung von städtischen Einrichtungen und Plätzen.

Das Problem an einem Aufschwung ist, dass Steuergelder erst Jahre später fließen. Erst wenn die Abschreibungen getätigt sind, wird buchhalterisch Gewinn erwirtschaftet. Erst dann kommt Gewerbesteuer in die Kassen. Das dauert min. 5-10 Jahre. Wenn sich Politiker also nach 1 Legislaturperiode damit brüsten, die Einnahmen signifikant erhöht zu haben, ist es meistens der eingestrichene Erfolg der Vorgänger oder schlicht weg Zufall ;)

An sich gebe ich Dir völlig recht, aber man darf ggf. nicht vergessen, dass viele Besucher (gerade die, die vielleicht noch nicht allzu häufig am Wurmberg waren und die Situation kennen) ohnehin schon schwer genervt sind an Wochenenden. Die Preise der WSB sind da teilweise für die gebotene Leistung schon hoch und wenn man dann für teilweise 2 Stunden+ an der Seilbahn anstehen noch einmal fast 10€ für's Parken bezahlen muss, dann kann ich sicherlich nachvollziehen, wenn die Stimmung in der Warteschlange zumindest nicht besser wird. ;)

Ich glaube wie gesagt nicht, dass jemand, der erst einmal einen Parkplatz bekommen hat, sich wieder ins Auto setzt und dann in der Stadt parkt. Auch denke ich nicht, dass es allzu viele Wintersportler gibt, die bewusst im Ort parken und dann zu Fuß zur Seilbahn gehen — dafür ist es gerade für Skifahrer schlicht zu unbequem.

Insgesamt schwierig und ich verstehe durchaus die Situation der Stadt Braunlage, aber ich denke man sollte den Bogen nicht allzu sehr überspannen. Ja, die Menschen kommen und wollen auf den Wurmberg (insbesondere am Wochenende) und das ist natürlich eine sehr komfortable Situation. Zusammen mit den doch recht hohen Preisen der WSB selber und den begrenzten Kapazitäten braucht man sich aber nicht wundern, wenn einige Besucher am Ende des Tages mit der gebotenen Leistung nicht einverstanden sind (im Prinzip hört man das auch jetzt schon häufig, wenn man am Wochenende in der Schlange steht oder daran vorbeigeht).

Interessant wäre da bspw. eine Koppelung der Preise für's Parken mit den gekauften Tickets für die Seilbahn. Wenn es bspw. für jedes Tagesticket einen 2,50€ Rabatt-Coupon auf's Parken geben würde, würden bspw. 4 Wintersportler die zusammen im Auto anreisen und zusammen 128€ am Berg lassen kostenlos parken, während der einzelne Wanderer zur Kasse gebeten wird.

Ich weiß natürlich nicht, ob so etwas mit den Parkautomaten möglich wäre — es wäre jedoch ein möglicher Weg um Anreize zu schaffen statt eines Stunden- ein Tagesticket zu nehmen und vielleicht mit mehreren Leuten gemeinsam hinzufahren.

Usul

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1113 am: November 22, 2017, 09:37:50 Vormittag »
Das wäre einfach zu lösen. Nachmittags sind die Kassen nicht ausgelastet. Da könnte man eine Rückvergütung seitens der WSB gegen Vorlage der Parkquittung als Marketingmaßnahme veranlassen.
Wenn man morgens schon beim Verkauf eine Art Wertcoupon mit ausgibt, ist dies eine Sache von Sekunden rein organisatorisch. Oder man macht es gleich morgens bei Vorlage der Parkkarte und Kauf eines Tagestickets. Das ist überhaupt kein Problem, wenn die WSB es wünscht. Aber Marketing ist in diesem Fall WSB Aufgabe, wenn sie es als nötig erachten.

manitou

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1114 am: November 22, 2017, 10:15:16 Vormittag »
..wie von Usul geschildert, steckt Brl in einem Dilemma - und auch ich glaube, dass die Lute die 9€ zähneknirschend zahlen - aber es hinterlässt eine negative "Wucher" Erinnerung und ist für das Image von Brl nicht unbedingt förderlich!

Hier mal ein paar Parkplatzvergleiche:
Willingen: kostenlos; Winterberg: ca. 2/3 kostenlos - andere 4€; Fellhorn 1€; Kleinwalsertal u. Nebelhorn kommunale Parkplätze 5€ (2€ Rv durch Bergbahn); Ofterschwang, Bolsterlang, Balderschwang kostenlos; Oberjoch kommunale Parkplätze 5€; Arber: kostenlos; GaPa Zugspitze/Eibsee 3,50€; GaPa Hausberg kostenlos

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1115 am: November 22, 2017, 10:25:52 Vormittag »
Eine Rückvergütung seitens der WSB wäre kontraproduktiv. Die Stadt Braunlage profitiert als Miteigentümer von den Einnahmen der WSB.

Aus Sicht eines Stadtbewohners wie mir sind 9 Euro Parkgebühren normal. Die Nachfrage nach Parkplätzen an der Wurmberg-Seilbahn ist so hoch, dass eine Preissteigerung auch über 9 Euro hinaus problemlos möglich ist.

Gerade vor dem Hintergrund, dass die Steuern für Betriebe und Immobilienbesitzer in Braunlage aufgrund der Kassenlage erhöht werden müssen, halte ich es nur für fair, wenn sich die Tagesbesucher aus den umliegenden Orten auch an den Kosten der touristischen Infrastruktur angemessen beteiligen. 

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1116 am: November 22, 2017, 10:30:28 Vormittag »
[...]
Hier mal ein paar Parkplatzvergleiche:
Willingen: kostenlos; Winterberg: ca. 2/3 kostenlos - andere 4€; Fellhorn 1€; Kleinwalsertal u. Nebelhorn kommunale Parkplätze 5€ (2€ Rv durch Bergbahn); Ofterschwang, Bolsterlang, Balderschwang kostenlos; Oberjoch kommunale Parkplätze 5€; Arber: kostenlos; GaPa Zugspitze/Eibsee 3,50€; GaPa Hausberg kostenlos

In St. Moritz zahlt man über 20 CHF für einen Tag.

x86

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1117 am: November 22, 2017, 03:50:46 Nachmittag »
Hier mal ein paar Parkplatzvergleiche:
Willingen: kostenlos; Winterberg: ca. 2/3 kostenlos - andere 4€;

Wenn man bedenkt, dass die Nachfrage in BRL annähernd so groß ist, wie im Sauerland, das Angebot aber viel kleiner, sind die höheren Preise nur logisch. Das höhere Preisniveau im Harz (darum ist BRL/Schierke wohl das St. Moritz des Nordens  ;)) spiegelt sich ja auch im Tageskartenpreis von 32 € wieder (3€ weniger als in Winterberg).

manitou

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1118 am: November 22, 2017, 10:27:38 Nachmittag »
Wenn man bedenkt, dass die Nachfrage in BRL annähernd so groß ist, wie im Sauerland, das Angebot aber viel kleiner, sind die höheren Preise nur logisch. Das höhere Preisniveau im Harz (darum ist BRL/Schierke wohl das St. Moritz des Nordens  ;)) spiegelt sich ja auch im Tageskartenpreis von 32 € wieder (3€ weniger als in Winterberg).
...und man geniesst im nordischen St. Moritz dafür am WoE einen einmaligen Wartekomfort von 30 Min.!

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1119 am: November 22, 2017, 10:32:42 Nachmittag »
Wenn man bedenkt, dass die Nachfrage in BRL annähernd so groß ist, wie im Sauerland, das Angebot aber viel kleiner, sind die höheren Preise nur logisch. Das höhere Preisniveau im Harz (darum ist BRL/Schierke wohl das St. Moritz des Nordens  ;)) spiegelt sich ja auch im Tageskartenpreis von 32 € wieder (3€ weniger als in Winterberg).
...und man geniesst im nordischen St. Moritz dafür am WoE einen einmaligen Wartekomfort von 30 Min.!

Mindestens...
Aber die High Society lässt es doch eh entspannt angehen! 😜

manitou

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1120 am: November 23, 2017, 02:28:16 Nachmittag »
...das könnte ja mal ne ganz neue Marketinstrategie werden für die WSB!  ;D

TUCler

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #1121 am: November 23, 2017, 03:23:02 Nachmittag »
Falls es noch nicht angesprochen wurde, am Samstag kommt im Ersten der zweite der Teil der in Sankt Andreasberg gedrehten Krimireihe harter Brocken:

Zitat
Spielfilm Deutschland 2017

Eine Schießerei, fünf Todesopfer und er selbst verwundet – im sonst so ruhigen Revier des Dorfpolizisten Frank Koops geht es zu wie einst im Wilden Westen. Das Blutbad in Auftrag gegeben hat der inhaftierte Mafiaboss Petrovic, der mit allen Mitteln eine Kronzeugin beseitigen möchte, die unter höchster Geheimhaltung im beschaulichen St. Andreasberg versteckt wurde.

Für den Schutz der Zeugin war die LKA-Beamtin Christiane Kuschnereit, eine Jugendfreundin von Frank Koops, verantwortlich. Sie hatte zu Recht befürchtet, dass es "Maulwürfe" bei der Polizei geben muss. Im Sterben weiht sie Koops nach dem Schusswechsel mit Petrovics Killern in ein Geheimnis ein: Die vermeintliche Kronzeugin war eine Beamtin, die wahre Matilda Schönemann hält sich weiter unter falschem Namen im Ort auf.

Koops übernimmt die gefährliche Aufgabe, die junge Frau unversehrt zur Gerichtsverhandlung zu bringen. Außer seinem Freund, dem Postboten und selbsternannten Wyatt-Earp-Experten Heiner, kann der kauzige Polizist keinem trauen – schon gar nicht dem LKA-Duo Benedikt und Gottschalk, das schon bald die Ermittlungen übernimmt.
Quelle: http://www.daserste.de/programm/index