Autor Thema: Harz in der Presse  (Gelesen 124254 mal)

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #945 am: Mai 29, 2017, 11:23:40 Vormittag »
[...]
In dem Zusammenhang noch eine andere Frage und zwar ist mir bei der genau der Fahrt aufgefallen, dass der NP oben rund um Torfhaus schon ziemlich kahlgefressen ist. Sobald man das Schild 'Auf Wiedersehen im Nationalpark Harz' o.ä. aber passiert hat, sieht der Wald bis Bad Harzburg aber durchweg gut aus. Wird der Wald außerhalb des NP bewirtschaftet oder dort nach wie vor gegen den Borkenkäfer vorgegangen oder ist das eher Zufall, dass er bis dahin noch nicht gekommen ist?

Der Wald außerhalb des Nationalparks wird bewirtschaftet, d.h. dort werden mit Borkenkäfer befallene Bäume sofort entfernt und die Ausbreitung damit behindert. Mittlerweile dürfte der überwiegende Teil der Bäume im Nationalpark krank oder tot sein. Zwischen Torfhaus und Braunlage kann man seit kurzem durch die toten Wälder hindurch das Tal sehen. Schau Dir auch mal vom Wurmberggipfel den Brocken an: Die braunen Bereiche werden immer größer. Bald sieht der auch so tot wie der Achtermann aus.


Wegen Borkenkäfern Am Brocken müssen 2.000 Bäume gefällt werden (mz-web.de 12.10.16):
Zitat
[...]
Entlang der Brockenstraße und der Bahnlinie der Harzer Schmalspurbahnen sollen rund 2.000 Fichten gefällt werden. „Es geht dabei um die Verkehrssicherungspflicht“, sagt Olaf Eggert, der als Leiter des Forstreviers Schierke für die Aktion verantwortlich ist, der MZ. Die Bäume seien durch eine „massive Zunahme“ des Borkenkäferbefalls geschwächt und könnten bei Sturm auf die Straße oder die Bahnlinie stürzen.
[...]

Die Nationalparkverwaltung nennt nur die Bäume die aufgrund der Verkehrssicherungspflicht am Wegesrand gefällt werden müssen. Es würde mich nicht wundern, wenn die erkrankten und getöteten Bäume mittlerweile die Millionengrenze gesprengt haben. Jetzt ist es zu spät das Ruder noch herumzureißen, also muss man der Nationalparkverwaltung glauben, dass irgendwann neuer gesunder Wald nachwächst.

Eumel153

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #946 am: Mai 29, 2017, 11:24:27 Vormittag »
In dem Zusammenhang noch eine andere Frage und zwar ist mir bei der genau der Fahrt aufgefallen, dass der NP oben rund um Torfhaus schon ziemlich kahlgefressen ist. Sobald man das Schild 'Auf Wiedersehen im Nationalpark Harz' o.ä. aber passiert hat, sieht der Wald bis Bad Harzburg aber durchweg gut aus. Wird der Wald außerhalb des NP bewirtschaftet oder dort nach wie vor gegen den Borkenkäfer vorgegangen oder ist das eher Zufall, dass er bis dahin noch nicht gekommen ist?
Die Grünen / Ökos / BUND würden daraus jetzt einen Zusammenhang zwischen Waldvernichtung und NP herstellen. Als Konsequenz bleibt nur die Abschaffung des NP. Dann kann sich der Wald auch wieder erholen. :) ;)

Aber das ist mir auch schon aufgefallen. Die Brockenstraße mitten im NP war mal schon schön gelegen. Jetzt sind weite Teile abgefressen. Auch sonst gibt es in letzer Zeit viel absterbenden Wald im Brockengebiet. Bis vor 3 Jahren waren es eigentlich nur einzelne Flecken. Aber in den letzten ca. 3 Jahren ist das schon ziemlich deutlich geworden. Mich würde interessieren, was sich mitten im NP so dramatisch verändert hat ? Vielleicht fehlt wirklich die vorsorgliche Waldbewirtschaftung ?

VG

 

Eumel153

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #947 am: Mai 29, 2017, 11:30:42 Vormittag »
Die Nationalparkverwaltung nennt nur die Bäume die aufgrund der Verkehrssicherungspflicht am Wegesrand gefällt werden müssen. Es würde mich nicht wundern, wenn die erkrankten und getöteten Bäume mittlerweile die Millionengrenze gesprengt haben. Jetzt ist es zu spät das Ruder noch herumzureißen, also muss man der Nationalparkverwaltung glauben, dass irgendwann neuer gesunder Wald nachwächst.
Das wird er auch.

Es gab letztens einen Bericht, wo genau das gemacht wurde. Aus ökologisch korrekter Sicht.  :-\

Ich weiß leider nicht mehr, wo das war. Harz ? Schwarzwald ? Jedenfalls wurde der Wald sich selbst überlassen. Irgendwann waren alle Bäume tot und alles kahl. Dann entwickelte sich zaghaft ein neuer Wald. Es hat also einen "guten" Ausgang genommen.

Leider hat das wohl 30 Jahre gedauert und von wirklichem Wald sind sie dort noch weit entfernt (Absterben -> Ruhephase -> neue Setzlinge -> Wald).

VG

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #948 am: Mai 29, 2017, 01:35:33 Nachmittag »
Oha! Da kann man ja nur hoffen, dass es im Bereich Schierke nicht befallene Bäume gibt! Nachher müssen die sonst auch noch gefällt werden.... könnten ja sonst auf die wertvollen Moorflächen stürzen! 😜

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #949 am: Mai 29, 2017, 03:14:44 Nachmittag »
[...]
Ich weiß leider nicht mehr, wo das war. Harz ? Schwarzwald ? Jedenfalls wurde der Wald sich selbst überlassen. Irgendwann waren alle Bäume tot und alles kahl. Dann entwickelte sich zaghaft ein neuer Wald. Es hat also einen "guten" Ausgang genommen.
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Bayrischer Wald.