Autor Thema: Schierke 2000  (Gelesen 466303 mal)

playjam

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2355 am: September 08, 2017, 01:52:20 Nachmittag »
Gutachten: Weitere Prüfungen in Schierke (volksstimme.de 8.9.2017):
Zitat
Die bisherigen Planungen für eine Seilbahn im Harzort Schierke berühren auf jeden Fall geschützten Moorwald. Zu dieser Einschätzung kommt ein neues Experten-Gutachten, das am Freitag in Magdeburg vorgestellt wurde. Allerdings sind die von der geplanten Trasse betroffenen Flächen kleiner als in der Kartierung des Landesamtes für Umweltschutz. Das Gutachten des Thünen-Instituts für Waldökosysteme empfiehlt, weitere Varianten zu prüfen.
[...]

Max

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2356 am: September 08, 2017, 01:55:04 Nachmittag »
Noch 8 Tage, der Countdown läuft. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf das Ergebnis des Gutachtens!!! Hoffentlich kommt dabei heraus, dass es sich definitiv nicht um Moorflächen handelt sondern lediglich um Vernässungsstellen!!

Meine Prognose ist, dass für das Gutachten kurzfristig mehr Zeit benötigt wird, sich alles weiter verschiebt und vorerst offen bleibt. Mit einem positiven Ergebnis pro Seilbahn wäre ich aber auch einverstanden. ;)

Knapp daneben, aber nah dran! ;D

Doppelmayr

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2357 am: September 08, 2017, 01:57:23 Nachmittag »
Was wäre denn nun wenn man die 2. Sektion der Seilbahn anstatt auf den Sattel laufen zu lassen, auf den Gipfel des kleinen Winterberges verlegen würde. Warum hat man diese Variante noch nicht geprüft? Da müsste es doch problemlos möglich sein und man wäre mit einem Schlag den ganzen Stress mit den Feuchtwiesen los und es könnte endlich ans Planfeststellungsverfahren für die Seilbahn gehen!!!

Doppelmayr

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2358 am: September 08, 2017, 02:07:37 Nachmittag »
Und wenn das auch nicht funktioniert stimme ich Max zu, würde ich Herrn Bürger empfehlen bei der WSB mit einzusteigen. Die 15 Millionen Euro (oder wieviel es auch immer waren), die er investieren will könnte man gut dafür verwenden, um die unterdimensionierte 6er EUB abzureißen und eine neue 10er zu bauen!! DAS würde richtig was "wuppen" am Wurmberg!!!

playjam

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2359 am: September 08, 2017, 02:07:56 Nachmittag »
Was wäre denn nun wenn man die 2. Sektion der Seilbahn anstatt auf den Sattel laufen zu lassen, auf den Gipfel des kleinen Winterberges verlegen würde. [...]

Das wurde auch vom B.U.N.D. vorgeschlagen. Hätte Vorteile: Kein FFH-Bereich, d.h. selbst wenn dort Moorwald wäre, könnte man alles zubetonieren und in aller Ruhe den Geburtsfehler des FFH-Gebietes beheben (von der damaligen Grünen Umweltministerin verursacht. Die hat den Bereich als FFH-Gebiet an Brüssel gemeldet, obwohl ihr bekannt war, dass die Schierker dort ein Wintersport-Gebiet geplanen).

Jetzt sollten die Wernigeröder besonders wachsam sein, dass man ihnen nicht den Übergang zum Wurmberg blockiert, indem die jetzige Grüne Umweltministerin den Bereich zum Naturmonument (siehe Partei-Programm der Grünen und Regierungserklärung) erklärt.

Doppelmayr

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2360 am: September 08, 2017, 02:32:15 Nachmittag »
Ich glaube wenn die Dalbert ernsthaft damit rausrückt, dann bekommt sie von SPD und CDU und allen anderen Projektbefürwortern richtig Stress!!! Man könnte problemlos wie in der Studie von Input seinerzeit aufgeführt eine Sesselbahn vom Kaffeehorstparkplatz zum kleinen Winterberg hinaufziehen und somit eine Verbindung zur Schierker Seilbahn herstellen. Um vom Berg wieder zurück auf die niedersächsische Seite zu gelangen, einfach die Sessellifttrasse etwas breiter ausschlagen und darin eine Abfahrtspiste integrieren (ähnlich wie die Freestyler Abfahrt am Bocksberg in Hahnenklee).

Doppelmayr

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2361 am: September 08, 2017, 04:51:01 Nachmittag »
Laut Auskunft des Mitarbeiters vom Thünen Institut sind lediglich nur etwa 3,9 Hektar schützendswerte Waldfläche zwischen großem und kleinen Winterberg vorhandenund nicht 7,3 wie vom LAU angegeben wurde. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied. So präzise und genau wie von der Umweltministerin noch im Mai verkündet wurde, ist dann also von ihrem Ministerium doch nicht gearbeitet worden. Ich hoffe sehr dass nun zügig eine alternative Streckenführung geprüft wird, die dann auch zeitnah und baurechtlich realisiert werden kann und man sich nicht noch weitere Wochen oder gar Monate hinter langwierigen Gutachten versteckt!!!

playjam

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2362 am: September 08, 2017, 05:17:42 Nachmittag »
Laut Auskunft des Mitarbeiters vom Thünen Institut sind lediglich nur etwa 3,9 Hektar schützendswerte Waldfläche zwischen großem und kleinen Winterberg vorhandenund nicht 7,3 wie vom LAU angegeben wurde.
[...]

Fast Faktor zwei zu viel  :o  ...das läuft nicht mehr unter Schlamperei/Flüchtigkeitsfehler sondern unter Urkundenfälschung.

Ich hoffe, der durchführende Mitarbeiter vom LAU hat sich gut abgesichert (Schriftverkehr gespeichert etc.). Sollte der Investor klagen, wäre er sonst das Bauernopfer.

Pistenschreck

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2363 am: September 08, 2017, 06:18:07 Nachmittag »
Ohh Mannomann... Dann sollte Herr Bürger doch lieber den Westhang mit realisieren, das Hallenbad von der Stadt übernehmen, modernisieren und eine Spielhalle mit Parkhaus daneben bauen. Und wenn noch was von den 15 Mille übrig Ist, kann er ja noch ne schicke Sommerrodelbahn an den Wurmberg packen. Ist sicherlich schneller realisierbar als in Schierke ein Skigebiet. Vielleicht gibt Sachsen Anhalt ja auch dafür Fördergelder. Denn der dann zu erwartende Aufschwung in Braunlage macht sich dort sicherlich auch bemerkbar. ::)

Doppelmayr

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2364 am: September 08, 2017, 06:32:54 Nachmittag »
Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf.
Viel schlimmer wäre es gewesen wenn es gehießen hätte dass der Bau nicht realisiert werden darf. Aber auf Grund der Tatsache dass man noch andere Varianten der Trassenführung prüfen soll, stimmt mich weiterhin optimistisch, dass man eine Möglichkeit finden kann, das Projekt dennoch zu realisieren!!

sommerphobie

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2365 am: September 08, 2017, 11:24:40 Nachmittag »
Der MDR Artikel hat jetzt ein Video in dem im Hintergrund kurz etwas von der Präsentation zu sehen ist. Es geht zwar um den alten Planungsstand, aber Überschneidungen mit dem Moorwald sind hierbei hauptsächlich im Mittelstationsbereich (7700 m²) außerhalb des FFH. Im FFH sind nur 400 m² von der Seilbahntrasse oberhalb der Mittelstation betroffen.

Aus dem Artikel:
Zitat
[...]
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, Ulrich Thomas, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die entscheidende Botschaft des Gutachtens sei, dass es kein K.O.-Kriterium gegen den Bau der Seilbahn gebe. Die Fläche werde nicht betreten, sondern nur von der Seilbahn überfahren.
[...]
Die Aussage war zwar bestimmt nicht so gemeint, aber man kann natürlich einfach ein paar höhere Stützen nehmen und über den intakten Moorwald fahren ohne ihn zu roden. Das bringt natürlich andere Probleme mit sich (Wind).
Man könnte auch die 2. Sektion mit einer Winkelstation entlang der Piste führen. Das ist zwar unkonventionell, unpraktisch und teuer, aber es hätte zumindest im FFH keine Überschneidung mehr.
Es gibt bestimmt noch andere Ansätze, aber ohne Karten kann man nur spekulieren. Der kleine Winterberg ist keine plausible Alternative, wenn man auch eine einfach zu realisierende Verbindung zum Wurmberg will.

Doppelmayr

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2366 am: September 09, 2017, 09:29:08 Vormittag »
Warum ist der kleine Winterberg keine plausible Alternative @ sommerphobie. Wenn man die Seilbahn direkt auf den Berg ziehen würde, könnte man möglicherweise sogar auf die Mittelstation verzichten. Denn man hätte von da oben dann mehr Geschwindigkeit drauf, um zur Talstation zu gelangen.
Oder die Mittelstation näher am Berg ansetzen sofern das Sinn machen würde.
« Letzte Änderung: September 09, 2017, 09:36:00 Vormittag von Doppelmayr »

Schneefreund

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2367 am: September 09, 2017, 10:58:21 Vormittag »
Hoffentlich wird jetzt die Möglichkeit genutzt, alle möglichen Varianten erneut zu prüfen. Abseits von den Problemen mit dem Moor, gibt es noch ein andere Probleme:

-Die bis jetzt vorgesehene Planung mit einer Piste auf den großen Winterberg überlastet den Wurmberg und ist echt langweilig. Die Wurmbergseilbahn will diese Lösung ja auch nicht. Geht aber nur zusammen.

- Auch wenn man am liebsten direkt auf den Wurmberg andocken würde ( schon ein wenig verständlich), sollte man einfach mal an das gut zu Realisierende denken. Dabei wird man dann auch mit Braunlage zusammenarbeiten müssen. Glaube nicht, dass das Eisstadion auf Begeisterung in Braunlage gestoßen ist.

-Die Stadt Wernigerode hat eine Menge Geld in das Eislaufstadion gesteckt und der Rechnungshof schaut jetzt genau hin. Ob also genauso gefördert werden kann, wie geplant???

Ansgar Timm

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2368 am: September 09, 2017, 01:21:03 Nachmittag »
Die Aussage des dritten Gutachtens ist doch klar, die beiden bisherigen Trassenplanungen sind nicht naturschutzkonform. Mit etwas Glück und Mehraufwand sollte sich eine konforme Planungsvariante finden, ansonsten ist spätestens in Brüssel Schluss mit lustig.

Die spannende Frage ist m. E. ohnehin: Wer soll die Investition bezahlen? Geplant ist, dass die öffentliche Hand 1/3 der Kosten stemmt, aktuell wohl ca. 8 Mio Euro. Das Land hatte in 2012 10 Mio als Gesamtfördervolumen für Schierke zugesagt. Dieser Topf ist inzwischen ausgeschöpft, der Förderstopp betrifft bereits die Arena und WR hat schon jetzt Riesenprobleme die Zusatzkosten für die Arena zu stemmen.

WR ging davon aus, nur einen Bruchteil der 8 Mio selbst tragen zu müssen, ein Großteil der Förderung wurde vom Land erwartet. Und nun? Ich glaube nicht, dass sich im Wernigeröder Stadtrat eine Mehrheit für diese Investition finden wird. Und ob die Investoren dann bereit sind, alles alleine zu tragen?



playjam

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Re: Schierke 2000
« Antwort #2369 am: September 09, 2017, 01:33:55 Nachmittag »
@Ansgar Timm: Willkommen im Forum!

Die Aussage des dritten Gutachtens ist doch klar, die beiden bisherigen Trassenplanungen sind nicht naturschutzkonform.

Da bin ich gespannt auf die Veröffentlichung des dritten Gutachtens, so dass wir uns ein genaueres Bild davon machen können. Von den bisherigen widersprüchlichen Presseberichten ausgehend kann ich nicht einschätzen, ob die bisherigen Trassenplanungen nicht naturschutzkonform sind.

Zitat von: Ansgar Timm
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Die spannende Frage ist m. E. ohnehin: Wer soll die Investition bezahlen?
[...]

Solange Brüssel billiges Geld druckt, wird es keine Probleme geben, die paar Millionen zu finanzieren.
« Letzte Änderung: September 09, 2017, 02:10:09 Nachmittag von playjam »