Autor Thema: Schierke 2000  (Gelesen 762613 mal)

sommerphobie

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3090 am: Mai 12, 2019, 05:27:12 Nachmittag »
Die Tatsache, dass die Projektgegner das Projekt schlecht machen, ist nun keine Überraschung und das sollte man nicht überbewerten. Ebenso ist "Investor will nur Plan A, aber die Naturschützer maximal Plan B" nichts komplett ungewöhnliches. Allerdings bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass wir diese Phase schon längst hinter uns haben und es jetzt Kompromiss C gibt, der verfolgt wird.

In dem Beitrag wurde von mittlerweile 8 verschiedenen Planungsvarianten gesprochen, was in dieser Größenordnung doch etwas unerwartet ist. Wenn man dann im Ratsinfosystem sucht, findet man im Umweltbericht zum Verfahren eine kurze Auflistung und Bewertung der Varianten (falls der Link nicht geht: Stadtrat Wernigerode, Sitzung von 28.03.19, Vorlage zum Bebauungsplan). Scheinbar wurde zuletzt auch der kl. Winterberg in mehreren Varianten als Alternative untersucht. Die letzte im Forum bekannte Variante ist dem Bericht nach auch der beste Kompromiss. In Kombination mit der Aussage von Herrn Wendenkampf ergibt sich entweder das Bild, dass der Investor mit dieser Variante nicht einverstanden ist oder es noch eine naturschutztechnisch bessere Variante gibt, was man als Laie dem Bericht aber nicht so wirklich entnehmen kann.

playjam

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3091 am: Mai 12, 2019, 06:47:33 Nachmittag »
Allerdings bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass wir diese Phase schon längst hinter uns haben [...]

Nein, leider befinden wir uns noch im ersten drittel des Raumordnungsverfahrens, siehe

Richtlinie zur Durchführung landesplanerischer Abstimmungen raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen (landesrecht.sachsen-anhalt.de):
Zitat
4.3. Erörterung im Raumordnungsverfahren

Die Landesplanungsbehörde kann – soweit es für die Bewertung und Abwägung erforderlich ist – die Stellungnahmen mit den am Raumordnungsverfahren Beteiligten erörtern. Dem Träger der Planung oder Maßnahme sind rechtzeitig die Kopien der eingegangenen Stellungnahmen zu übersenden. Im Einzelfall kann es sinnvoll sein, daß der Träger der Planung oder Maßnahme bereits vor der Erörterung eine Erwiderung zuarbeitet. Den Verfahrensbeteiligten sind als Anlage zum Einladungsschreiben alle wesentlichen Inhalte in geeigneter Form, z. B. Tabelle mit ergänzenden Hinweisen (ohne Vorwegnahme von Abwägungsergebnissen), zur Kenntnis zu geben.

Die Erörterung ist ein behördeninterner Termin. Der Teilnehmerkreis soll den am Raumordnungsverfahren Beteiligten entsprechen. Eine Vorwegnahme von Bewertungs- und Abwägungsergebnissen erfolgt nicht. Es kann sich als zweckmäßig erweisen, daß durch die Landesplanungsbehörde eine Pressemitteilung herausgegeben wird. Die Landesplanungsbehörde hat das Ergebnis des Erörterungstermins aktenkundig zu machen und den Beteiligten in geeigneter Weise die Möglichkeit zur Kenntnisnahme zu geben (z. B. Protokoll).

Harzterix

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3092 am: Mai 13, 2019, 10:05:41 Vormittag »
Zum Thema Lebensdauer von Seilbahnen:
Mathias Schmidt Berg: Baujahr 1970 und 1980
Hahnenklee: Kabinenbahn 1970
und die Blombergbah in Bad Tölz hat sogar noch das erste Seil von 1970 drauf!!!

Also schminkt euch das mit 20 Jahren Lebensdauer schon mal ab

STS

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3093 am: Mai 13, 2019, 10:19:19 Vormittag »
Nr. 1 im Harz ist die Seilbahn Bad Harzburg, Baujahr 1929 und Thale ist auch aus dem letzten Jahrtausend..

snowie

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3094 am: Mai 13, 2019, 10:28:03 Vormittag »
Von 20 Jahren hat auch keiner was gesagt.  ;) Der Altersdurchschnitt der Seilbahnrn im Harz ist auffällig hoch....Ob die WSB 2040 auch noch mit den alten engen 6er Gondeln fährt? Top die Wette gilt 😎

x86

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3095 am: Mai 13, 2019, 12:03:27 Nachmittag »
Also im Alpinforum habe ich mal gelesen, dass die modernen kuppelbaren Bahnen so auf 30-40 Jahre ausgelegt sind. In AT gibt es recht hohe Hürden für die Verlängerung der Konzession/Betriebserlaubnis. Daher werden dort nur wenige Bahnen ohne wesentliche Umbauten älter als 40 Jahre.
In Deutschland wird die Bahn vom TÜV abgenommen. Solange sie da durch kommt, kann die Seilbahn unendlich lange betrieben werden.
Die älteste Bahn ist die Predigtstuhlbahn mit 91 Jahren (Bj. 1928): https://lift-world.info/de/lifts/483/datas.htm

Thale ist auch aus dem letzten Jahrtausend..
Welche Bahn genau?
Roßtrappe und Hexentanzplatz wurden ja 2005/2012 neu gebaut: https://lift-world.info/de/lifts/place/thale/index.htm

Von 20 Jahren hat auch keiner was gesagt.  ;) Der Altersdurchschnitt der Seilbahnrn im Harz ist auffällig hoch....Ob die WSB 2040 auch noch mit den alten engen 6er Gondeln fährt? Top die Wette gilt 😎
Ja gut, woran das wohl liegt?  ;)
Wenn MSB und Hahnenklee im Geld schwimmen würden, hätten die ihre Anlagen sicher schon neu gebaut. In Hahnenklee würde ich mir als Nostalgiefan allerdings keinen Ersatz der Gondelbahn wünschen.

Bei der Auslastung der WSB halte ich eine Ersatz vor 2040 allerdings schon für recht wahrscheinlich. Aber mal sehen, wie es mit der Investitionsfreudigkeit der WSB weiter geht.  :-\

Den Optimismus hätte ich auch gerne. Wenn das wirklich so stimmt was Herr Wendenkampf gesagt hat, dann hoffe ich, dass sie an der Umsetzung der 2., der genehmigungsfähigen Vorzugsvariante arbeiten, wie auch immer die aussehen möge.
Die Aussage vom Wendenkampf lässt mich auch skeptisch werden. Dass Knolle die Unterlagen als schlecht vorbereitet bezeichnet, mag vlt nur Rhetorik sein, aber das?

Und eigentlich bist du doch der Optimist, wenn du glaubst, dass man die Bahn auch erstmal ohne Skipisten bauen und betreiben kann und diese später dann noch genehmigt bekommt...  ;)


Falkenstein

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3096 am: Heute um 09:36:34 Vormittag »
Bericht aus der Volksstimme:
https://www.volksstimme.de/lokal/wernigerode/schierke-winterberg-jenseits-der-roten-linie
- höhere Kosten befürchtet
- Raumordnungsverfahren muss überarbeitet werden
- OB Gaffert ist nicht mehr so optimistisch
- ggf. Verschiebung des Projektes
Ferienwohnungen in Sankt Andreasberg
www.haus-liftblick.de

Nordharzer

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3097 am: Heute um 10:15:17 Vormittag »
Bericht aus der Volksstimme:
https://www.volksstimme.de/lokal/wernigerode/schierke-winterberg-jenseits-der-roten-linie
- höhere Kosten befürchtet
- Raumordnungsverfahren muss überarbeitet werden
- OB Gaffert ist nicht mehr so optimistisch
- ggf. Verschiebung des Projektes

Die höheren Kosten kommen doch nur durch die Querelen der Grünen und der Umweltverbände zu Stande.
Eine Verschiebung des Projekts..... es wird schon ewig verschoben bzw. verhindert! Auf welches Jahrzehnt soll da noch verschoben werden?!?