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Foren => Skifahren und Snowboarden im Harz => Thema gestartet von: David am September 02, 2018, 08:54:31 Vormittag

Titel: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: David am September 02, 2018, 08:54:31 Vormittag
Weil so viel passiert in Braunlage, vielleicht ein neues Thema starten zu den Entwicklungen?

Wir haben gestern eine kleine Runde gemacht und Bilder gemacht vom Abriss des alte Rögeners und die alte Sonnenstudio an der Elbingeroder Strabe (wird ein Hotel mit Apartments gebaut).

Alte Rögener
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Abriss alte Sonnenstudio
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Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: snowie am September 02, 2018, 09:59:16 Vormittag
Cool danke für die Bilder. Scheint so als ob das Rögener stehen bleibt und Teil der HüttnLofts wird?
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: David am September 11, 2018, 08:29:31 Nachmittag
Die andere Seite des Rögeners ist nicht viel mehr. Denke also dass diese Teile noch abgerissen werden.
Habe auch neue Bilder gemacht von Echtzeit. Stelle ich gerade im Forum.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: David am September 11, 2018, 08:39:38 Nachmittag
Einige Bilder von Echtzeit.
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Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Max am September 11, 2018, 09:17:55 Nachmittag
Macht auf jeden Fall etwas her!

Die Ecke sah leider zuvor nicht wirklich ansehnlich aus und der moderne Stil scheint sich dort auf den ersten Blick ganz gut ins Stadtbild einzufügen.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Max am September 12, 2018, 03:08:23 Nachmittag
Nicht vergessen heute Abend ab 20:00 Uhr den Livestream des WSV Braunlage Skispringen bei Facebook (https://www.facebook.com/pages/category/Sports/WSV-Braunlage-Skispringen-1929244857349331/) aus dem Kurhaus Braunlage zum Projekt HS117 zu verfolgen — dürfte spannend werden.

Laut kurzem Teaser von gestern Abend wurden viele Pressevertreter eingeladen und es gibt gegen 19:30 bei "Hallo Niedersachsen" eine Live-Schaltung nach Braunlage. Ich kann leider nicht vor Ort dabei sein, drücke aber die Daumen, dass die Resonanz möglichst groß ist und viele Leute sich das auch vor Ort anschauen werden.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: snowie am September 12, 2018, 07:05:55 Nachmittag
Danke für das Upgrade David. Ist denn mittlerweile alles bei "Berg und Tal" abgerissen?
So wie das Echtzeit aussieht, werden die bis Weihnachten wohl keine Eröffnung hinbekommen. Wahnsinn dass mittlerweile viele Neubauten/Sanierungen wie z.B. das Ettershaus/Echtzeit etc keinen originalen Eröffnungstermin halten können. Wir reden hierja nicht von paar Monaten sondern Jahren....aber im Gegensatz zum BER werden sie eröffnen 😂😂😂

Bin gespannt wie das Echtzeit mit Holz aussieht. Bestimmt schick :)
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: snowie am September 12, 2018, 07:14:10 Nachmittag
Nicht vergessen heute Abend ab 20:00 Uhr den Livestream des WSV Braunlage Skispringen bei Facebook (https://www.facebook.com/pages/category/Sports/WSV-Braunlage-Skispringen-1929244857349331/) aus dem Kurhaus Braunlage zum Projekt HS117 zu verfolgen — dürfte spannend werden.

Ab 20 Uhr schau ich mir das beim Live Stream an. Ich bin mega gespannt!
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: David am Oktober 09, 2018, 08:19:07 Vormittag
Am Samstag haben wir eine kleine Runde gemacht und Bilder gemacht auf dem Parkplatz hinter Eisdiele Anders.
Ich habe immer gedacht dass es nur 1 Parkplatz sein würde für Gäste vom Hotel Viktoria.
Aber jetzt denke ich dass es offenbar ist; warum sollte anders die Gäste des Viktorias bezahlen müssen?

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Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: snowie am Oktober 09, 2018, 11:24:55 Vormittag
Gäste vom Bachhaus und Viktoria parken kostenlos. Der Rest muss blechen. Genauso ists auch am Torfhaus Resort.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: snowie am Oktober 10, 2018, 07:07:18 Nachmittag
Gibts sowas wie einen "neuen" Weihnachtsmarkt auf der Neuen Mitte und wenn ja wann ist der  nochmal? Gibts dieses Jahr das Candlelight Shopping wieder und auch hier wenn ja wann? Wäre dankbar für jede Info :)
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: STS am November 12, 2018, 10:19:40 Nachmittag
https://live.goslarsche.de/post/view/5be9d979a7c0396a6e4a0b4e/Braunlage/Es-bleibt-wohl-bei-der-Neuen-Mitte (https://live.goslarsche.de/post/view/5be9d979a7c0396a6e4a0b4e/Braunlage/Es-bleibt-wohl-bei-der-Neuen-Mitte)
Herr schenk Hirn, neben dem blauen Babyplanschbecken noch ein bescheuerter Name ..
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Max am November 13, 2018, 07:32:19 Vormittag
https://live.goslarsche.de/post/view/5be9d979a7c0396a6e4a0b4e/Braunlage/Es-bleibt-wohl-bei-der-Neuen-Mitte (https://live.goslarsche.de/post/view/5be9d979a7c0396a6e4a0b4e/Braunlage/Es-bleibt-wohl-bei-der-Neuen-Mitte)
Herr schenk Hirn, neben dem blauen Babyplanschbecken noch ein bescheuerter Name ..

…damit wäre das Kind dann wohl in den Brunnen ins Babyplanschbecken gefallen. ::)

Es gibt zwar Schlimmeres und weitaus Wichtigeres als den Namen eines kleinen Platzes, aber "Neue Mitte" ist tatsächlich etwas fantasielos und Hirschplatz oder Mühlenplatz oder irgendetwas Anderes mit Bezug zur vormaligen Nutzung wäre sicherlich schöner.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: STS am Dezember 11, 2018, 02:47:19 Nachmittag
Irgendwie scheint die Gemeinde Braunlage die Peripherie aufzulösen:
https://live.goslarsche.de/post/view/5c0e54bfbbd79f54393f21a9/St-Andreasberg/Buecherei-wird-aufgeloest
 (https://live.goslarsche.de/post/view/5c0e54bfbbd79f54393f21a9/St-Andreasberg/Buecherei-wird-aufgeloest)
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: STS am Dezember 11, 2018, 10:36:43 Nachmittag
Braunlage sagt Ja und kriegt den Ski Bus
https://live.goslarsche.de/post/view/5c0fe011bbd79f54393f2201/Region-/Braunlage-sagt-Ja-und-kriegt-den-Ski-Bus (https://live.goslarsche.de/post/view/5c0fe011bbd79f54393f2201/Region-/Braunlage-sagt-Ja-und-kriegt-den-Ski-Bus)

Nicht schlecht für Braunlage und den Wurmberg.
Aber leider (noch) kein Wort von Verbindung der Skigebiete Hohegeiss, MBS, Sonnenberg, Rathauswiese, Wurmberg ..
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: snowie am Dezember 12, 2018, 12:10:54 Vormittag
Zwei Fliegen mit einer Klappe. Endlich, jetzt heisst es aber vernünftige Zeiten finden auch bitte für Apres Ski Begeisterte. Frage wie soll der Bus im Stau dort hochkommen/runterkommen?
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Max am Dezember 12, 2018, 07:48:09 Vormittag
Klingt für mich ehrlich gesagt noch immer alles sehr vage und wenig konkret ("In Aussicht stellen") — ich könnte mir vorstellen, dass mit der erhobenen Kurabgabe schon längst das Hatix mitfinanziert, während noch immer über Details hinsichtlich einer Skibusverbindung verhandelt wird.

Davon abgesehen frage ich mich auch, wie der Skibus durch den Ort hoch zum Hexenritt kommen will, wenn es dort bereits Stau gibt. Wurde nicht ohnehin mal gesagt, dass die Straße dorthin zu schmal für einen richtigen Linienbus ist?

Viel sinnvoller als ein reiner Pendelverkehr zwischen Großparkplatz <-> Hexenritt wäre ohnehin ein richtiger Skibus, der auch die anderen Skigebiete in der Nähe anfährt und somit den Übernachtungsgästen, die ja im Prinzip die Kurtaxe finanzieren, einen echten Mehrwert bietet. So könnten bspw. auch Gäste, die in St. Andreasberg oder Hohegeiß wohnen bequem mal für einen oder zwei Tage an den Wurmberg kommen ohne dazu das Auto nutzen zu müssen.

Letztlich heißt es abwarten, wie das am Ende tatsächlich ausgestaltet wird. Ich hoffe jedoch zumindest darauf, dass es am Ende kein Kleinbus wird, der dann womöglich schon um 16:30 Uhr das letzte Mal zurück in den Ort fährt… ;)
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Pistenbully am Dezember 12, 2018, 11:42:12 Vormittag

Viel sinnvoller als ein reiner Pendelverkehr zwischen Großparkplatz <-> Hexenritt wäre ohnehin ein richtiger Skibus, der auch die anderen Skigebiete in der Nähe anfährt und somit den Übernachtungsgästen, die ja im Prinzip die Kurtaxe finanzieren, einen echten Mehrwert bietet. So könnten bspw. auch Gäste, die in St. Andreasberg oder Hohegeiß wohnen bequem mal für einen oder zwei Tage an den Wurmberg kommen ohne dazu das Auto nutzen zu müssen.

Letztlich heißt es abwarten, wie das am Ende tatsächlich ausgestaltet wird. Ich hoffe jedoch zumindest darauf, dass es am Ende kein Kleinbus wird, der dann womöglich schon um 16:30 Uhr das letzte Mal zurück in den Ort fährt… ;)

Die Binnenerschließung innerhalb Braunlages sollte man aber auch nicht außer Acht lassen.... die steigen jetzt ja auch alle ins Auto.

Bezüglich der Straße/des Gewichtes des Busses wäre das vielleicht ein kurzfristiger Lösungsansatz:

https://www.nimmbus.de/frame.php?doc=info256.htm
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: David am Januar 31, 2019, 03:08:57 Nachmittag
Der alte italiener, gegenüber Hapimag.
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Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Max am Januar 31, 2019, 03:40:27 Nachmittag
Ist mir auch schon aufgefallen. Weis jemand, was das wird und ob die Dachterrasse auch nutzbar ist? Könnte eine schöne Lokalität werden, zumal Sitzplätze im Aussenbereich nahe der Hauptstraße ja schon so etwas wie Mangelware sind aufgrund der schmalen Gehsteige, die es dort nur gibt.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Pistenschreck am Februar 01, 2019, 01:13:41 Vormittag
Habe gehört, dass es auch noch ein Eiscafe werden soll.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: snowie am Februar 01, 2019, 04:28:27 Nachmittag
Gibt ja auch erst Zwei  ::)
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: David am Februar 04, 2019, 01:36:24 Nachmittag
Und auch die alte Pension "Schönberg" ist (mittels Zwangsversteigerung) verkauft worden.
An.... Herrn Rainer de Groot!
Sind uns gespannt was er da aus machen lässt.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: snowie am Februar 25, 2019, 06:18:18 Nachmittag
https://youtu.be/Ja2rB1qdZRw (https://youtu.be/Ja2rB1qdZRw)

Hier einmal die Podiumsdiskussion von Anfang Januar zum Thema Verkehr geführt und organisiert von Cornelia Ehrhardt.
Interessant der Beitrag von  dem alten Baumann ab Min 70 bezüglich Parkflächen.
Ein Westhang Ausbau und Aufrüstung auf 6er Sessel würde den Forstamt Parkplatz gerecht werden. Dann hätte der Skibus auch mehr Vorteile geschweige denn die Strasse würde per Schranke o.ä. abgeriegelt werden sobald der Hexenritt Parkplatz voll ist.

Insgesamt auch vernünftige Beiträge mit ein paar Ausnahmen. Die Ideen der Bürgerliste und das Engagement von Cornelia Ehrhardt gefallen mir richtig gut.

Wieso der kleine Kreisel bereits in der neuen Mitte vorgesehen wurde, aber nicht realisiert wurde, kann eigentlich nur am Geld liegen. So verschwindet das bisschen Grün und man hat dort einen kompletten Betonplatz...
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: x86 am Februar 26, 2019, 02:05:37 Vormittag
Ist mir auch schon aufgefallen. Weis jemand, was das wird und ob die Dachterrasse auch nutzbar ist? Könnte eine schöne Lokalität werden, zumal Sitzplätze im Aussenbereich nahe der Hauptstraße ja schon so etwas wie Mangelware sind aufgrund der schmalen Gehsteige, die es dort nur gibt.
Wobei ich mich auch immer frage, wer sich gerne an eine vielbefahrene Hauptstraße zum Essen oder Unterhalten setzt?  :o
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: David am Februar 26, 2019, 08:12:04 Vormittag
https://youtu.be/Ja2rB1qdZRw (https://youtu.be/Ja2rB1qdZRw)

Hier einmal die Podiumsdiskussion von Anfang Januar zum Thema Verkehr geführt und organisiert von Cornelia Ehrhardt.
Interessant der Beitrag von  dem alten Baumann ab Min 70 bezüglich Parkflächen.
Ein Westhang Ausbau und Aufrüstung auf 6er Sessel würde den Forstamt Parkplatz gerecht werden. Dann hätte der Skibus auch mehr Vorteile geschweige denn die Strasse würde per Schranke o.ä. abgeriegelt werden sobald der Hexenritt Parkplatz voll ist.

Insgesamt auch vernünftige Beiträge mit ein paar Ausnahmen. Die Ideen der Bürgerliste und das Engagement von Cornelia Ehrhardt gefallen mir richtig gut.

Wieso der kleine Kreisel bereits in der neuen Mitte vorgesehen wurde, aber nicht realisiert wurde, kann eigentlich nur am Geld liegen. So verschwindet das bisschen Grün und man hat dort einen kompletten Betonplatz...

Am 28. Februar findet eine Bürgersammlung um 18.00 Uhr statt im Rathaus, bezügliche dieses Themas.
Wir sind auf jeden Fall dabei. Sonst noch Mitglieder des Forums?
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Max am Februar 26, 2019, 09:16:27 Vormittag
Ist mir auch schon aufgefallen. Weis jemand, was das wird und ob die Dachterrasse auch nutzbar ist? Könnte eine schöne Lokalität werden, zumal Sitzplätze im Aussenbereich nahe der Hauptstraße ja schon so etwas wie Mangelware sind aufgrund der schmalen Gehsteige, die es dort nur gibt.
Wobei ich mich auch immer frage, wer sich gerne an eine vielbefahrene Hauptstraße zum Essen oder Unterhalten setzt?  :o

Ich wundere mich auch immer wieder, bei gutem Wetter sind die Terrassen von Karthi's, dem Rialto und Puppe's aber immer sehr gut gefüllt (mit Ausnahme vom Rialto, die anderen beiden sogar im Winter). Warum das so ist kann ich auch nicht sagen, aber ich denke da unterschätzt man vielleicht die Laufkundschaft ein wenig, die sich dann spontan entscheidet sich einfach irgendwo hinzusetzen statt etwas weiterzugehen — es gibt ja durchaus auch die Möglichkeit anderswo, an einem ruhigeren Plätzchen draussen zu sitzen.

Im Winter finde ich das übrigens auch halb so schlimm direkt an der Straße zu bleiben. Nur im Sommer ist es manchmal extrem laut, wenn Sportwagenfahrer oder Biker meinen in der Innenstadt mal ihren Motor aufheulen lassen zu müssen… ::)
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am Februar 27, 2019, 09:33:31 Vormittag
https://youtu.be/Ja2rB1qdZRw (https://youtu.be/Ja2rB1qdZRw)

Hier einmal die Podiumsdiskussion von Anfang Januar zum Thema Verkehr geführt und organisiert von Cornelia Ehrhardt.

Snowie -danke für den Link. Solche Infos liebe ich ja. Für mich ist das überwegend eine Bla, blah - Diskussion gewesen. Als die wirklich interessanten Beiträge kamen von dem Holländer nach einem fehlenden Masterplan und von W. Langer nach der erweitereten Lösung Kegelbahnweg kamen, da wurden die Teilnehmer ziemlich ruhig. Wenn A. Baumann sagt, dass die betreffenden Gelände alle NP-unroblematisch seien, dann frage ich mich, warum ist er es als jahrelanger Bürgermeister damals nicht angegangen?

Abgesehen davon, es war eine CDU-Veranstaltung, folglich setzt sich ein gegenwärtiger Bürgermeister dort nicht hin. Aber was nützt es, wenn kein Verantwortlicher/Kompetenter aus dem Rathaus anwesend ist. Für mich zeigte sich, dass die mehr oder weniger in ihrem Kirchturmdenken gefangen sind. An der Kreuzung muss was passsieren, keine Frage, aber sie ist nur ein kleiner Baustein - die Gesamtproblematik muss in einem erweitertem Konzept gelöst werden. Viele gescheite Ansätze waren schon vor 25 Jahren auf dem Tisch und wurden nicht weiter verfolgt.

Ein verfehlter Punkt ist auch die Neugestaltung des P an der WSB. Die Verkehrslenkung ist eine komplette Fehlplanung. Hier wurde fahrlässig ausser Acht gelassen, dass mit dem bereits fest geplanten Bau des Hexenrittareals eine ganz neues Verkehrsströmung durch den Ort erfolgen wird. Es wurde die Chance verpasst, die Verkehrsströme vom hexenritt/B27 zur B4 Ri. Bad Harzburg an der Hauptkreuzung zur Harzburger Str. vorbeizulenken. Ebenso sehe ich nach wie vor einen Innenstadtring als Einbahnstaßensystem als erforderlich, der ebenfalls nicht hartnäckig genug verfolgt wird.
 
@David
Danke für den Hinweis mit dem Bürgerversammlung. Ich denke, dass ich da mal hinfahren werde.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am Februar 28, 2019, 05:35:58 Vormittag
Hab was amüsant-historisches aus Brl gefunden:
http://www.axelzierer.de/filme_hoerproben/BermudaDreieck.mov
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: snowie am Februar 28, 2019, 06:31:46 Nachmittag
Alle die aktuell auf der Sitzung zum Thema Verkehr sind, könnt ihr nachher mal berichten? Ich konnte leider nicht kommen...
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Max am Februar 28, 2019, 06:56:19 Nachmittag
Alle die aktuell auf der Sitzung zum Thema Verkehr sind, könnt ihr nachher mal berichten? Ich konnte leider nicht kommen...

Würde mich auch interessieren…
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 01, 2019, 01:10:49 Nachmittag
Ja - ich war da.
Grote hat eröffnete und sagte, das man von den Bürgern Feedback zu den Überlegungen wünsche und ein Stimmungsbild. Es war eigentlich eine öffentliche Stadtratssitzung und alle Stadträte + Polizei waren anwesend, was ich sehr gut fand. Dadurch konnte ich einen Eindruck gewinnen über deren internen Stand, da ich ja bislang über die reine Medieninformation oftmals nur mit dem Kopf geschüttelt habe, was die da fabrizieren.

Zunächst wurden zwei Eingangsvorträge von CDU und Bürgerliste über die Thematik inkl. Lösungsvorschläge gehalten, die Inhaltlich für meinen Geschmack zu vage gehalten waren. Erwähnt wurde mit Nachdruck, dass die Situation für die Einwohner unzumutbar wird und ein sehr ernsthaftes Problem für die Stadt die erhebliche Beeinträchtigung von Rettungsdienst /Feuerwehr ist. Die Stadt sei gefordert, hier für einen reibungslosen Fluss zu sorgen. Aber wie?

Als kurzfristige Maßnahme ist ein Kreisel an der Hexenritteinfahrt (m.E. sehr sinnvoll) mit erster Priorität angedacht (aber noch nicht beschlossen). Auf diese Weise fliest morgens der Linksabbiegerverkehr zum Hexenritt aus dem Ort besser, welcher derzeit immer auf den Gegenverkehr aus Elend warten muss und so Rückstau bis weit in den Ort rein erzeugt. Abends würde auf gleiche Weise das links Ri. Elend abbiegen erleichtert. 
Mit zweiter Priorität ein Kreisel an der Hauptkreuzung angedacht, wobei es gegen letzteren auch viele Einwände gibt. Daher herrscht Uneinigkeit, ob dies eine gute Lösung sei. Auch ein dritter Kreisel an der Lauterbacher Kreuzung sei in Überlegung. Mein Eindruck war, dass selbst der Kreisel an der Hexenrittstraße im nächsten Winter noch nicht steht. Es wurden keine Zeitpläne genannt.

Auch der Innenstadtring wurde angesprochen. Es wurde gesagt, dass man nun einen solchen im Winter rechtlich als Provisorium einrichten könne. Aber er scheint in der Stadt nicht oberste Priorität zu haben. 
Pers. Anm.: Ich fände ihn als Provisorium sehr wichtig, weil er klare Erkenntnisse schafft, ob das für den Ort eine ganzjährige Dauerlösung sein könnte. Ein Innenstadtring würde einen Kreisel an der Hauptkreuzung ersetzen, weshalb hier genau geprüft werden müsste, welche Maßnahme sinnvoller ist.

Vom Rat wurde ein Verkehrsleitsystem erwähnt, was von Bürgern und Polizei mit geforderten Standorten (u.a. Torfhaus) und Inhalten präzisiert wurde. Dort solle kommuniziert werden, wenn die P in Brl voll seien und dass die Leute bitte andere Skigebiete anfahren möchten. Fakt ist, die Stadt hat bislang keine konkreten Überlegungen (Technik, Kosten..etc.)ausgearbeitet, wie ein funktionierendes Verkehrsleitsystem aussehen könnte. Das finde ich persönlich schwach, wenn man das Thema Verkehrschaos behandelt.

Insgesamt kamen sehr viele gute Anregungen aus dem Publikum. Es wirkte teilweise so, als wenn die Bürger die Thematik im konkreten argumentativ besser im Sinn haben als der Rat.  Ich war erstaunt, dass es kaum unbrauchbare Statements aus dem Publikum gab (bspw. einen Tunnel von der Hexenrittstraße zur Harzburgerstr.). Das erlebe ich bei anderen ähnlichen Veranstalungen nicht selten anders. Die Anwesenden waren interessiert und mehr oder weniger recht gut mit der Problematik vertraut. 

Ein Bürgerhinweis betraf die im Vergleich zu anderen Städten sehr hohe unnötige Bushaltestellendichte im Zentrum, die den Verkehr ins Stocken bringt. Man könne sicherlich die Hälfte der Bushaltestellen weglassen und hätte immer noch einen zumutbaren Haltestellenabstand. Diese Idee wurde von Grote mit Zustimmung und Interesse aufgenommen.
Von einem Skifahrer aus Brl wurde vorgetragen, dass unter den Ratsherren keine Skifahrer seien, weshalb die keine hinreichende Ahnung von den ski-spezifischen Erfordernissen und folglich auch Mängeln hätten. Dieser Mann hat eine Saisonkarte - er kritisierte, dass die WSB nicht einmal die abstellbaren Probleme angeht, (Stehenbleiben am Ausstieg 4SB), Kassensituation…etc. Er kritisierte auch die Anordnung der Parkbuchten am Hexenritt (Schranke an jeder einzelnen Bucht, statt eine für oben rein und eine für unten raus - war ja auch unsere Kritik hier im Forum von Anbeginn) und dass eine Schranke nach unten an den Beginn der Hexenrittstraße gehört, die sich dann öffnet, wenn oben einer rausfährt.

Derzeit sieht die Stadt die aussichtsreiche Lösung in einem Shuttlesystem mit zusätzlichen P an der Peripherie im Bereich der B4, wofür die Hexenrittstraße verbreitert werden muss, damit Busse hoch kommen. Kritik aus dem Publikum war, wie der Bus denn durch den verstopften Ort kommen solle.  Ich habe gefragt, was die angedachte Verbreiterung der Hexenrittstraße kostet. Grote sagte 1,4 Mio, was die Stadt nicht hat, daher will die Stadt die Hexenrittstraße nun nur in den scharfen Kurven ausbauen, damit der Bus rumkommt. (kostet 260tsd €). Man favorisiert derzeit zumindest als erste Maßnahme einen Shuttelebus für Übernachtungsgäste vom Ort zum Hexenritt, damit die das Auto am Quartier stehen lassen. Auch hinsichtlich zusätzlicher Parkplätze sind zwei solche am Stadtrand mit P+R in Überlegung. Konkretes dazu gibt es noch nicht. Nur die CDU hat einen konkreten P-Vorschlag gemacht und zwar an der Hexenrittstraße/obere Bergstraße. Ich halte nichts von dem Standort, weil der Verkehr dann weiter durch den Ort muss.
 
Grote und Baumann trugen vor, dass der Unmut der Gäste besonders dann aufkeimt, wenn die WSB wg. Sturm nicht fahren kann. Dann solle der Shuttlebus die Leute zum Hexenritt bringen, ohne dass die mit dem Auto versuchen dort hoch zufahren. Ich habe später in meinem Statement (s. weiter unten) moniert, dass die WSB ja nicht einmal Abhilfe durch einen Entlastungs-SL an der oberen Sektion schaffe, was zustimmendes Nicken bei der Bürgerliste erzeugte. Wenn die WSB ausfällt, wird das halbe Skigebiet lahmgelegt, was Grote entgegnete, dass da ja noch mehr Lifte seien, außer der dann überlastete 4SB. Hier sehe ich seine unzureichende skispezifische Fachkenntnis, wie auch der eine Bürger zuvor gegenüber dem Stadtrat kritisiert hat.

Ein Bürger monierte, dass die Infopolitik der WSB insgesamt unzureichend sei, da keine Ansage am Telefon erfolge. Das Infotelefon ist nie besetzt, es kommt immer nur die gleiche Ansage ohne Aktualisierungen. Nüsse hätte in diesem Zusammenhang bei Grote  angefragt, ob er eine große LED-Tafel überm WSB-Eingang anbringen kann, welche auf die Gegebenheiten hinweise. Es kam sofort von einem Bürger die Kritik, dass solche Tafeln weit vor die Tore Braunlages (z.B. schon nach Torfhaus oder Odertal) gehören. Es nütze nichts, wenn Gäste erst vor Ort erfahren wie der aktuelle Zustand am Wurmberg ist, weil dann das Chaos ja bereits eingetreten sei.
Pers. Anm.: Im Prinzip braucht es sogar Radioansagen. Die Wasserkuppe gibt bspw. immer ganzjährig über den HR bekannt, wenn die Parkplätze dort voll sind, damit die Leute nicht weiter anreisen. Das passiert an fast jedem Schönwetterausflugswochenende.

Hilflos sieht man sich in Brl gegenüber der bereits ab Torfhaus bestehenden Stau/Parkproblematik entlang der B4. Die anwesende Polizei bestätigte meine Einschätzung, dass über 70% des anreisenden Verkehrs aus dem Norden über die B4 kommen. Andere Zufahrten aus dem Süden und von Bad Lauterberg seien nicht das Problem, bevor sie mit dem Nordverkehr im Ort zusammenprallen.
Was sagt uns das: Das Einzugsgebiet der WSB gört in GÖ auf. Kassel fährt eher ins Sauerland. Auch der Raum Halle/L scheint im Winter kaum in den Harz zu kommen und die fahren offensichtlich eher nach Oberwiesenthal.

Es wurde von der Stadt bestätigt, dass  die Gästebeschwerden hinsichtlich Warteschlangen im Auto, an WSB-Kasse und an Liften und sonstigen Defiziten seitens der WSB und im Ort in diesem Winter massiv zugenommen haben und dass die Stadt das beunruhigt.
Grote sagte, dass die WSB sich auf den Österreichischen Skigebietesplaner verließ, dass dieser sagte, das Skigebiet inkl. Parkplätze sei für 4000 Leute gut. Es klang so, als ob für die WSB die Skigebietsplaner verantwortlich wären, weil sie die Realitäten unterschätzt haben.
Ich musste da die Stirn runzeln, hab aber keinen Kommentar dazu abgegeben.

Für uns wichtig! Grote sagte, nachdem er von Bürgern gefragt wurde, warum die WSB nicht zügig weiter ausbaue, dass Herr Gross sich so positioniert, dass weitere Investitionen/Ausbauten erst in ein paar Jahren möglich seien, erst müssen die jetzigen sich wieder eingespielt haben.
Mein persönliches Fazit: So schnell ist also mit einem 6er und dem Westhang nicht zu rechnen. Es erklärt die Investitionsträgheit der WSB .

Mein Beitrag: Nachdem ich mir alle Positionen und Einwände von Rat und Bürgern angehört habe, meldete ich mich zu Wort und trug meine hier im Forum bekannte Position in einem langen Statement vor, das in Brl in der Vergangenheit viele Planungsfehler begangen wurden (Fehlplanung WSB, Planung Neugestaltung Großparkplatz ohne den vorvorstehenden Ausbau des Wurmbergs und die damit verbundene Verkehrserfordernis zu berücksichtigen). Ich habe die WSB gelobt als Antrieb für den Aufschwung und das Brl als einziger Ort im Oberharz nun wieder die Chance hat, die Krise zu bewältigen und zu alter Stärke zurückzufinden. Dazu gehöre jedoch ein schlüssiges Ganzjahres-Tourismuskonzept, welches nicht existiert. Mein Statement hat auch von den Ratsherren  großen Zuspruch erhalten

Ich habe gesagt, dass es hinsichtlich der Verkehrsproblematik zwei unterschiedliche Themen gäbe. 1. praxistaugliche Sofortmaßnahmen als Interiemslösung und dann 2. ein adäquates Gesamtzukunftskonzept (Masterplan). Braunlage müsse sich überlegen, wo es touristisch hin will! Da gab es viel Nicken, und Versäumnisse in dieser Hinsicht wurden eingeräumt.
Hinsichtlich der zunehmenden Gästenachfrage nach dem Skigebiet habe ich vorgetragen, dass die IFT-Studie genau dieses unerfüllte Nachfrageszenario beschrieben habe. Der Harz deckte 2006 1% seines Nachfragepotentials ab und dass seither kaum etwas passiert sei außer zwei 4SB sowie 1,5km neue Pisten + Beschneiung an der WSB. Damit deckt man nun 2,5% des Potentials ab, hat aber über die großspurigen Medienfocussierungen (größtes Skigebiet in Norddeutschland) Erwartungen bei 50% des Potentials ausgelöst und zudem die anderen kleineren Skigebiet in die Bedeutungslosigkeit degradiert. Daher müsse man sich nicht wundern, wenn die Leute nun Brl überrollen.

Ich verwies darauf, dass die Sauerländer zur Potentialabdeckung  mittlerweile 130 Mio€ in die Skigebiete investiert haben und weitere 80 Mio geplant seien. Ich erklärte, dass lt. IFT der Harz mit einem Einzugsgebiet von 13,5 Mio Menschen ein Potential von ca. 1/3 desjenigen des Sauerlandes habe und das die bisherigen Investitionen in Hahnenklee und am Wurmberg von ca. 12 Mio€ ein Tropfen auf dem heissen Stein seien.

Grote beklagte daraufhin die mangelhafte Förderpolitik des Landes Nds (man fühlt sich im Harz in H vergessen) und verwies auf den geförderten Masterplan Wintersport im Sauerland. Auch wurde vom Rat in Bezug auf Schierke vorgetragen, dass der Harz mit seinen internen Landesgrenzen ganz andere Kooperationsprobleme habe als das Sauerland.
Ich kam wegen der Vielfalt der Diskussionsvielfalt nicht mehr dazu, zu entgegnen, dass die NRW-Förderung sich auf die ersten Bauabschnitte bis 2010 bezog. 2/3 der Winterberger Investitionen (alle KSB bis auf Quick) und die 2. Ausbaustufe der Beschneiung (d.h. 80€ Mio€) kamen erst danach ohne Förderung.
Ein Bürger,der sich im Sauerland auskennt, sagte aber noch, dass es mit der Landesproblematik im Harz so nicht stimme, das mit Willingen/Hessen sehr wohl eine interne Landegrenze bestehe und man trotzdem gut zusammenarbeite, was im Harz stockt. In diesem Sinn wurde auch von mehreren Bürgern die Thematik Schierke lose angeschnitten und dass man sich mehr Zusammenarbeit wünsche. Ich sagte, das ich das Durchhaltevermögen von Herrn Bürger bewundere und dass ein solch beherztes Engagement bei der WSB vermisse – auch dass die Herrn Bürger nicht als Kompagnion aufnehmen, wenn deren Investitionsvermögen stocke.  Zudem sagte ich, dass mich die haltlose Polemik der Naturschützer nerve und diese den wirtschaftlich notwendigen Aufschung im Harz behindere. Im Sauerland sei es ja auch möglich einen Lift im FFH zu errichten. Grote ergänzte meine Ausführung, dass die Harzer Kommunen alle mit der sehr starken Naturschutzlobby zu kämpfen haben. 

Ich trug vor, dass durch die quasi unkorrigierbare Schaffung der Einbahnstraßensituation am Großparkplatz Brl sich die Chance genommen hat, den Verkehr zur Entlastung der Hauptkreuzung umleiten zu können. Bei dieser Planung hatte man 2008 (wie im Ortssanierungskonzept beschrieben) nur den Durchgangsverkehr der B27 im Auge, der ja vom Großparkplatz nicht tangiert wird. Dass nun mit dem Skigebietsausbau eine Blechlawine aus dem Norden kommt, hat man schlicht verschlafen, obwohl die gesamte Hexenrittplanung zu diesem Zeitpunkt bereit bestand und nur noch wg. des laufenden Verfahrens der Herauslösung des Wurmbergareals aus dem NSG auf Eis lag. Es gab zustimmendes Nicken von einigen Ratsherren.

Einigen Ratsherren schien die technische Fehlplanung der WSB nicht einmal wirklich bewusst gewesen zu sein. Sie gingen davon aus, dass die Seilbahn bei Wind einfach nicht fahren kann. Ich habe die Technische Thematik vorgetragen mit dem Verweis, dass Gross-Senior beim Bau der 6EUB damals die Investitionen zusammengestrichen hat. Grote sagte, dass der Senior ein Thema für sich gewesen sei, der Junior jedoch offener sei. Nichts desto trotz fallen dem Ort gravierende damalige Fehlplanungen der Vergangenheit nun auf die Füße, weil keine Masterplanung vorlag - und dass man sich in der jetzigen Phase keine weiteren fehlplanungen leisten könne.
 
Teil zwei siehe wegen Zeichenlimit nachfolgende Post.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 01, 2019, 01:11:23 Nachmittag
Teil 2:
Ich habe dann vorgetragen, dass die Konstellation der Seilbahn GmbH für Brl unglücklich sei und auf das Sauerland verwiesen, wo die ortsansässigen Geschäftsleute mit Lokalpatriotismus die Geschicke der Bahnen im Ortsinteresse lenken. Man schien sich dieses Nachteils in Brl bewusst zu sein, denn als ich sagte, dass Gross sich doch dann bitte wie im Sauerland weitere Finanziers/Kommanditisten suchen möchte, um der starken Gästenachfrage gerecht zu werden, sagte Grote, dass Gross hier gewisse Berührungsängste hätte.

Da ergeben sich für mich einige Ungereimtheiten. Ich gewinne den Eindruck, dass da im Hintergrund ein sehr ausgebuffter Schwabe am Werk ist, der exakt nach dem Prinzip handelt, wie Usul es immer benennt. Reines kapitalistisches Unternehmerdenken ohne lokales Verantwortungsbewusstsein, was ein Seilbahner unweigerlich haben muss, damit ein Urlaubsort funktioniert. Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass die WSB hier eine Minimax-Politik fährt. Dazu passt auch die Medienaussage von Nüsse, dass die Lösung ganz einfach wäre, Parkplatz am Stadtrand und dann Shuttle.
Von der WSB scheint nichts brauchbares zu kommen, hinsichtlich der Situation im Skigebiet selbst. Nüsse war übrigens nicht anwesend – ist für mich ein Unding, da die WSB ja Verursacher der Problematik ist. Sowas würde es in Oberstdorf und im Sauerland nicht geben.
 
Es gibt auch kein offizielles Statement der WSB, was sie zur Verbesserung der akuten Situation beitragen kann. Der Verkehr scheint auf die Stadt geschoben zu werden!
Die Stadt merkt nun, dass das Skigebiet dem Ansturm nicht gerecht wird. Diesbezüglich kam auch viel Kritik an der WSB aus dem Publikum über alle hier bereits diskutierten Themen. 

Ich habe dann die Parkplatzlösung am Kegelbahnweg (hinter dem Relaxa-Hotel) konkret ins Spiel gebracht und beim Bürgerforum deutliche Zustimmung bekommen. Ich sagte, dass dies die einzige Möglichkeit sei, den Ort verkehrstechnisch zu entlasten und eine vernünftige Parksituation zu schaffen. Anderfalls wird Brl durch weiter wachsenen Verkehr im Chaos ersticken, denn jeder neue Lift, der gebaut wird, erzeugt weitere Nachfrage. Ich sagte, dass wenn Schierke kommt, dies eine Nachfrageerhöhung von 50% erzeuge, was das Parkhaus in Schierke allein nicht auffangen kann, da die meisten Besucher weiterhin über die B4 anreisen. Es braucht dringend eine intensive gemeinsame Planung mit Schierke. Da keine Antworten dazu aus dem Rat kamen, muss davon ausgegangen werden, dass es eine solche Abstimmung nicht gibt.

Auf mein konkretes Nachfragen, ob ein P am Kegelbahnweg baurechtlich realisierbar sei, sagte man grundsätzlich ja, Grote seufzte jedoch, dass für jeden Baum, den die Stadt fällt eine Ausgleichsfläche geschaffen werden müsse, für die die Stadt dauerhaft verantwortlich sei. Grote scheint sowas angesichts des Finanzhaushaltes und des Aufwandes vermeiden zu wollen.
Der Stadt ist bewusst, dass die Probleme weiter zunehmen werden, dass immer mehr Leute kommen. Brl zieht im Ort immer mehr Investoren an. Im Anschluss an die Sitzung wurde mir mitgeteilt, dass Brl mit Hohegeis und St. A die Millionenmarke an Ü in 2018 deutlich geknackt hätte (inkl. Kleinbetriebe >10 Betten, die vom Stat. Bundesamt nicht erfasst werden). 

Zusammenfassend ist mein Eindruck, dass die recht hilflos dastehen. Die freuen sich einerseits, dass es aufwärts geht, fühlen sich vom Erfolg aber überrannt. Sehr konkrete Pläne haben die noch nicht, die sind in der Findungsphase.
Wolfgang Langer von der Bürgerliste hat den Kegelbahnweg im Sinn, allerdings nicht mit Skilift, wie von mir angedacht, sondern mit Shuttlebus, so hat er es auf der Versammlung im Januar im Kurhaus vorgetragen.
Angesichts der von Grote vorgetragenen Investitionspolitik der WSB dürfte sie nur schwer dazu zu bewegen sein, vom Kegelbahnweg einen Lift hoch zur Mittelstation zu ziehen, erst recht nicht die von Sommerphobie und mir zusammengefügte Ideallösung für das Skigebiet siehe: http://skifahren-im-harz.de/forum/index.php?action=dlattach;topic=237.0;attach=2558;image + Westhang zu verfolgen.
Die Stadt sieht, dass sie keine weiteren Tagesgäste verkraftet (sowohl im Ort als auch im Skigebiet), weiss jedoch nicht, wie sie diese steuern soll. Es wurde von einem Stadtrat erwähnt, dass auch in den Sommer und Herbstferien sowie an sonnigen Wochenenden in der warmen Jahrezeit der Ort bereits an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt sei und die Parksituation an der WSB überlastet ist.
Überlegungen, die Skitickets an der WSB zu limitieren - und den Ort dann um 9.30 Uhr als „ausverkauft“ zu melden wurden als nicht markgerecht diskreditiert. Zweimal hat sie WSB den Ticketverkauf bislang eingestellt, nachdem die Warteschlangen an der WSB auf über 90 Min angewachsen sind. M.E viel zu spät. Grote sagte, man muss eigentlich marktwirtschaftlich die Gästenachfrage bedienen, weiss allerdings nicht, wie man das adäquat organisieren soll.

Grote erklärte finalisierend, dass das Land die Armenhäuser in Nds sinngemäß im Stich lasse (ausser das Emsland, wo es einen umfangreichen Förderplan gibt – ich mutmaße mal, den hat die Meyerwerft mit beeinflusst) und beendete die Sitzung, dass man alles lösen könnte, wenn das Geld da wäre.
 
Mein persönliches Fazit:
Es braucht beherzte Investoren in Brl wie Herrn Bürger. Das scheint die WSB nicht zu sein. Es ist sehr schwach, dass Nüsse auf dieser Versammlung nicht erschienen ist. Wahrscheinlich weiss er warum - er hätte vermutlich eine Kritiklawine von Bürgern aus Brl bekommen. Man darf daher davon ausgehen, dass nicht nur im Ski-Forum Kritik an der WSB geübt wird, sondern auch bereits im Ort. Es kamen viele Fragen warum macht die WSB nicht dies und das…, die Grote mit seinem Wissen bestmöglich aber teilweise etwas hilflos zu beantworten versuchte?! Er selbst plädiert ja für den weiteren Ausbau, aber Gross bremst.

In anderen Bereichen im Ort sieht man überall wie gebaut, abgerissen und verbessert wird. Da werden Millionen investiert. Die WSB war Motor dieses Aufschwungs aber sie zieht offensichtlich nicht weiter mit und passt die Erfordernisse dem Aufschwung des Ortes an. Dadurch geraten dringende Maßnahmen in Stocken. Es kann m.E. nicht Aufgabe der Stadt sein, für die Parkplätze zu sorgen. Das ist Aufgabe der WSB nach dem Verursacherprinzip. In anderen Skigebieten finanzieren und bewirtschaften die Skigebiete die erforderlichen P überwiegend selbst, was die WSB zu vermeiden versucht. Wenn die Stadt in P investieren muss, dann fehlt das ohnehin knappe Geld in anderen Bereichen, z.Bsp. Stadtsanierung, Schwimmbad…usw. Auch Willingen steht unter dem Rettungsschirm, aber die ortsansässigen Geschäftsleute nehmen das Ruder selbst in die hand und schreien nicht nach der Gemeinde.

Nachdem ich nun den Stadtrat erleben durfte und deren Gesichter sehen konnte, gewinne ich den Eindruck, dass die WSB sich zum Blockierer entwickelt. Eine Seilbahn ist die primäre Wertschöpfungsinstitution und mit entsprechendem Verantwortungsbewusstsein muss ein Seilbahnbetreiber herangehen, sonst leidet der ganze Ort.

Angesichts der schwierigen topographischen Lage von BRL, wo eine Umgehungsstraße der B27 wg. Naturschutz nicht machbar ist, (wurde bereits vor 20 Jahren abgehakt), braucht es ein Engagement der WSB, um den durch sie erzeugten Verkehr in den Griff zu bekommen. Nüsses „einfache Lösung“ mit den Shuttles ist wenig hilfreich, wenn die WSB nicht dazu beiträgt, dass sie selbst den Ansturm lift/pistentechnisch schnell durch weitere Investitionen zu bewältigen bereit ist. Die Stadt kann dann nichts machen, was Grote dahingehend sinngemäß kommentierte, dass die Stadt einem privatwirtschaftlichen Unternehmer nicht vorschreiben könne, wie er mit seinem Geschäft umgehe.

Was mir noch aufgefallen ist im Vergleich zu den Stadt/Gemeinderäten in Willingen und Oberstdorf ist, dass in letztgenannten Orten ein viel höherer Sachverstand bei den Beteiligten vorherrscht. Die Diskussionen dort werden sehr gut vorbereitet auf einem deutlich höheren Niveau geführt.  Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die in Brl wirklich nicht wissen, wie sie den Run bewältigen sollen.

Ich meine, ohne die Kegelbahnweglösung geht es nicht – und die ist baurechtlich machbar, das ist für mich die positive Erkenntnis des Abends. Wie die in Brl nun damit umgehen - ob die einsehen, dass es die einzige nachhaltige Lösung sein wird, auch für den Sommer, da es nur 500m zur WSB zu Fuß sind, bleibt abzuwarten. Parkplätze an der Peripherie müssen die schaffen, und da ist der Kegelbahnweg der beste Standort. Die Bürgerliste hat die Variante Kegelbahnweg auf jeden Fall auf dem Prüfzettel und die machen auf mich den konstruktivsten Eindruck auch hinsichtlich ihres Vortrages  zur touristischen Gesamtsituation in Brl. 

Ich habe zu allerletzt noch darauf hingewiesen, dass die sich am Feldberg und in Winterberg umhören sollten. Dort wurden P+R Konzepte (am Feldberg auch getestet) verworfen, weil man zu dem Schluss kam, dass die Tagesgäste sie nicht nicht annehmen. Sie versuchen zunächst so nah wie möglich ranzukommen. Erst wenn sie nichts finden würden sie wieder rausfahren, aber durch den dadurch erzeugten Such-Rückstau verschlimmert es die Situation noch mehr.
Ein Experiment mit einem Skibus für Übernachtungsgäste kann/sollte man ausprobieren - entscheidend ist, dass es optimal geplant und in Abstimmung mit den Herbergen kommuniziert wird.

Last but not least etwas erfreuliches:
Unser Forum hat Einfluss. Es gibt Stadträte, die hier interessiert mitlesen, wie ich im externen Gespräch erfahren habe.

Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 01, 2019, 01:24:25 Nachmittag
P.S. Leute - für diesen Infobericht wünsche ich mir von Euch eine Saisonkarte bei Kukki oder der Mohntorte beim Brockenbäcker... schmeeist mal zusammen  :D
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 01, 2019, 01:51:31 Nachmittag
Noch ein wichtiger NAchtrag: Im Stadtrat wurde erwähnt, dass die Schierker aus Naturschutzgründen auch nicht auf den kleinen Winterberg raufdürfen, d.h. was da jetzt kommt, ist da einzige was geht.

Ich find aber noch einen ganz anderen Aspekt interessant, der mir gestern auf der Heimfaht eingefallen ist:
Der Sonenberg ist für mich und die meisten Skifahrer kein attraktives Skigebiet (auch wenn jetzt der ein oder andere hier vielleicht protestieret). Es ist ein Auslaufmodell. Da nun die Stadt Brl Betreiber der Lifte ist, könnte man in Koop mit Schierke und der WSB den Sonnenberg gegenüber dem NP als Verhandlungsmasse einbringen, das dieses Skigebiet aufgegeben wird zugunsten der Genehmigung den Nordhang runterziehen zu dürfen. Sowas wird auch in anderen Regionen gemacht, u.a. am Feldberg für den Bau der 4KSB Fahl, und aktuell in Oberwiesenthal, wo man den 1SB aufgegeben hat. In Oberstdorf am Fellhorn wurde seinerzeit auf ähnliche Weise die DSB-Scheidtobel durch das NSG genehmigt.
Fakt ist, der Nordhang mit seiner Fichtenmonokultur ist keine sonderlich schützenswerte Vegetation. Sie liegt zudem nicht im Kerngebiet und ist daher für den NP eigentlich verzichtbar. Mit dem onnenhang bekommen sie Gelände in der Kernzone.

Ob sich die Harcorde-Fundis im Harz jedoch auf sowas einlassen würden?
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Schneefuchs am März 01, 2019, 02:32:59 Nachmittag
Der Sonenberg ist für mich und die meisten Skifahrer kein attraktives Skigebiet (auch wenn jetzt der ein oder andere hier vielleicht protestieret). Es ist ein Auslaufmodell.

Das sehe ich auch so. Der Sonnenhang-Lift ist ja furchtbar kurz und läuft oft als einziger, der Grosse Sonnenberg ist oben immer irgendwie grasig, und der am ehesten interessanteste, der Sonnenblicklift, läuft nahezu nie.

Solche Schlepperchen stehen in den Alpen für die Anfänger an den Bergstationen. Interessiert sich da einer dafür? Und hier soll man extra dafür anreisen? Es hat mich schon gewundert dass die Stadt da noch Geld reingesteckt hat. Ein privater Investor hat sich ja nicht gefunden. Warum wohl?
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Usul am März 01, 2019, 03:22:55 Nachmittag
Etwas böse gesagt, reicht der Sonnenberg für 80% der Harz Skikunden. Auch wenn ich mich jetzt vielleicht nicht ganz beliebt bei jedem Leser mache.
Ich bezeichne mich als guten Skifahrer und habe dennoch einen halben Tag Spaß am Sonnenberg. Speziell, wenn man sich am Wurmberg die Beine absteht. Für mich immer noch Nr.5 im Harz:
Wurmberg
Hahnenklee
St. Andreasberg
Schulenberg
Sonnenberg
...

Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: David am März 01, 2019, 03:24:38 Nachmittag
Manitou, du wars! Habe 2 Stühle neben dir gesessen  ;)
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Max am März 01, 2019, 03:40:48 Nachmittag
Den Sonnenberg aufgeben zugunsten eines etwas verlängerten Nordhangs am Wurmberg würde ich ehrlich gesagt keinesfalls begrüßen.

Die kleineren Skigebiete im Harz (Sonnenberg, Torfhaus, Schulenberg, Ravensberg, Hohegeiß usw.) scheinen nicht mehr ganz zeitgemäß zu sein, dennoch füllen sie eine Lücke, sind — und da gebe ich Usul völlig recht — für die große Mehrzahl der Besucher im Harz völlig ausreichend und haben absolut ihre Berechtigung.

Es wäre fatal alles unnötig nur auf den Wurmberg zu konzentrieren und die anderen Skigebiete nach und nach zu schließen. Am Ende hat man einen Betreiber, der zwar gerne die Gewinne mitnimmt, aber nicht mehr macht, als unbedingt nötig und keinerlei Alternativen mehr im Harz.

Die anderen Skigebiete mögen zwar klein sein, aber die Betreiber sind im Regelfall extrem bemüht und tun was sie können, um ihren (treuen) Gästen etwas zu bieten. Das fängt damit an, dass es am MSB noch immer das beste Flutlicht-Angebot im Harz gibt, man in Hahnenklee kostenlos und direkt an der Piste parken kann, es in Schulenberg Lagerfeuer & Wildbratwurst vom Grill gibt, auf Torfhaus eine Cocktail-Bar aufgebaut wurde und am Sonnenberg der einzige Funpark im Harz steht.

Der Wurmberg hat natürlich ganz andere Voraussetzungen, aber auf diese Dinge möchte ich eigentlich nur ungern verzichten und es hat seinen Grund, warum ich im kompletten Februar nur sehr selten dort war und lieber einen Nachmittag zum Sonnenberg fahre oder gar Langlauf ausprobiere, als mich in die immer länger werdenden Warteschlangen am Wurmberg einzureihen.

Keines der genannten Skigebiete ist für sich genommen eine ernsthafte Konkurrenz für den Wurmberg — jedes Einzelne aber eine willkommene Abwechslung oder Ergänzung dazu, man muss halt nur wissen, worauf man gerade Lust hat.

PS: Besten Dank für den ausführlichen Bericht @manitou! :)
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: x86 am März 01, 2019, 03:53:14 Nachmittag
Danke für deinen Bericht, manitou!
P. S.: Ich wusste gar nicht, dass es hier ein Zeichenlimit für die Beiträge gibt  ;D

Der Sonenberg ist für mich und die meisten Skifahrer kein attraktives Skigebiet (auch wenn jetzt der ein oder andere hier vielleicht protestieret). Es ist ein Auslaufmodell.

Das sehe ich auch so. Der Sonnenhang-Lift ist ja furchtbar kurz und läuft oft als einziger, der Grosse Sonnenberg ist oben immer irgendwie grasig, und der am ehesten interessanteste, der Sonnenblicklift, läuft nahezu nie.

Solche Schlepperchen stehen in den Alpen für die Anfänger an den Bergstationen. Interessiert sich da einer dafür? Und hier soll man extra dafür anreisen? Es hat mich schon gewundert dass die Stadt da noch Geld reingesteckt hat. Ein privater Investor hat sich ja nicht gefunden. Warum wohl?
Also in anderen Mittelgebirgen (Winterberg) wird an solchen Hängen teils mächtig Kohle gescheffelt. Z. B. der Gr. Sonnenberg erschließt 3-4 Varianten. da ist für jeden Skifahrer was dabei und der Ausblick auf Wurmberg und Brocken ist wirklich klasse.

Wenn der NP natürlich keinerlei Veränderungen am Status quo zulässt, keine Beschneiung, nichtmal banale Toilettenhäuschen (sollen die Leute in den heiligen NP-Wald sch*?) ist das für keinen Investoren wirklich attraktiv. Da bringt die an sich exzellente Schneesicherheit auch nichts mehr (wobei es sicher eins der wenigen Gebiete ist, die sich auch mit Naturschnee noch einigermaßen rentabel betreiben ließen).
Bekanntermaßen stehen ja z. B. in Winterberg an so einem Hang eine 6KSB und mindestens Schneekanonen...das wäre zeitgemäß.

Dass BRL da nochmal etwas Geld reingesteckt hat, finde ich aber schon richtig. Zum einen aus o.g. Gründen und selbst wenn man mit dem NP tauschen wollte, muss man ja das Gebiet erstmal aufrecht erhalten. Für einen sowieso still gelegten Hang gibt der NP sicher keine seiner halb zerfressenen "Bergfichten" am Nordhang her...
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Pistenbully am März 01, 2019, 04:46:42 Nachmittag
Danke manitou, ein wirklich super Bericht.

Eine kleine Nachfrage hätte ich allerdings. Was hat die fehlgeplante WSB mit deren Windanfälligkeit zu tun ? Zu wenig Gondeln, zu langsame Geschwindigkeit, zu kleine Mittelstation … das ist alles klar. Aber wo ist der Bezug zur Windanfälligkeit ? Sind es die verkürzten Gehänge (weil man aus Kostengründen die alten Stationsgebäude weiter nutzen wollte ) ? 
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 01, 2019, 07:18:24 Nachmittag
Manitou, du wars! Habe 2 Stühle neben dir gesessen  ;)
Das hättest Du Dir doch denken können bei meinen Statements... Du warst der mit weissem hemd und Brille?!
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 01, 2019, 07:24:57 Nachmittag
Danke manitou, ein wirklich super Bericht.

Eine kleine Nachfrage hätte ich allerdings. Was hat die fehlgeplante WSB mit deren Windanfälligkeit zu tun ? Zu wenig Gondeln, zu langsame Geschwindigkeit, zu kleine Mittelstation … das ist alles klar. Aber wo ist der Bezug zur Windanfälligkeit ? Sind es die verkürzten Gehänge (weil man aus Kostengründen die alten Stationsgebäude weiter nutzen wollte ) ?
Es war ursprünglich auch eine 2Sektionenbahn für die WSB empfohlen worden (man kann beide Sektionen bei Bedarf getrennt voneinander befahren), die ebenfalls dem Rotstift unterzogen wurde. Sturm beeinträchtigt i.d.R. nur die obere Sektion, dann hätte man zumindest unten für Rodler etc. fahren können. So fällt alles aus.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Usul am März 02, 2019, 09:02:59 Vormittag
Sie werden schon eine einfache Kosten-Nutzen Rechnung gemacht haben.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: aletsch am März 02, 2019, 12:42:29 Nachmittag
...wahrscheinlich die gleiche, wie beim fixgeklemmten 4-er Sessel ::)

@manitou: Danke für den ausführlichen Bericht! Sehr interessant und ernüchternd zugleich... >:(
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 03, 2019, 08:53:36 Vormittag
Sie werden schon eine einfache Kosten-Nutzen Rechnung gemacht haben.
in diesem Fall liegt Du mit Deiner betriebswirtschaftlichen Bewertung falsch. Nüsse selbst hat mir im Gespräch 2011 gesagt, dass dies vom Senior-Chef ein schwerer Fehler war, der sich rächt. Erhat gegen den Rat der Seilbahnplaner entschieden. Der Alte konnte den Zeitgeist nicht mehr nachvollziehen... wenn man zudem Schwabe ist, wird an der falschen Stelle gespart. Der Junior scheint was den jetzigen Ausbau angeht eine ähnliche Spar-Mentalität zu haben, was auch aus den Statements im Rathaus herauszuhören war.
Eine Seilbahn ist für BRL und den Harz ein systemrelevante Unternehmern, da braucht es ein entsprechendes Verantwortungsbewusstsein, was bei der WSB stärker ausgeprägt sein könnte. Es ist nicht gut dass die WSB nicht Brl gehört sondern jemandem, der am Bodensee wohnt. So jemand ist nicht mit Leib und Seele Harzer. Macht ein systemrelevantes Unternehmen Fehler, leidet die ganze Region. Gut zu sehen derzeit inWOB.

Aktuelles positives Beispiel Willingen: Nach der Insolvenz der Badmöbelfirma Kesper wird nun endlich der Grundstücksweg frei, um die seit Jahren geplante Fußgängerbrücke am Bahnhof zur Seilbahn zu bauen. Da die Gemeinde ebenso wie Brl unter dem Rettungsschirm steht und in Willingen bereits das Schwimmbad teuer sanieren muss, will das Brauhaus die Brücke bezahlen (500tsd€). Das Brauhaus ist eine KG von ca. 200 Willingern. So sieht lokales Engagement aus, weil der ganze Ort von der Brücke profitieren wird.
Mit der Brücke kann dann auch eine Koop mit der DB angegangen werden (Skipass + Zugticket) ähnlich wie in GAP (mit M) und Oberstdorf (mit S), da es nur noch 200m vom Bahnsteig zur Seilbahn sind. Das dürfte der Erzrivale Winterberg nicht so lustig finden.

Solch ein beherztes Bürgerengagemet braucht auch BRL.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: playjam am März 03, 2019, 09:33:07 Vormittag
[...]
Mit zweiter Priorität ein Kreisel an der Hauptkreuzung angedacht, wobei es gegen letzteren auch viele Einwände gibt.
[...]

Hier leistet sich die Stadt Braunlage viel Diskussionen und lange Entscheidungswege, wie ich sie sonst nur von Großkonzernen kenne. Als kleines "Unternehmen" sollte sich Braunlage eher mit modernen agilen Prozessen auseinandersetzen.

Das Experiment mit der Ampelabschaltung hat schon gezeigt, dass hier mit einfachen Mitteln eine Entlastung möglich ist.

Einen Kreisel kriegt man auch, wenn man diesen mit etwas Farbe auf die Straße malt. So wird es auch häufig in meinem Heimatland England - dem Land der Kreisel - gemacht und es funktioniert aufgrund der Beschilderung auch im Winter bei Schnee und Eis.

Einen aufwendig gebauten Kreisel kann man umsetzen, wenn sich herausgestellt hat, dass der einfache gemalte Kreisel den gewünschten Effekt hatte.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 03, 2019, 09:46:30 Vormittag
Reicht die Enge der Kreuzung für einen gemalten Kreisel aus? Kann ich nicht beurteilen...
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: playjam am März 03, 2019, 12:21:35 Nachmittag
Reicht die Enge der Kreuzung für einen gemalten Kreisel aus? Kann ich nicht beurteilen...

Ja. Bei abgeschalter Ampel verhalten sich die Autofahrer jetzt schon wie im Kreisverkehr. In England sind viele der mittelalterlichen Städte und deren Straßenführungen erhalten geblieben und oft wird dort auf noch engerem Raum ein Kreisverkehr durch Fahrbahnmarkierungen geschaffen. Das hat den Vorteil, dass große LKWs oder Reisebusse durch Überfahrung der Markierung durch den Kreisel durchkommen können.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Schneefreund am März 03, 2019, 01:20:04 Nachmittag
Reicht die Enge der Kreuzung für einen gemalten Kreisel aus? Kann ich nicht beurteilen...

Ja. Bei abgeschalter Ampel verhalten sich die Autofahrer jetzt schon wie im Kreisverkehr. In England sind viele der mittelalterlichen Städte und deren Straßenführungen erhalten geblieben und oft wird dort auf noch engerem Raum ein Kreisverkehr durch Fahrbahnmarkierungen geschaffen. Das hat den Vorteil, dass große LKWs oder Reisebusse durch Überfahrung der Markierung durch den Kreisel durchkommen können.
Ich denke auch, dass der Platz reicht. Ist einen Versuch wert. Wenn es nicht klappt, kann die Ampel ja wieder angeschaltet werden.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Nordharzer am März 04, 2019, 09:51:27 Vormittag
So einen aufgemalten Kreisel gibt's ja auch schon in Goslar am Breiten Tor und da funktioniert es auch.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Usul am März 04, 2019, 10:00:46 Vormittag
Nur das es in der Zeit ganz ohne Ampelanlage und Kreisel mit den normalen Verkehrszeichen (als die Ampel defekt war) noch besser lief.
Der Platz vorm Breiten Tor ist meiner Meinung nach zu klein. Man kann keine Fahrer blinken sehen (Blickwinkel), hatte schon mehrere Beinaheunfälle. Ich schaue schon gar nicht mehr, ob die Leute blinken, ich gucke nur noch auf die Reifen.
LKWs fahren häufig einfach über den gemalten Kreisel rüber, Touris sind vollkommen überfordert :) . Der kleine Kreisel kostet mehr Zeit als das er spart, da der Kreiselvorteil nicht gegeben ist, mehrere Autos gleichzeitig auf der Kreuzung zu haben. Mehr als ein Auto da drin und er kollabiert.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: sommerphobie am März 05, 2019, 09:02:40 Nachmittag
Bei der Diskussion wo bauen wir einen Parkplatz und wie kriegen wir die Leute dann ins Skigebiet bzw. zum Hexenritt, darf man nicht außer Acht lassen, dass beim den zweiten Teil die überforderte Wurmbergseilbahn einen großen Anteil hat. Mit lächerlichen 640 Pers/h Förderleistung (bei Besetzung mit 4 Personen) ist sie hoffnungslos unterdimensioniert und die Windproblematik kommt hinzu. Es wäre also logisch hier von Seiten der WSB anzusetzen. Das ist natürlich eine teure Angelegenheit, sodass man vielleicht lieber improvisiert (z.B. Entlastungslift, neuer Zubringer) oder improvisieren lässt/nichts macht (Busshuttle) bzw. anderswo investiert. Allerdings sind das nur Versuche die aus der ungeeigneten Wurmbergseilbahn entstehenden Symptome notdürftig zu beheben, anstatt die Ursache zu beseitigen.

Bei einem Neubau wären Sachen wie größere Gondeln, in denen man MTBs transportieren kann, eine Trennbarkeit der beiden Sektionen und ein ebenerdiger Zugang in die Gondeln wohl selbstverständliche Verbesserungen. Beim Bahntyp gäbe es verschiedene Möglichkeiten. Einerseits wäre da die normale Gondelbahn, die ab Mittelstation zur Kombibahn wird. Hierbei hat man den Vorteil, dass es mit den Sesseln eine direkte Wiederholungsbahn ohne Zusteigeprobleme und ohne Skiabschnallen für die obere Sektion gibt. Allerdings ist so eine Bahn aufwendiger. Andererseits könnte man einfach eine normale Gondelbahn nehmen, wobei zwei Varianten denkbar sind. Erstens könnte man alle Gondeln gleich verteilt durch beide Sektionen laufen lassen, was die höchste Förderleistung ab Tal bringen würde. Zweitens könnte man z.B. jede dritte Gondel nur auf der zweiten Sektion verkehren lassen, wodurch ein einfacheres Zusteigen in leere Gondeln an der Mittelstation möglich wäre. Eventuell könnte man je nach Saison auch die beiden Varianten variieren.

Ein 1:1-Ersatz der Wurmbergseilbahn ist aus Wintersportlersicht nicht besonders attraktiv, da neben mehr Förderleistung wohl nur eine breitere Panorama- und Talabfahrt kommen würden. Eine deutlich attraktivere Variante wäre ähnlich wie die Skizze (http://skifahren-im-harz.de/forum/index.php?action=dlattach;topic=237.0;attach=2558;image), die manitou bereits verlinkt hatte. Die zweite Sektion würde dann natürlich im Bereich der jetzigen Bergstation enden. Bei den beiden Pisten wären im Vergleich zur Skizze auch noch ein paar Modifikationen sinnvoll. Die Panoramaabfahrt sollte erst in Richtung Speichersee laufen und dann gerade runter, sodass sie erst am Ende des Flachstücks auf die jetzige Abfahrt trifft. Die zweite Piste sollte der aktuellen Panoramaabfahrt bis etwa zur Hälfte der Flachstücks folgen und erst danach links wegbiegen, sodass der Verlauf besser zum natürlichen Gefälle passt. Einige Teilstücke der jetzigen Panoramaabfahrt wären dann überflüssig. Die Einstiegsbereiche müssten auch neu geordnet werden, sodass man für jede der beiden Pisten einen eigenen Einstieg hat. Der Skiweg Hexenritt sollte als Piste aufgegeben werden. Somit würde man dann, wenn man am Gipfel den rechten Einstieg (in Fahrtrichtung) nimmt, abgesehen vom Abzweig zur Talabfahrt ohne Kontakt mit anderen Pisten 1,5 km zur Mittelstation durchfahren können. Beim linken Einstieg wären es 1,3 km, auf denen lediglich die Aufteilung mit dem Sonnenhang erfolgt. Beide Pisten und auch die Haupttalabfahrt brauchen dann natürlich die Breite des Sonnenhangs oder auch mehr. Zwischen der verlegten Mittelstation und dem Hexenrittbereich liegen 600 m, die bei windbedingten Ausfall der zweiten Sektion überbrückt werden müssten. Hierfür könnte man ein zentrales Übungsgelände anlegen, das dann von beiden Einstiegen erreicht werden kann und im Gegensatz zum Jetzigen nicht ein Teil der Hauptpisten ist.

Das Ganze hat allerdings neben den Kosten noch einen weiteren Haken. Die erste Sektion der Wurmbergseilbahn dient auch zur Beförderung von Rodlern. Die aktuelle Rodelbahn wäre 500 ansteigende Meter von der verlegten Mittelstation entfernt. Man könnte einfach die untere große Wurmbergabfahrt umfunktionieren, aber vielleicht ist die ein wenig zu flach und es würde einigen Aufwand bedeuten. Was für ein Gefälle braucht man denn zum Rodeln? Die andere Variante mit Sögdingsrodelbahn (3,1 km), Rodellift zum Rodelhaus (900 m), dort Anknüpfung an die aktuelle Rodelbahn und bei Schneemangel im Tal rüberfahren zur Mittelstation würde halt das NSG durchschneiden.



Bei einer Opferung des Sonnenbergs für den Wurmbergnordhang bin ich in mehrerlei Hinsicht skeptisch. Erstens liegt der Wurmbergnordhang in Sachsen-Anhalt und der Sonnenberg in Niedersachsen, wobei neben dem länderübergreifenden Aspekt die Tatsache der politisch schwierigen Lage in Bezug auf Skigebiete in Sachsen-Anhalt erschwerend hinzukommt. Zweitens benötigt die WSB viel Geld um selbst geschaffene Altlasten zu beseitigen, weshalb eine Finanzierung für den großen Nordhangausbau problematisch sein könnte. Drittens ist der Sonnenberg neben dem Wurmberg (und Abstrichen Torfhaus) das einzige hochgelegene/zukunftssichere Harzer Skigebiet, weshalb man es nicht komplett aufgegeben sollte.
Man könnte darüber diskutieren, ob man den Sonnenblick ohne den zugehörigen Parkplatz opfert, falls man dafür das Areal am großen Sonnenberg aus dem Nationalpark heraus bekäme und dann dort investieren könnte.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: playjam am März 05, 2019, 09:17:58 Nachmittag
Ich würde erst einmal die Sachen umsetzen die wenig kosten und die größte Wirkung haben. Von außen betrachtet macht die Braunlager Politik eher den Eindruck, dass zu viele "ja, aber..." statt "ja, und... " sagen.

Liebe Braunlager Ratsmitglieder und Entscheider,

bitte versucht häufiger experimentell was funktioniert. Was richtig oder falsch ist, wird man mit Diskussionen nicht feststellen. Die Menschen verhalten sich sowieso anders und überraschender als Ihr es denkt. Lieber häufige kleine Schritte, Erfolg messen und ständig nachjustieren als alle Jubeljahre einen großen Schritt.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Nordisch am März 05, 2019, 10:51:28 Nachmittag
Eine Seilbahn ist für BRL und den Harz ein systemrelevante Unternehmern, da braucht es ein entsprechendes Verantwortungsbewusstsein, was bei der WSB stärker ausgeprägt sein könnte. Es ist nicht gut dass die WSB nicht Brl gehört sondern jemandem, der am Bodensee wohnt. So jemand ist nicht mit Leib und Seele Harzer.
Ich würde nicht behaupten, dass es keine Gegenbeispiele gibt, wo es trotzdem gut klappt. Aber man sieht schon, was Du meinst -- man stelle sich nur mal vor, das Äquivalent der Harzdrenalin-Brüder besäße die WSB. Der Gedanke allein ...

Aber auf alle Fälle danke für den ausführlichen Bericht, top Service :D
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Gletscherfirn am März 08, 2019, 04:59:22 Nachmittag
Um nochmal das Thema Tausch Sonnenberg gegen etwas anderes aufzugreifen: Für mich füllen diese kleinen Gebiete (klein in diesem Fall gegenüber den anderen Gebieten in der Umgebung) eine ganz wichtige Rolle als Lern- und Familienskigebiete. Mich erinnert das Ganze etwas an die Situation in Winterberg und Altastenberg. Wenn man Skifahren lernen möchte braucht man zunächst weder Winterberg noch den Wurmberg. Da tuen es Alt- oder Neuastenberg oder eben auch der Sonnenberg genauso. Dazu sind die Preise erheblich niedriger und während die Kinder in der Skischule sind können die Erwachsenen auch ein paar mal den großen Hügel runterrutschen und danach macht man zusammen noch ein paar Abfahrten ohne Angst vor Kampfpiloten haben ui müssen. Auch für einige Besuche danach bieten diese kleinen Gebiete --- ja Altastenberg ist schon größer als Sonnenberg aber trotzdem --- noch einiges an Möglichkeiten Spaß zu haben. Den Preis für einen Skitag kann sich ja jeder selbst mal zusammenbasteln. Ich hoffe daher, dass Alt- und Neuastenberg wenn sie sich wirklich dem Skiliftkarussel anschließen ihre eigenen Tarife behalten (können). Auch für einheimische Schüler ist das Ganze ziemlich attraktiv. Nachmittag in Alt- oder Neuastenberg 15/16 € oder ab 15:00 sogar nur 9 €. In Winterberg ist man gleich bei 24 €. In Braunlage kommt man immerhin auch mit 16 € hin.

Mal ganz abgesehen davon --- das lässt sich natürlich wirtschaftlichen nicht begründen --- gehört es für mich auch ein Stück zur Norddeutschen-Skikultur kleine Hügel mit Schleppliften rauf und runter zu rutschen. Hier ist wenn Schnee liegt echt was los: https://skilift-sternberg.jimdo.com/
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Max am März 08, 2019, 05:32:15 Nachmittag
Um nochmal das Thema Tausch Sonnenberg gegen etwas anderes aufzugreifen: Für mich füllen diese kleinen Gebiete (klein in diesem Fall gegenüber den anderen Gebieten in der Umgebung) eine ganz wichtige Rolle als Lern- und Familienskigebiete.

Ich sehe das genau wie Du, habe allerdings (zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis) häufiger erlebt, dass es auch sie eher an den Wurmberg oder zumindest den MSB zieht, da sie sich mit den Schleppliften schwer tun und nicht die Geduld haben das richtig zu lernen.

Aller Anfang ist schwer und natürlich sind Seilbahnen oder besser noch Sessellifte deutlich schneller und komfortabler, aber irgendwie gehört das Schleppliftfahren auch dazu, wird mit der Zeit ohnehin immer angenehmer und sind wir mal ehrlich, in den Alpen kommt es immer mal wieder vor, dass man irgendwo auf einer langen, bis dato unbekannten Skirunde auf den einen oder anderen Schlepplift trifft. Spätestens da wünscht man sich dann vermutlich, dass man das mal anständig gelernt hätte… ;D
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Kalle am März 08, 2019, 05:42:51 Nachmittag
Ich muss auch sagen, dass ich die Gemütlichkeit bzw. das ruhigere in den kleinen Gebieten genieße. Am Wurmberg ist teilweise mehr Streß und die Leute sind unentspannter.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: STS am März 08, 2019, 06:47:48 Nachmittag
Die Entwicklungen in Braunlage sind erstaunlich und wir können hoffen, dass es weiter geht. In der Hochsaisson kommt der Wurmberg für uns nicht in Frage. Insbesondere für meine Kinder steht das Skifahren im Vordergrund. Das Verhältnis Abfahrt-, zu Wartezeit muss einfach stimmen. Sie fahren daher lieber in Schulenberg oder am Sonnenberg. Die kleinen Gebiete sind daher unbedingt erhaltenswert.

Der Naturschnee der schneesichersten Pisten im Oberharz mit Panorama auf die Harzgipfel sind ein Genuß und halten häufig bis in den April. Im Sauerland würde vermutlich keiner auf die Idee kommen die wenigen Pisten mit +800müNN stillzulegen..

Wenn aktuell der Wurmberg nicht ausbauwillig ist, dann sollte Braunlage kurzfristig seine 5 Skigebiete gemeinsam besser vermarkten und mit einem Skipass Oberharz aufwerten.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: x86 am März 08, 2019, 09:44:09 Nachmittag
Wenn aktuell der Wurmberg nicht ausbauwillig ist, dann sollte Braunlage kurzfristig seine 5 Skigebiete gemeinsam besser vermarkten und mit einem Skipass Oberharz aufwerten.
Das sollten sie auf jeden Fall machen, am besten auch ein elektronisches Kassensystem an allen Liften einführen (auch wenn es teuer ist).

Das Skigebiet am Sonnenberg sollte auf jeden Fall erhalten werden, auch wenn ich es akzeptabel fände, wenn man es gegen einen neuen Hang am Wurmberg eintauschen würde. Bei der bekannten NP-Mentalität kann ich mir das aber ohnehin kaum vorstellen...

Bzgl. Skifahren lernen:
Klar braucht man zum Lernen keine 10 verschiedenen Pisten, aber man kann beobachten, dass gerade durch das Winterberger Angebot auch sehr viele Leute angelockt werden, die vielleicht nicht das erste Mal auf Skiern stehen, aber bisher nur wenige Übungstage gesammelt haben. Für diese sind die flachen Pisten an Schneewittchen, Brembergkopf, BBX, Rauhem Busch und Herrloh/Astenstraße schon sehr attraktiv und werden ja auch sehr gut angenommen. Gerade an der Kappe kann man ja sogar an einem Lift Anfänger und "Profis" fahren lassen, weil das Spektrum an Pisten es einfach hergibt...
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Gletscherfirn am März 09, 2019, 08:03:13 Vormittag
[...]
Bzgl. Skifahren lernen:
Klar braucht man zum Lernen keine 10 verschiedenen Pisten, aber man kann beobachten, dass gerade durch das Winterberger Angebot auch sehr viele Leute angelockt werden, die vielleicht nicht das erste Mal auf Skiern stehen, aber bisher nur wenige Übungstage gesammelt haben. Für diese sind die flachen Pisten an Schneewittchen, Brembergkopf, BBX, Rauhem Busch und Herrloh/Astenstraße schon sehr attraktiv und werden ja auch sehr gut angenommen. Gerade an der Kappe kann man ja sogar an einem Lift Anfänger und "Profis" fahren lassen, weil das Spektrum an Pisten es einfach hergibt...

Nene so sollte das auch nicht gemeint sein als wären die "großen" Gebiete nix für Anfänger. Sie bieten aber zumindest für manche Zielgruppen (absolute Anfänger, Familien mit Anfänger-Kindern usw.) nur einen bedingten Mehrwert und das gegenüber einem deutlichen Mehrpreis, mehr Leuten, mehr bescheuerten Leuten, mehr Leute in den Skischulen usw... Und das vor allem vor dem Hintergrund der Idee des Tausches: kleines Skigebiet schließen um ein größeres Skigebiet erweitern zu können.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 09, 2019, 08:45:07 Vormittag
ich finds sehr interesssant was für ne starke Resonanz meine Tausch-Idee ausgelöst hat!

Grundsätzlich stimme ich der Argumentation zu, dass der Sonnenhang idealerweise erhalten bleiben sollte, gerade wg. seiner Höhenlage und weil es kleine preisgünstige Übungsskigebiete braucht.
Im Sauerland gibt es bspw. die Ruhrquelle und den Sahnehang, welche diese Kriterien erfüllen. Beide sind jedoch beschneit, die Ruhrquelle zudem modern ausgebaut (Förderband, 4SB), was der Sonnenhang wg. des NP nicht erfüllen kann. Da darf nicht gebaut werden, überspitzt nicht einmal ein zweites Dixieklo. Der Sonnenhang wäre für mich auch aufgrund seiner verkehrstechnisch guten Erreichbarkeit bei entsprechendem Ausbau mit modernen Funktionsgebäuden, Pistengastonomie eine interessante Familienalternative für Leute, die ein bisschen rumrutschen wollen. Das alles ist jedoch nicht gegeben und im Sauerland haben solche Kandidaten keine Überlebenschance.

Obwohl es im Sauerland solche Alternativen gibt, zeigt sich im Gästeverhalten, dass diese dennoch überwiegend die großen Skigebiete ansteuern, auch wenn sie nur den Übungshang brauchen. Mensch strebt nach Gigantismus und will am Montag sagen/angeben können, wir waren am Wurmberg, in Winterberg oder Ischgl Skifahren. Gigantismus ist angesagt, was auch in den Alpen zu beobachten ist. Der Medientrend plakatiert dies unentwegt auf allen Ebenen und der Herdentrieb macht mit.
 
Die kleinen Skigebiete im Harz können den familienfreundlichen Übungsanspruch aufgrund ihres überwiegend zu anspruchsvollen Pistenniveaus kaum erfüllen. (Hohegeis, Schulenburg, Ravensberg). Die besten Kandidaten sind eigentlich Hahnenklee (die tun aber nichts) und die Rathauswiese. Letztere müsste in BRL eigentlich als Alternative zur WSB ausgebaut werden (wie die Dorfwiese in Willingen) mit Förderbändern und leistungsstarker beschneiung sowie Pistengastronomie und modernem Funktionsgebäude direkt an der Piste. Das ist jedoch aus einem in BRL altbekannten Problem kritisch zu beurteilen, nämlich der Parkplatzsituation. Es würde die Stadt zusätzlich verstopfen.

So gesehen müsste BRL mal ernsthaft über den Ausbau des Hasselkopfes zur Familienwiese nachdenken. Die Pluspunkte sind Nordhang, Ausbauplatz vorhanden auch für P, gute Anfahrtsmöglichkeit ohne Verkehrschaos. Das müsste dann aber gut beworben und beschildert werden, denn da die meisten von Norden über die B4 kommen, kennt kaum jemand den Hasselkopf.

Aus all diesen Gründen gibt es im Harz quasi keine wirkliche Alternative zum Wurmberg, die sehr viel blaues Potential anzubieten hätten (in den Ausbauideen von Sommerphobie). Auch das Kriterium günstig deckt der Wurmberg mit seiner 10er Karte Hexenlift ab, was man noch auf 3-4 Std. Karten erweitern könnte.

Im Sauerland sind die Tage der kleinen unbeschneiten Skigebiete gezählt (wird aktuell auch im AF diskutiert https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?p=5197632#p5197632 . Prinzipiell ist das Gästeverhalten im Harz nicht anders.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: playjam am März 10, 2019, 08:22:13 Vormittag
[...]
Grundsätzlich stimme ich der Argumentation zu, dass der Sonnenhang idealerweise erhalten bleiben sollte, gerade wg. seiner Höhenlage und weil es kleine preisgünstige Übungsskigebiete braucht.
[...]

Der Sonnenhang hatte jetzt recht viel Betrieb. Ich denke Du wirst überrascht sein, was ein Internet-affiner Betreiber reißen kann.

Unabhängig davon gehört der Sonnenberg selbstverständlich aus dem Nationalpark gelöst. Die Nationalparkverwaltung ist kein alpiner Wintersportbetrieb und wurde auch nicht gegründet um Verpächter von Freizeitflächen zu sein.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 10, 2019, 01:05:45 Nachmittag
Unabhängig davon gehört der Sonnenberg selbstverständlich aus dem Nationalpark gelöst.
Das wird aber nie geschehen und braucht als Utopie nicht weiter diskutiert zu werden. Genau deswegen trifft meine Argumentaion ja zu. Der Sonnenhang wie er ist, läuft nur noch wegen der unzureichenden Angebotssituation im Harz.
Im Sauerland wäre das Skigebiet ohne Modernisierung entweder schon aufgegeben oder naher Kandidat dafür, weil es unter modernen Gesichtspunkten einfach nicht wettbewerbsfähig ist. Im besten Fall überlebt es als Refugium eines Skiclub-Idealismus

Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Gletscherfirn am März 10, 2019, 01:46:51 Nachmittag
Dabei sollte man aber auch nicht außer acht lassen, dass das sich sowohl die Anlagen am Wurmberg als auch der Betreiber in der Vergangenheit als nicht zuverlässig erwiesen haben und die Überfüllung am Wurmberg wird durch einen längeren Nordhang nicht besser. Die Zeichen, dass sich die Zuverlässigkeit am Wurmberg verbessert sind auch nicht wirklich zu erkennen. Auch nicht für die Zukunft. Das ist ein großer Unterschied zum Sauerland. Und nach dem Verlängern des Nordhangs steht ist dort auch wieder Ende.

So oder so ziemlich verzwackt aber für mich definitiv kein guter Tausch!
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Rollmops am März 10, 2019, 02:19:14 Nachmittag
Der Wurmberg an sich ist gar nicht so skitauglich,durch die ehemalige Zonengrenze. Eine Erschließung von Schierke vor 60 Jahren und es wäre wahrscheinlich ein total anderes Gebiet entstanden. Eigentlich ist keine Piste optimal zum Skifahren. Teilweise sehr steil und dann wieder ganz flach,kein gleichmäßiges Gefälle.Der Sonnenhang zum Hexenitt hängt nach rechts.  Da macht es am Bocksberg auf den Pisten am langen Schlepper und unter den beiden Bahnen eigentlich mehr Spass.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Doppelmayr am März 10, 2019, 05:40:05 Nachmittag
Ich kann mir leider auch nicht vorstellen, dass der Sonnenberg auf mittlere Sicht aus dem NP herausgelöst werden wird. Solange ein Herr Knolle die Zügel in der Hand hält erscheint das in meinen Augen utopisch. So schön das natürlich wäre. Dann könnte man in neue Liftanlagen investieren und eine Beschneiung installieren und vernünftige Gastro. Ebenso glaube ich nicht an einen weiteren Wurmbergausbau...
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Gletscherfirn am März 10, 2019, 06:12:47 Nachmittag
Nein das würde auch dem Konzept eines Schutzgebietes oder einer solchen Schutzvereinbarung wiedersprechen und das ist auch gut so (siehe Riedberger Horn). Möglicherweise hat man am Sonnenberg damals gepennt. Man hätte eine Modernisierung direkt mit ermöglichen sollen. Nachträgliche Änderungen sind Mist!
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: playjam am März 10, 2019, 06:37:38 Nachmittag
[...] Solange ein Herr Knolle die Zügel in der Hand hält erscheint das in meinen Augen utopisch. [...]

Herr Knolle ist sehr dicht am Rentenalter. Er ist nur ein Pressesprecher für die NPV (bzw. Lobbyist für BUND/NaBu) kein Entscheider, der die Zügel in der Hand hält.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: x86 am März 10, 2019, 10:05:42 Nachmittag
Wer entscheidet denn da tatsächlich?
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: manitou am März 10, 2019, 10:46:05 Nachmittag
Der Wurmberg an sich ist gar nicht so skitauglich,durch die ehemalige Zonengrenze. Eine Erschließung von Schierke vor 60 Jahren und es wäre wahrscheinlich ein total anderes Gebiet entstanden.
Da stimme ich Dir zu!
Wenn man mal durchspinnt, wie es ohne Zonengrenze gekommen wäre, dann wäre Schierke heute in Tourismusgigant und Superkurort... Braunlage läge weit abgeschlagen im Schatten. Es hätte in Schierke ein Übungsskigebiet am Großen Winterberg gegeben. Das eigentliche Hauptskigebiet stünde am Nord- und Westhang des Brocken. Da die Brockenbahn schon in den 60er Jahren überlastet gewesen wäre, hätte es von Schierke eine weitere Seilbahn auf den Brocken gegeben. Sehr wahrscheinlich hätte auch von Ilsenburg eine weitere Seilbahn auf den Brocken gebaut, damit unzählige Tagesgäste nicht erst mit dem PKW hoch in den Harz fahren müssten und die Straßen verstopfen. Damit wäre auch Ilsenburg touristisch aufgestiegen.
Die Brockenbahn wäre aber keine Dampfbahn mehr sondern ab WR elektrifiziert wie eine Schmalspurbahn in der Schweiz. Die Harzquerbahn (von Drei-AnnenHohne) nach Nordhausen wäre wahrscheinlich in den 60ern ebenso verschwunden wie die Südharzeisenbahn und viele andere Schmalspurbahnen. Allerdings gabe es die Bahnstrecke von Blankenburg bis nach Drei-Annenhohne (und weiter nach Schierke) noch komplett mit Personenverkehr.

Je nachdem wie stark sich BRL überhaupt gegen Schierke hätte entwickeln können, hätte man vielleicht die Wurmberg-Seilbahn gebaut als Zubringer zum Schierker Skigebiet am gr. Winterberg und zum Anschluss an die Seilbahn hoch zum Brocken. Der Wurmberg Nordhang bis runter würde wohl existieren, wahrscheinlich jedoch lange Zeit nicht mit einem Lift wg. der Landesgrenze. Wahrscheinlicher wäre, dass ein Schierker Lift auf den gr. Winterberg geht und Gäste aus Brl dann von dort zu einem kurzen Lift abfahren, der sie dann auf den Wurmberggipfel führt. Schierke hätte in dieser Konstellation wenig Interessen an einer Koop mit BRL, weil sie den Wurmberg nicht brauchen. Sollte ein langer Nordhanglift exisieren, dann noch nicht allzu lange (nicht vor 2010). Das Skigebiet Winterberg/Wurmberg wäre ja nur zweite Wahl und Läge weit im Schatten des Brockens.

Vielleicht hätte BRL auch einen Westhang mit einem Lift erschlossen, um wenigsten eine eigene Skipiste zu haben. Die heutige große Wurmbergabfahrt wäre nie über den Status einer einfachen schmalen Talabfahrt als Heimweg hinausgelangt. Den Kaffeehorst würde es gar nicht geben, weil man nie unnötig Südhangskipisten geplant hätte.

Die Sauerländer hätten sich im Wintersport nie so entwickeln können wie heute - es gäbe eine EC-Verbindung von Amsterdam nach Bad Harzburg und halb NL hätte Zweitwohnsitze im Harz.

So nun schalte ich den prähistorischen Utopiemodus wieder aus.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: STS am März 11, 2019, 12:15:42 Vormittag
Interessante Utopie - real ist, es gibt immer mehr Holländer, die im Harz investieren oder eine Ferienwohnung haben.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Max am März 11, 2019, 08:37:51 Vormittag
@manitou: Wirklich interessante Vorstellung muss ich sagen. Wenn man bedenkt, wie die Situation des alpinen Wintersports im Harz wohl wäre, hätte man den Brocken und die beiden Winterberge früh mit einbezogen ist kaum auszumalen denk ich. In jedem Fall hätte man unter diesen Bedingungen ein sehr schönes Skigebiet hätte schaffen können, was vermutlich auch Heute nicht schlecht dastehen würde.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: sommerphobie am März 12, 2019, 04:09:48 Nachmittag
Unabhängig davon gehört der Sonnenberg selbstverständlich aus dem Nationalpark gelöst.
Das wird aber nie geschehen und braucht als Utopie nicht weiter diskutiert zu werden.
[...]

Nur weil eine (Skigebiets-)fläche einmal zum Nationalpark erklärt wurde, bedeutet das nicht, dass sie es auch auf ewig bleibt. Sowas zu ändern ist auch im Harz möglich, da sich die Schierker Skigebietspläne auf früherem Nationalparkgebiet abspielen. So eine Herauslösung dauert seine Zeit und erfordert viel politischen Willen. Der Nationalpark wird auch eine Gegenleistung zB in Form von anderen Flächen fordern.
Der Sonnenberg liegt zwar nicht am äußeren Nationalparkrand, aber er hat als Nutzungszone den geringsten Schutzstatus und grenzt direkt an das nationalparkfreie Gebiet der "Siedlung Sonnnenberg" mit dem Schießstand des Landesleistungszentrums. Um Lonau herum gibt es bereits ein großes nationalparkfreies Gebiet umgeben von Naturdynamikzone, wie es am Sonnenberg dann der Fall wäre. Ich würde nicht von Utopie sprechen sondern nur von einem anspruchsvolleren Vorhaben.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: x86 am März 12, 2019, 04:14:14 Nachmittag
Eigentlich ist keine Piste optimal zum Skifahren. Teilweise sehr steil und dann wieder ganz flach,kein gleichmäßiges Gefälle.Der Sonnenhang zum Hexenitt hängt nach rechts.
Dass einige Abfahrten etwas zu flach sind, sehe ich auch so, aber ich mag es schon, wenn sich unterschiedlich steile Abschnitte abwechseln. Immer das gleiche Gefälle ist doch auch langweilig.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Usul am März 12, 2019, 04:29:49 Nachmittag
Och, wenn Du schonmal auf einem der ersten Carver mit einer sehr schlechten Kante auf einer wirklich steilen und abhängenden Piste in Österreich gefahren bist, wo es neben der Piste extrem steil bergab geht und nur ein kleiner Fangzaun davor steht und Du mit jeden Schwung näher an den Abgrund driftest und die Höhe nicht halten kannst, ist der Sonnenhang zum Hexenritt eine perfekte Piste ;).

Wer kann diesen Satz noch lesen und verstehen ? 8)
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Nordharzer am März 13, 2019, 05:11:16 Nachmittag
Ich finde den Sonnenhang gerade durch die hängende Geländestruktur interessant.
Wenn die Piste nur mit gleichem Gefälle und völlig plan nach unten geht, wird's doch langweilig.
Titel: Re: Entwicklungen Braunlage
Beitrag von: Pistenschreck am März 22, 2019, 10:12:52 Nachmittag
Der Aufwärtstrend setzt sich fort...

https://live.goslarsche.de/post/view/5c94c4a1e815603eae668fe2/Braunlage/Mehr-als-13-Millionen-bernachtungen?fbclid=IwAR01OhWEl6vPVTCjSqfpjrvfZyKlonHcniCZ6Lldfl5gDlTzT7NJNXklJSw (https://live.goslarsche.de/post/view/5c94c4a1e815603eae668fe2/Braunlage/Mehr-als-13-Millionen-bernachtungen?fbclid=IwAR01OhWEl6vPVTCjSqfpjrvfZyKlonHcniCZ6Lldfl5gDlTzT7NJNXklJSw)