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Winterberg im Sauerland

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Falkenstein:
@Max: Jetzt habe ich es gefunden, es ist das Skigebiet "Sahnehang" welches zum Verkauf steht. ;-)
Inkl. Gastronomie 4,2 Mio. Euro, das ist mal ein Wort...
http://www.immobilienteam.de/immobilienangebote/Sahnehang/Skigebiet-Sahnehang-mit-Gastronomie-Winterberg.html

Falkenstein:
Hier ein Bericht über die schlechte Saison 2013/2014 im Sauerland:

--- Zitat ---Wintersport-Arena Sauerland: Umsatzeinbußen von 55 Millionen

Milder Winter: Nur halb so viel Gäste und Umsatzeinbußen von 55 Millionen - Trotz 85 Saisontagen hatten nur wenige Skigebiete mehr als 30 Tage Betrieb

Rund 300.000 Wintergäste haben zwischen Dezember und März die Wintersport-Arena Sauerland besucht - rund halb so viele, wie in einem durchschnittlichen Winter. Dadurch sind Skigebieten, Gastgebern, Gastronomen und Einzelhändlern Verluste in Höhe von ca. 55 Millionen Euro entstanden.

Sowohl mild als auch schneearm war der zurückliegende Winter. Nach einer kurzen Kältephase drehte sich Ende November der erste Lift in der Region. Auf eine nennenswerte Angebotsbreite kamen die Skigebiete aber nicht. Zu Weihnachten liefen zwischen zwei und fünf Lifte. Am Ende der Ferien standen sogar sämtliche Anlagen wieder still. Erst Ende Januar ging es nach wenigen kalten Tagen wieder los mit dem Wintersport. Allerdings ebbte nach zwei vergleichsweise guten Wochenenden das Angebot kontinuierlich ab, sodass im März nur noch eine Handvoll Pisten zur Auswahl stand. So kam die Region zwar auf 85 Wintersporttage, jedoch nur an sehr vereinzelten Anlagen!

Auch der nordische Wintersport litt unter den Bedingungen. An nur 21 Tagen fanden Langläufer gespurte Loipen vor. Zu Spitzenzeiten waren über 300 Kilometer Loipen gespurt, was allerdings nur an vier Tagen der Fall war. Neun Tage lang standen weniger als 100 Loipenkilometer zur Verfügung.

Die maximale Schneehöhe auf dem Kahlen Asten betrug in diesem Winter 31 Zentimeter. Zum Vergleich die durchschnittliche Höhe beträgt knapp 80 Zentimeter. Wintersporttage sind laut Statistik diejenigen Tage, an denen die Naturschneehöhe mindestens 20 Zentimeter beträgt. Im zurückliegenden Winter gab es 17 davon. Der durchschnittliche Wert seit Beginn der Aufzeichnungen in den 50er Jahren liegt bei knapp 68 Tagen.

Die Bedeutung der maschinellen Schneeproduktion lässt sich erst in den Jahren nach der Jahrtausendwende zuverlässig vergleichen. Die Gründe: Die Liftbetreiber haben erst danach massiv den Ausbau der Beschneiungsanlagen vorangetrieben. Zudem waren die Schnee-Erzeuger in den 90er Jahren deutlich weniger leistungsstark. Mit 80 Prozent Kunst-Schneetagen ist der zurückliegende Winter der drittschlechteste seit dem Pilotprojekt zum Masterplan Wintersport-Arena im Postwiesen-Skigebiet 2001/2002. Im Kyrillwinter 2006/2007 kamen 90 Prozent der Wintersporttage alleine aufgrund von Beschneiung zustande.

Nur ganz wenige Anlagen kamen auf mehr als 30 Saisontage

Doch all diese Zahlen lassen nur bedingt Rückschlüsse auf die Situation der Skigebiete zu. Zu stark haben sich individuelle Besonderheiten ausgewirkt. Dazu gehören nicht nur eine besondere Höhenlage und eine extrem leistungsstarke Beschneiungsanlage, sondern vor allen Dingen eine vor der Einwirkung von Sonne, Wind und Regen geschützte Lage, wie sie nur ganz wenige Pisten haben. Die genannten Spitzenwerte betrafen noch nicht einmal ganze Skigebiete, sondern nur ein oder zwei sehr exponiert gelegene Liftanlagen. Nur sechs Skigebiete kamen überhaupt auf mehr als 30 Wintersporttage. Sieben von 30 Skigebieten hatten sogar komplett geschlossen.

Ein zuverlässigerer Hinweis zur Gesamtsituation ist neben der Besucherzahl auch die Zahl der Lifteinsätze über die Saison hinweg. Sie besagt, wie häufig über die gesamte Saison hinweg über die gesamte Region hinweg die Lifte zum Einsatz kamen. (Ein Beispiel: wenn an 30 Tagen je 50 Lifte liefen, so wären das 1500 Lifteinsätze.) Im Winter 2013/2014 kamen die Skigebiete nur auf 1915 Einsätze. In einem guten Winter sind es drei bis vier Mal so viele.

Bis zu 1 Million Skifahrer, Langläufer, Winterwanderer und Besucher der Wintersportveranstaltungen besuchen die Region in einem sehr guten Winter, durchschnittlich sind es um die 750.000. Dieses Mal waren es weniger als die Hälfte. Das bedeutet deutliche Umsatzeinbußen nicht nur für die Skigebiete, sondern auch für Dienstleister und Einzelhändler. Ausgehend von durschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben bei Tagesgästen in Höhe von 42 Euro und bei Urlaubern von 100 Euro, ergeben sich Verluste in einer Gesamthöhe von rund 55 Millionen Euro.

So mager das Ergebnis auch ist, ohne Beschneiung wäre die Situation deutlich gravierender gewesen. „Die Beschneiungsanlagen zumindest ein Grundangebot in der zweiten Hochsaison gesichert“, betont Michael Beckmann, Vorsitzender der Wintersport-Arena Sauerland. Die Betreiber der Skigebiete hätten zudem einen enormen Aufwand betrieben, um den wenigen Schnee möglichst lange zu erhalten. Ohne Schnee-Erzeuger und ohne das Engagement der Liftbetreiber wären die Defizite noch höher ausgefallen.

Unter dem Eindruck des Besuchereinbruchs standen auch die herausragenden Projekte und Investitionen der Saison 2013/2014. 15 Millionen Euro hatten die Skigebiete unter anderem in drei neue Lifte, den Ausbau von Beschneiungsanlagen und den Bau neuer Skihütten gesteckt. Neue zertifizierte Winterwanderwege sollten Liebhaber der winterlichen Natur anlocken. Die freiwillige Refinanzierung des Langlaufs sollte Geld in die Kassen der ehrenamtlich arbeitenden nordischen Skivereine spülen. Und Zertifizierungen sollten die Qualität der Skischulen sichern und für den Gast transparent macht. „Mit diesen Maßnahmen haben wir aber eine gute Basis für die nächsten Jahre geschaffen“, ist sich Beckmann sicher. „Diese Projekte werden uns künftig noch zugutekommen.“

Ungewöhnliche Wetterkapriolen

31 Zentimeter maximale Schneehöhe, nur 24 Tage mit Dauerfrost, eine mittlere Temperatur von 0,6 Grad auf dem Kahlen Asten. Das Phänomen dieses Winters: Er war nur in Europa so mild, in den USA und Kanada herrschte sogar Rekordkälte. Global gesehen lag er im ganz normalen Durchschnitt. In der Region Wintersport-Arena Sauerland war er der viertmildeste der vergangenen 60 Jahre. Zwei davon lagen weit zurück. Denn auch in der „guten alten Zeit“ gab es bereits Winter, die keine waren. So die Winter 89/90 oder auch 74/75. Ähnlich mild war die Saison 06/07. Seit 1888 gab es sechs Winter mit noch geringeren maximalen Schneehöhen auf dem Kahlen Asten. Vier davon alleine zwischen 1899 und 1903.Und sechs Winter hatten noch weniger auf Naturschneetage als der zurückliegende. Alleine drei davon lagen zwischen 1989 und 1992.
--- Ende Zitat ---
Quelle:http://www.seilbahn.net/sn/index.php?i=60&kat=4&news=5592

playjam:
Das ist bitter für die Wintersportgebiete im Sauerland. Das Ergebnis kann aber nicht auf den Harz übertragen werden. Im Sauerland ist der Ausgangspunkt ein fast durchgehender Wintersportbetrieb und Übernachtungsgäste von Dezember bis Ende März. Im Harz gehe ich von einer nennenswerten Nachfrage nur zu Weihnachten/Silvester sowie den Zeugnisferien Ende Januar und dem gesamten Februar aus. Die Belegung unserer ersten Ferienwohnung in diesem Winter 2013/14 gleicht folglich auch der Belegung im Winter 2011/12 (einem durchschnittlichen Winter). Die Bettenkapazität in Braunlage wurde in diesem Winter im Vergleich zum Winter 2011/12 aber gesteigert, so dass es mich nicht wundern würde, wenn sich das Ergebnis in absoluten Zahlen verbessert hat.

Falkenstein:
Winterberg bekommt den Snowmaker. Jetzt können die auch bei Plusgraden Schnee erzeugen...
http://ikz.m.derwesten.de/dw/staedte/nachrichten-aus-brilon-marsberg-und-olsberg/schneesicherheit-auch-bei-plustemperaturen-in-winterberg-id9667825.html?service=mobile

Falkenstein:
So diese Saison ist nicht nur im Harz gut verlaufen, sondern auch im Sauerland:

--- Zitat ---Bis zu 120 Wintersporttage, 800.000 Wintergäste und hochkarätige Events - Skigebiete der Wintersport-Arena Sauerland sind mit der Saison 14/15 zufrieden


31.03.2015

Ostern steht vor der Tür – und noch immer laufen eine paar Lifte. Einige unermüdliche Wintersportler nutzen gern das Angebot. Auf bis zu 120 Betriebstage kommen die Skigebiete in den hochgelegenen, beschneiten Skigebieten. Rund 800.000 Skifahrer, Langläufer, Winterwanderer und Eventbesucher besuchten in der zurückliegenden Wintersaison die Wintersport-Arena Sauerland. Eine zufriedenstellende Bilanz für die meisten Wintersportanbieter.


Nach dem milden Vorjahreswinter entschädigt der aktuelle Gäste und Touristiker in der Wintersport-Arena Sauerland. Auf bis zu 73 Betriebstage kommen die beschneiten Skigebiete bis Ende Februar. Auf immerhin bis zu 35 Tage kommen die Loipenskigebiete – so die vorzeitige Bilanz. Und es geht weiter mit dem Wintersport. Aktuell locken rund 90 Lifte und über 350 Loipenkilometer. Mit der derzeit stattfindenden Bob- und Skeleton Weltmeisterschaft und dem noch ausstehenden Snowboard-Weltcup-Finale stehen zudem noch hochkarätige Veranstaltungen aus.

Dass der aktuelle Winter den zurückliegenden bei weitem übertrifft, zeigt schon ein Blick in die Wetterdaten. Mit einer Durchschnittstemperatur von minus 1,8 Grad liegt er zwar noch über dem langjährigen Mittelwert (- 2,4 Grad), aber deutlich unter der Vorjahressaison (+ 0,6 Grad). Auch die Zahl der Tage mit Dauerfrost kann sich sehen lassen: In der laufenden Saison waren es bisher 56, der langjährige Durchschnitt liegt bei 52.

Damit ergaben sich gute Möglichkeiten zur technischen Beschneiung. Mitte Dezember liefen bereits vielerorts die Schnee-Erzeuger. Dies allerdings bei Grenztemperaturen und darum nicht besonders ergiebig. Kurz vor Weihnachten machte ein außergewöhnlich starker Regenguss die weiße Pracht wieder zunichte. So liefen an den Weihnachtstagen selbst nur ganz wenige Lifte. Doch direkte nach den Tagen setzte eine erneute Kälteperiode mit knackiger Kälte und ergiebiger Beschneiung ein. Die Weihnachtsferien als erste Hochsaison waren damit gesichert und die Gäste kamen zahlreich.

Nicht nur an Kälte, auch an Naturschnee sparte der aktuelle Winter nicht. Mit einer maximalen Schneehöhe von 52 Zentimeter auf dem Kahlen Asten liegt er zwar immer noch unter dem langjährigen Mittelwert (65 Zentimeter), aber deutlich über den Vorjahr (31. Zentimeter). Insgesamt lagen an 43 Tagen mehr als 20 Zentimeter Naturschnee, eine Höhe die als Mindesthöhe für alpinen wie nordischen Wintersport gilt. Im Durschnitt der Jahre sind es mit 46 nur wenig mehr.

Auf der Basis von technischer Beschneiung stellten die Liftbetreiber durchgängig von Mitte Dezember an alpine Wintersportangebote in kleinem Umfang bereit. Ab Ende Dezember liefen die Lifte der beschneiten Pisten flächendeckend. Mit den Schneefällen im Ende Januar und in der Februarmitte gingen auch nicht beschneite alpine Skigebiete und Loipenskigebiete an den Start. Mit bis zu 115 laufenden Liften und mehr als 600 Loipenkilometern war die erste Februarwoche die mit dem umfangreichsten Wintersportangebot. So standen im Februar, der zweiten Hochzeit der Wintersaison, umfangreiche Wintersportangebote bereit. Mit diesen Ergebnissen sind die Betreiber der Skigebiete sehr zufrieden, hat Wintersport-Arena-Vorsitzender Michael Beckmann erfahren: „Der Winter kam genau rechtzeitig. In den für uns wirtschaftlich besonders wichtigen Zeiten fanden unsere Gäste sehr gute Bedingungen vor. Zudem ist es erfreulich, dass auch die kleineren, nicht beschneiten Skigebiete einige Betriebstage hatten.“

Eine Ausnahme bildet das Skigebiet Ruhrquelle, das zu Beginn der Saison die erste Beschneiungsanlage installierte, die unabhängig von der Außentemperatur Schnee produzieren kann. Mithilfe dieser Anlage war an der Ruhrquelle testweise bereits Mitte November eine erste Piste präpariert. Klassische Beschneiung funktioniert ab minus zwei Grad in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit. Die Betriebstage des Skigebiets Ruhrquelle sind darum nicht in die Bilanzierung mit eingeflossen.







Alpin
Etwas zögerlich begann der Winter, selbst in den hoch gelegenen, beschneiten Skigebieten. Anfang Dezember liefen einige Schnee-Erzeuger und wenige Tages später die ersten vereinzelten Lifte. Aufgrund mangelnder Kälte konnten sie allerdings keine größeren Schneereserven produzieren. Ein außergewöhnlich starker Regen kurz vor Weihnachten lies diese dann schnell dahinschmelzen. Und so liefen am 24. und 25. Dezember nur drei Lifte. Pünktlich zum zweiten Weihnachtstag ermöglichte eine Kälteperiode mit tiefen Minusgraden ergiebige Schneeproduktion und sicherte Wintersportangebote für die wichtige erste Hochsaison.

Starkes Tauwetter Mitte Januar reduzierte die vorhandene Kunstschneedecke abermals. Eine neuerliche Kälteperiode ab Mitte Januar öffnete dann allerdings recht schnell ein neues Beschneiungsfenster. Mit den Schneefällen Ende Januar gingen auch nicht beschneite alpine Skigebiete an den Start. Mit bis zu 115 laufenden Liften erreichte das Angebot Anfang Februar seinen Höchststand. Und so standen auch in der zweiten Hochzeit der Wintersaison, umfangreiche Wintersportangebote bereit.

Beschneite Skigebiete
Auf der Basis von technischer Beschneiung stellten die Liftbetreiber durchgängig von Mitte Dezember an alpine Wintersportangebote in kleinem Umfang bereit. Ab Ende Dezember liefen die Lifte der beschneiten Pisten flächendeckend. Insgesamt liefen die Lifte durchgängig von Mitte Dezember bis in den April hinein. Hoch gelegene, beschneite Skigebiete kamen auf bis zu 120 Wintersporttage, der Mittelwert liegt hier bei 70 Tagen. (Saison 13/14: 85 bzw. 25 Tage, Saison 12/13: 117 bzw. 110 Tage). Eine Ausnahme bildete das Skigebiet Ruhrquelle, das erstmals eine Beschneiungsanlage installiert hatte, die Schnee unabhängig von der Außentemperatur produzierten kann. Aufgrund dieser neuen Technologie begann der Wintersportbetrieb dort bereits Mitte November.

Nicht beschneite Skigebiete
Skigebiete ohne Beschneiungstechnik waren allein auf Naturschnee angewiesen. Diese befinden sich zudem meist in den mittleren Lagen, sodass eine vergleichsweise niedrige Schneefallgrenze erforderlich ist. Darum mussten sie auf die ergiebigen Schneefälle Ende Januar und Mitte Februar warten. Die jedoch leiteten einen erfolgreichen Februar ein. So kamen die tiefer gelegenen, nicht beschneiten Skigebiete auf einen Mittelwert von 35 Tagen (Saison 13/14: 5 Tage, Saison 12/13: 43 Tage)

Gemeinschaftsticket für kleine Skigebiete
Erstmals in der Geschichte der Wintersport-Arena Sauerland haben kleine Skigebiete begonnen, sich gemeinsam zu vermarkten. Nach dem Vorbild des Ticketverbunds Wintersport-Arena Card haben sich sechs Skigebiete zusammengeschlossen und bieten ein Zehnerticket zum Preis von 149 Euro an. Aufgrund der geringeren Schneesicherheit ist das Ticket auch in der kommenden Saison gültig. Da es erst zum Jahreswechsel auf dem Markt war, war die Nachfrage noch gering. Die Wintersport-Arena Sauerland will es künftig in ihren Broschüren stärker bewerben.

Nordisch
Ähnlich wie die nicht beschneiten Skigebiete sind die Loipenskigebiete auf Schneefall angewiesen. Um den Jahreswechsel herum konnten hoch gelegene Gebiete erstmals Loipen spuren. Mit 155 Loipenkilometern erreichte das Angebot am 6. Januar erstmals einen vergleichsweise kleinen Spitzenwert. Aufgrund milder Temperaturen war in der Monatsmitte kein Langlauf mehr möglich. Erst die Schneefälle gegen Ende Januar ermöglichten das Spuren neuer Loipen. Vom 5. bis 9. Februar kletterte das Angebot auf über 600 Loipenkilometer. So kamen die hoch gelegenen Loipenskigebiete auf bis zu 64 Wintersporttage. Im Durchschnitt erreichten die Gebiete in den Hochlagen 50 (Saison 13/14: 10 Tage, Saison 12/13: 65 Tage), in den mittleren Lagen 20 Wintersporttage (Saison 13/14: 3, Saison 12/13 35 Tage).

Eine Ausnahme bildet das Skilanglaufzentrum Westfeld, das als einziges touristisch genutztes Loipenskigebiet der Wintersport-Arena Sauerland auf umfangreiche Beschneiung setzen kann. In Westfeld waren an 65 Tagen Loipen gespurt.

Freiwilliges Loipenticket
Eine deutliche Steigerung zum Vorjahr hat die Nachfrage nach dem freiwilligen Loipenticket erfahren. Im aktuellen Winter wurden mehr als 60 Saisonkarten und 600 Tagestickets verkauft. Im Vorjahreswinter waren es lediglich 25 Saisonkarten. Große Unterschiede gab es allerdings bei den regionalen Verkaufsstellen. Etwa die Hälfte der Tickets verkaufte das Loipenskigebiet Pastorenwiese in Wunderthausen. Die andere Hälfte verteilt sich ebenfalls recht ungleichmäßig auf die 15 anderen Loipengebiete. Allerdings liegen aus einigen Verkaufsstellen noch keine Zahlen vor. Zurückzuführen sind die Unterschiede auf die teils engagierte Arbeit der ortsansässigen Skivereine, aber auch auf die sehr differenzierte Lage der Verkaufsstellen.

Wetterverlauf
Durchschnittlich war der Winter in jeder Beziehung. Er machte weder mit Kälte- noch mit Schneerekorden auf sich aufmerksam. Ein klassischer Winter, der sich mit Unterstützung durch maschinelle Beschneiung auf das touristisch und wirtschaftlich erforderliche Niveau bringen lässt, das der heutige Wintersportgast erwartet und das professionelle Skigebiete brauchen, um existieren zu können.

Mit einer maximalen Schneehöhe von 52 Zentimeter auf dem Kahlen Asten liegt er zwar immer noch unter dem langjährigen Mittelwert (65 Zentimeter), aber deutlich über den Vorjahr (31. Zentimeter). Insgesamt lagen an 61 Tagen mehr als 20 Zentimeter Naturschnee. Das ist die Höhe die als Mindestmenge für alpinen wie nordischen Wintersport gilt. Im Durchschnitt der Jahre sind es mit 64 nur wenig mehr. Insgesamt 60 Tage Dauerfrost erlebten die Region. Der mittlere Wert liegt bei 58, der Vorjahreswinter bei 21 Tagen.

Qualitätssteigerung und Akzeptanz
In Ihrem nunmehr zwölfjährigen Bestehen hat die Wintersport-Arena Sauerland die Qualität des Wintersports in fast allen Bereichen kontinuierlich gesteigert und gesichert. Angefangen mit der sprunghaft wachsenden Schneesicherheit, mit kompetentem Schneemangement, mit der Sicherung der Material- und Servicequalität bei Skiverleihern sowie bei Skischulen. Dies machte sich im zurückliegenden Winter in mehreren Skigebietstests bemerkbar. In ihrer Untersuchung vergleicht die Plattform ski-weltweit.de die international führenden Skigebiete. Untersucht haben die Autoren Transportkapazität, Pistenlänge, räumliche Ausdehnung, Anzahl der Liftanlagen, Höhendifferenzen und Besucherzahlen. Bei der Zahl der Lifte erscheint das Skiliftkarussell Winterberg mit 28 auf Platz 95 der weltweit führenden Skigebiete, gefolgt von Lenggries.

Beim Ranking der der deutschen Mittelgebirgsskigebiete im Internetportal skigebiete-test.de rangiert das Skiliftkarussell Winterberg auf Platz zwei und das Skigebiet Willingen auf Platz fünf. Und in der Publikumsumfrage des Portals Snowplaza wählten die Gäste das Skiliftkarussell Winterberg in der Beliebtheitsskala auf Platz eins unter den deutschen Gebieten.

Veranstaltungen
Eine geballte Ladung hochkarätiger Sportereignisse rückte die Region ins internationale Rampenlicht. Eine Weltmeisterschaft und drei Weltcups – so hochkarätig war der Wettkampfkalender noch nie. Höhepunkt war die Bob- und Skeleton Weltmeisterschaft, zu der rund 30.000 Besucher kamen. Ein weiterer internationaler Event war der Rennrodel-Weltcup. Das Weltcup Skispringen in Willingen zog rund 36.000 Zuschauer an die Mühlenkopfschanze. Mit rund 2.500 Besuchern zeigte der Snowboard Weltcup in Winterberg als einzige alpine Veranstaltung, dass die Region Mitte März noch hervorragende Schneeverhältnisse bietet und die Pistenqualität im Mittelgebirge den Ansprüchen der Profis mehr als genügt. Mit der professionellen Organisation und der internationalen Aufmerksamkeit untermauerte die Wintersport-Arena Sauerland ihrem Namen als bedeutendste Wintersportregion nördlich der Alpen.

Gesamtbewertung
Fast die Hälfte der Saisontage sind aufgrund der maschinellen Beschneiung zustande gekommen. Die reine Zahl der Saisontage, bzw. Wintersporttage pro Skigebiet gibt jedoch keinen verlässlichen Anhaltspunkt zur Bewertung des wirtschaftlichen Erfolgs. Hier spielt die Zahl der Gäste eine wesentliche Rolle. Aber auch der Umfang bzw. die Häufigkeit der Beschneiung. Zwei bis drei kostenintensive Grundbeschneiungen mussten die Skigebieten in diesem Winter leisten. Da jedoch in den zwei Hochsaisonzeiten umfangreiche Wintersportangebote bereitstanden, sind die Liftbetreiber mit der Wintersaison 2014/2015 zufrieden. Der Februar gehört sogar zu den erfolgreichsten Monaten seit Bestehen der Wintersport-Arena Sauerland.

--- Ende Zitat ---
Quelle: http://www.wintersport-arena.de/de/aktuelles/meldungen/bis-zu-120-wintersporttage.php

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