Autor Thema: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz  (Gelesen 49314 mal)

Nordharzer

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #120 am: August 26, 2020, 07:52:15 Nachmittag »
Käfer-Märchenstunde im Nationalpark (goslarsche.de, Mittwoch, 26.08.2020):
Zitat
[...] „Aber auch wenn hier viele tote Bäume zu sehen sind, ist dieser Wald so lebendig und dynamisch wie selten zuvor“, so die Nationalparkverwaltung. Auf der dreieinhalb Kilometer langen Wanderung erfahren die Teilnehmer, [...] Katastrophe [...] für die Natur [...] und welche Rolle der Borkenkäfer dabei spielt. Start ist um 14 Uhr am Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus. Die Tour dauert etwa zwei Stunden. Kinder zahlen 5 Euro, Erwachsene 10 Euro, Familien 20 Euro.

Ich kann den Quark nicht mehr hören! Sind die Leute, die da mitlaufen einfach nur dumm?!?

STS

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #121 am: August 26, 2020, 09:01:17 Nachmittag »
MÄRCHENSTUNDE vom Nationalpark  ;) ;) ;)
« Letzte Änderung: August 27, 2020, 10:55:14 Nachmittag von STS »

Usul

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #122 am: August 28, 2020, 03:56:42 Nachmittag »
Seid ihr schonmal mitgelaufen, wart ihr schon mal im Bayrischen Wald?

STS

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #123 am: August 28, 2020, 06:34:15 Nachmittag »
Das die Harzwälder verändert werden müssen ist allen klar, aber Holzhammer Methode des Nationalparks sind problematisch für Einheimische, Touristen, Brand- und Errosionsschutz. Die optische Wüste wie nach einem Atombombenabwurf halte ich für keinen gut Weg im Naturschutz.

Nordharzer

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #124 am: August 28, 2020, 07:37:17 Nachmittag »
Das die Harzwälder verändert werden müssen ist allen klar, aber Holzhammer Methode des Nationalparks sind problematisch für Einheimische, Touristen, Brand- und Errosionsschutz. Die optische Wüste wie nach einem Atombombenabwurf halte ich für keinen gut Weg im Naturschutz.

Danke! Genau auf den Punkt gebracht! 👍

STS

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #125 am: April 25, 2021, 12:16:46 Nachmittag »
Hohe Nachfrage:
Deutschland geht das Holz aus
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/holz-baustoff-mangel-corona-101.html

Da könnte der Nationalpark helfen und Einnahmen für tote Hölzer in eine beschleunigte Wiederaufforstung mit robusteren Baumarten stecken.
« Letzte Änderung: April 25, 2021, 11:53:47 Nachmittag von STS »

playjam

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #126 am: April 26, 2021, 07:43:56 Vormittag »
Hohe Nachfrage:
Deutschland geht das Holz aus
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/holz-baustoff-mangel-corona-101.html

Da könnte der Nationalpark helfen und Einnahmen für tote Hölzer in eine beschleunigte Wiederaufforstung mit robusteren Baumarten stecken.

Laut Knolle wird kein Holz aus dem Nationalpark verkauft. Das hilft eher den Harzer Forstwirtschaften, die durch die von der Nationalparkverwaltung verursachte Borkenkäferkalamität finanziell am Abgrund stehen.

STS

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #127 am: April 27, 2021, 05:32:53 Nachmittag »
Die Herren Pusch und Knolle gehen endlich in den Ruhestand
Sie hinterlassen den Harz mit einem Wald wie nach einem Atombombenabwurf, haben den Forst, den vom Tourismus lebenden Gemeinde und den naturverbunden Harzbesuchern ein Desaster hinterlassen. Hoffentlich kommen nach den Ökofundamentalisten verantwortungsbewusstere Nachfolger!
https://www.goslarsche.de/lokales/region_artikel,-ein-pionier-verl%C3%A4sst-den-nationalpark-_arid,2095654.html
« Letzte Änderung: April 27, 2021, 05:41:23 Nachmittag von STS »

Nordharzer

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #128 am: April 27, 2021, 06:13:25 Nachmittag »
Die Herren Pusch und Knolle gehen endlich in den Ruhestand
Sie hinterlassen den Harz mit einem Wald wie nach einem Atombombenabwurf, haben den Forst, den vom Tourismus lebenden Gemeinde und den naturverbunden Harzbesuchern ein Desaster hinterlassen. Hoffentlich kommen nach den Ökofundamentalisten verantwortungsbewusstere Nachfolger!
https://www.goslarsche.de/lokales/region_artikel,-ein-pionier-verl%C3%A4sst-den-nationalpark-_arid,2095654.html


Endlich mal eine gute Nachricht in diesen Zeiten!
Ich glaube allerdings, daß dieser Ruhestand wohl überlegt geschied.... es könnte ja jemand zur Verantwortung gezogen werden, für das Desaster im Harz!
Und Knolle wird uns auch bestimmt als mahnender/nörgelnder Rentner auf den Wecker gehen.

Max

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #129 am: April 27, 2021, 10:40:55 Nachmittag »
Herrn Pusch habe ich öffentlich nie so recht wahrgenommen (abgesehen davon, dass er offenbar schon länger und nicht unwesentlich an den Entscheidungen des NP beteiligt zu sein scheint).

Am Ende des Tages muss ich aber zugestehen, dass ich auch Herrn Knolle nicht persönlich kenne. Er hat zwar (in seiner Funktion beim NP) nicht selten Positionen vertreten, bei denen sich mir die Nackenhaare aufgestellt haben und auch die Art und Weise, wie er diese Positionen teils vertreten hat, waren nicht selten grenzwertig bis pauschal beleidigend.

Auf der anderen Seite muss man jedoch auch anerkennen, dass er seinen Arbeitgeber und dessen Anliegen in den Medien recht gut positionieren konnte. Er wird die Dinge, die er kommuniziert hat, sicherlich auch überwiegend selber so sehen, aber letztlich war er für den NP einfach ein überdurchschnittlich guter Repräsentant, der seinen Job ernst genommen und über viele Jahre ordentlich ausgeübt hat.

Wer auch immer ihm nachfolgen wird — der Inhalt mag zwar ähnlich, Einfluss, Reichweite & auch Sympathie dürften zunächst jedoch nicht in dem Maße vorhanden sein, was ein kleines Zeitfenster öffnen könnte den Wintersport im Harz nicht gänzlich auslaufen zu lassen, sondern zumindest den Wurmberg als Zentrum zukunftsweisend aufzustellen.

So oder so und auch wenn ich mit Herrn Knolle nur selten einer Meinung war, er hat seine Arbeit sicherlich gut gemacht (sonst würden wir uns nicht so häufig damit beschäftigen), aber nun wünsche ich ihm einen erfüllten Ruhestand, Gesundheit und alles Gute für die Zukunft. 🍀👍

playjam

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #130 am: April 28, 2021, 07:57:57 Vormittag »
[...], aber nun wünsche ich ihm einen erfüllten Ruhestand, Gesundheit und alles Gute für die Zukunft. 🍀👍

Dem möchte ich anschließen.

Ich gehe davon aus, dass Herr Knolle uns weiterhin in seiner Rolle als Sprecher der diversen Vereine und Lobbyverbände erhalten bleibt.

STS

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #131 am: April 29, 2021, 02:55:00 Nachmittag »
Für Katastrophen Tourismus freigegeben?
https://www.goslarsche.de/lokales/oberharz_artikel,-touren-rund-um-torfhaus-wanderwege-aufger%C3%A4umt-_arid,2097793.html

Meine Nachbarn und Kollegen in Hannover sind geschockt vom Zustand und finden es gar nicht gut wie der Nationalpark den Wald nur verkommen läßt.

playjam

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #132 am: April 29, 2021, 03:37:35 Nachmittag »
Für Katastrophen Tourismus freigegeben?
https://www.goslarsche.de/lokales/oberharz_artikel,-touren-rund-um-torfhaus-wanderwege-aufger%C3%A4umt-_arid,2097793.html

Meine Nachbarn und Kollegen in Hannover sind geschockt vom Zustand und finden es gar nicht gut wie der Nationalpark den Wald nur verkommen läßt.

Beim Anblick des Waldzustandes muss man schon von einer Waldkrise sprechen. Der Plan einer stetigen Erneuerung des Waldes durch Borki den Borkenkäfer, auch Buchdrucker genannt, hat nicht funktioniert. Innerhalb von wenigen Jahren hat der Nationalpark fast seinen gesamten Wald verloren. Wie der scheidende Nationalparkchef eingestehen musste, hat die Nationalparkverwaltung das dynamische Wachstum der Borkenkäferpopulation völlig unterschätzt. Hier zeigt sich wieder, dass es Laien schwer fällt exponentiell zu denken.

Immerhin haben die diesmal nur ein halbes Jahr gebraucht, die Wiederherstellung der Wanderwege zu beauftragen. Man munkelte in meiner Hörreichweite, dass die Nationalparkverwaltung absichtlich zögerlich räumt, um die Wege für (E)-MTBler unattraktiv zu machen.

Usul

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #133 am: April 29, 2021, 03:39:08 Nachmittag »
Aber eigentlich ist das Bild sehr ehrlich. Es zeigt einen Bereich, der bereits vor ca. 2 Jahren vom Borkenkäfer betroffen war.
An der Stelle ist bereits wieder viel neues Grün zu sehen, wenn man nur in Ruhe die Augen schweifen lässt. Dort stehen schon wieder bis zu 2m hohe Bäume. Der Waldboden ist mit Heidekraut überzogen, dass da vorher nur in Randbereichen war.
An Bäumen natürlich leider wieder überwiegend neue, harzfremde Fichten, ein paar Laubbäumchen haben sich trotzdem reinverirrt. So schlimm der erste Eindruck der Trisomie aus Trockenheit, Käfer und Orkan auch wirken mag, ist der Schaden in historischer Sicht schnell behoben. In 5-10 Jahre sieht man nicht mehr viel, die alten Bäume bieten die Nährstoffe für eine neue Generation. Ich finde das eher spannend durch solche Gebiete zu laufen, aber ich fürchte, dass das die Meisten nicht so sehen. Allgemeine Geduld und Nachdenken ist meistens nicht die menschliche Stärke ;).

playjam

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Re: Enttäuschungen Nationalparkverwaltung Harz
« Antwort #134 am: April 29, 2021, 05:35:22 Nachmittag »
Aber eigentlich ist das Bild sehr ehrlich. Es zeigt einen Bereich, der bereits vor ca. 2 Jahren vom Borkenkäfer betroffen war.
An der Stelle ist bereits wieder viel neues Grün zu sehen, wenn man nur in Ruhe die Augen schweifen lässt. Dort stehen schon wieder bis zu 2m hohe Bäume. Der Waldboden ist mit Heidekraut überzogen, dass da vorher nur in Randbereichen war.
An Bäumen natürlich leider wieder überwiegend neue, harzfremde Fichten, ein paar Laubbäumchen haben sich trotzdem reinverirrt. So schlimm der erste Eindruck der Trisomie aus Trockenheit, Käfer und Orkan auch wirken mag, ist der Schaden in historischer Sicht schnell behoben. In 5-10 Jahre sieht man nicht mehr viel, die alten Bäume bieten die Nährstoffe für eine neue Generation. Ich finde das eher spannend durch solche Gebiete zu laufen, aber ich fürchte, dass das die Meisten nicht so sehen. Allgemeine Geduld und Nachdenken ist meistens nicht die menschliche Stärke ;).

Deine Beschreibung entspricht auch meiner Beobachtung. In 5 bis 10 Jahren sieht man wieder einen Fichtenwald. Das Ziel der Nationalparkverwaltung die Fichte mit natürlichen Prozessen durch Laubbäume auszuwechseln bzw. eine überwiegend gleichalte Fichtenplantage durch Bäume unterschiedlichen Alters zu ersetzen hat im ersten Anlauf nicht geklappt. An manchen Stellen können wir zudem auf baumfreie Bergwiesen hoffen.

Der Ungeduld des Menschen ist es wahrscheinlich auch zuzuordnen, dass zum Schutze der von der Nationalparkverwaltung gepflanzten Laubbäume das Rotwild im Harz aufs heftigste gejagt wird.