Autor Thema: Harz in der Presse  (Gelesen 486191 mal)

XXLRay

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2115 am: Mai 03, 2021, 02:33:36 Vormittag »

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2116 am: Mai 03, 2021, 05:53:57 Vormittag »
Diese Hängebrücken sind doch gerade voll hipp, jeder versucht die längste und höchste zu bauen, ob das an der Stelle Sinn macht oder nicht!
Ich hab ja generell nichts gegen touristische Entwicklung, aber bin gespannt, wie diese Brücken in ein paar Jahren angenommen werden. Man geht vielleicht 1-3 Mal drüber und dann....?!?

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2117 am: Mai 03, 2021, 08:39:37 Vormittag »
Diese Hängebrücken sind doch gerade voll hipp, jeder versucht die längste und höchste zu bauen, ob das an der Stelle Sinn macht oder nicht!
Ich hab ja generell nichts gegen touristische Entwicklung, aber bin gespannt, wie diese Brücken in ein paar Jahren angenommen werden. Man geht vielleicht 1-3 Mal drüber und dann....?!?

So auch meine Annahme ehrlich gesagt. An besonderen Orten oder dort wo es außergewöhnliche Aussichten gibt macht das vielleicht auch langfristig Sinn, aber nur über eine Hängebrücke zu laufen, weil es eine Hängebrücke ist halte ich persönlich auch für eher uninteressant. Aber gut, dass hatte ich auch vom Baumwipfelpfad seinerzeit gedacht und dennoch scheint er zahlende Gäste magisch anzuziehen. ;)

An der Rappbodetalsperre wurde die Brücke übrigens in deren Konzept mit den Action-Attraktionen eingebunden. So kann man von der Brücke aus per Giga Swing herunterfallen (ähnlich wie beim Bungeespringen) — das wäre ohne die Brücke an dem Standort sonst nicht möglich gewesen, sodass sie dann doch ein Stück weit Sinn macht.

manitou

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2118 am: Mai 03, 2021, 09:40:46 Vormittag »
Ich sehe das mal wieder ähnlich wie Max. Die Brücke an der Rappbode war etwas Neues, innovativ in ein gutes Gesamtkonzept eingebaut. Demnächst gibt es Hängebrücke wie Kletterparks oder Sorobas. Ich glaube nicht an einen Boom am MSB. Andererseits kann ich angesichts der abnehmenden Skitage am MSB verstehen, dass der Betreiber einen Skilift zu opfern bereit ist. Wie oft wird der realsitisch wirklich noch benötigt? Der Bike-Park ist eine sinnvolle Investition - aber ob das auch für die Hängebrücke gilt, wird sich zeigen.

Auf jeden Fall wird der Wettbewerb im Harz von zwei Brücken ein anschauliches Beispiel auch für andere Regionen abgeben, wie nachhaltig der Hängebrückenhype ausfallen wird oder auch nicht.

Willingen wartet immer noch auf die Baugenehmigung, weil eine Länge von knapp 700m statisch und sicherheitstechnisch eine ganz andere Hausnummer ist als die bisherigen 400-500m langen Brücken.

 

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #2119 am: Mai 03, 2021, 12:34:13 Nachmittag »
Ich sehe es vor allem so, dass m.M.n. Freizeiteinrichtungen, die eher auf Gäste ausgelegt sind, die häufiger, länger und bestenfalls sogar regelmäßig zu Besuch sind, nachhaltiger sein dürften als die Angebote, die bei schönem Wetter & an Feiertagen die Tagesgäste anlocken, welche sich aber insgesamt nur kurz im Harz aufhalten.

Nicht dass Tagesgäste nicht auch wichtig wären, aber Playjam hatte ja bereits häufiger darauf hingewiesen, dass sie im Schnitt deutlich weniger Anteil an der Wertschöpfung auch eines ganzen Ortes haben als Übernachtungsgäste.

Oder anders ausgedrückt: Niemand wird sich eine FeWo in St. Andreasberg mieten und dort ein paar Tage verbringen, nur um die Hängebrücke zu überqueren. Ein attraktiver / noch attraktiverer Bikepark hingegen sollte auch mehr Übernachtungsgäste anziehen — der MSB hat m.W.n. schon einen richtig guten Ruf unter den MTBlern, aber mit dem Geld für die Hängebrücke hätte man auch etwas bauen können, was auch überregional eine gewisse Strahlkraft in der Szene hat.