Autor Thema: Schierke 2000  (Gelesen 990257 mal)

snowcat

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3345 am: April 26, 2021, 05:24:17 Nachmittag »






Wernigerode bekommt die Unterlagen und Nutzungsrechte. Vielleicht graben sie es aus und wir diskutieren 12 Jahre über "Schierke 2030".  ;)

...oder über "Schierke 2050", denn geht man bis zu den Anfängen bald nach der Wiedervereinigung zurück, hat das Projekt mit allen diskutierten Varianten schon fast 30 Jahre auf dem Buckel :-\

https://www.bergwelten-schierke.de/chronologie-der-bergwelten-schierke.html

x86

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3346 am: April 26, 2021, 07:57:49 Nachmittag »
Also ich wäre für Schierke 3000  ;D

Max

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3347 am: April 26, 2021, 09:48:26 Nachmittag »
Also ich wäre für Schierke 3000  ;D

Ganz so optimistisch würde ich nicht mehr an die Sache herangehen… ;D

Doppelmayr

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3348 am: April 27, 2021, 04:24:21 Nachmittag »
Da schliesse ich mich der Einschätzung von Max an. Das Projekt ist erstmal jetzt lange lange Zeit vom Tisch. So lange die Grünen mit in der Regierung sitzen und Haseloff denen keine Grenzen aufzeigt, wird es niemals eine Seilbahn zum Winterberg geben. Das Einzige was meiner Meinung nach noch halbwegs realistisch sein könnte, wäre wenn die WSB sagen wir in 2-3 Jahren den Westhang erschliesst. Da müsste man den Druck aufbauen mit dem Argument, dass die dort der touristischen Weiterentwicklung von Braunlage und dem Westharz verpflichtet sind. Durch deren Blockadehaltung gegen eine länderübergreifende Skischaukel trägt die WSB ja auch bis zum einem gewissen Teil eine Mitschuld, dass das Winterbergprojekt gescheitert ist. Daher sollten die als Ausgleich für das geplatzte Winterbergprojekt, wenigstens Wurmberg-West erschliessen.

STS

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3349 am: April 27, 2021, 04:46:25 Nachmittag »
Da schliesse ich mich der Einschätzung von Max an. Das Projekt ist erstmal jetzt lange lange Zeit vom Tisch. So lange die Grünen mit in der Regierung sitzen und Haseloff denen keine Grenzen aufzeigt, wird es niemals eine Seilbahn zum Winterberg geben. Das Einzige was meiner Meinung nach noch halbwegs realistisch sein könnte, wäre wenn die WSB sagen wir in 2-3 Jahren den Westhang erschliesst. Da müsste man den Druck aufbauen mit dem Argument, dass die dort der touristischen Weiterentwicklung von Braunlage und dem Westharz verpflichtet sind. Durch deren Blockadehaltung gegen eine länderübergreifende Skischaukel trägt die WSB ja auch bis zum einem gewissen Teil eine Mitschuld, dass das Winterbergprojekt gescheitert ist. Daher sollten die als Ausgleich für das geplatzte Winterbergprojekt, wenigstens Wurmberg-West erschliessen.
Hoffentlich ergreift Braunlage die Chance das interessanteste Skigebiet im Norden zu werden, 970 müNN Höhe und das Brockenpanorama sind ja schon TOP. Der Borkenkäfer hat ja schon unterstützend die Wälder vorbereitet ...
« Letzte Änderung: April 27, 2021, 05:28:02 Nachmittag von STS »

Doppelmayr

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3350 am: April 27, 2021, 08:12:28 Nachmittag »
Zumal Wurmberg West nicht im NP liegt, dort kein FFH Gebiet ist und auch das Argument schützenswerter Baumbestände dort nicht greift. Und Frau Dalbert kann dort keine Blockadesteine werfen. Höchstens unsere altvertraute Knolle aber ist der nicht auch bereits im Rentenalter? Wenn mich nicht alles täuscht, ist er der selbe Jahrgang wie Dirk Nüsse.

Doppelmayr

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3351 am: April 27, 2021, 08:18:38 Nachmittag »
Übrigens ist die Hompage der Bürgerinitiative Schierke sehr interessant. Unter der Rubrik News + Aktionen stehen immer lesenswerte Berichte rund um das Thema Schierke.

Max

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3352 am: April 27, 2021, 11:08:59 Nachmittag »
Über kurz oder lang wird sich der alpine Wintersport im Harz vermutlich ausschließlich auf Braunlage und den Wurmberg konzentrieren, nun da Schierke keine realistische Chance mehr hat.

Torfhaus & Sonnenberg (verrückt, wie lange dort immer noch der Schnee liegt) haben in Nischen Chancen (der Funpark am Sonnenberg in diesem Winter hätte mit Sicherheit Aufmerksamkeit erregt), aber wenn MSB und auch der Bocksberg schon mehr und mehr vom Wintersport abrücken, dann wird am Ende nicht mehr viel übrig bleiben.

Ich persönlich finde es extrem schade, da ich viele meiner besten Tage eben genau in diesen kleinen Skigebieten hatte (Schulenberg 🥰), nur fürchte ich, dass wirtschaftliche Entscheidungen künftig eher aufgrund von Besuchern mit MTB statt Ski getroffen werden.

Für den Wurmberg gibt es nun quasi freie Bahn und keine ernstzunehmende Konkurrenz mehr (zumal ohnehin jeder lieber 2 Stunden am größten Skigebiet in der Warteschlange steht als bei einem kleineren viele kurze Abfahrten ohne Wartezeiten zu erleben).

Hier muss jetzt einfach mehr passieren oder der Betreiber der Wurmberg-Seilbahn kann sich darauf einstellen, dass Wintersport im Harz in wenigen Jahren keine Rolle mehr spielt. Das Sauerland ist direkt um die Ecke und statt Jahre zu benötigen, um sich nur auf einen gemeinsamen Skipass zu einigen, werden kurzerhand diverse Skigebiete direkt per Lift verbunden.

playjam

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3353 am: April 28, 2021, 08:12:22 Vormittag »
Die jetzige Initiative scheiterte vor allem daran, dass es verpasst wurde, die aus dem Nationalpark herausgelöste Fläche aus dem FFH-Gebiet zu befreien.

Dies sollte man jetzt nachholen. Man sollte genau beobachten, ob der Borkenkäfer nicht bald die ursprüngliche Begründung für die Schaffung des FFH-Gebietes zerstört hat. Um den Waldumbau zur Bergwiese durch nachwachsende Fichten nicht zu gefährden, sollte man die Jagd auf Rotwild einstellen und hier einen Bereich schaffen, wo diese sich so richtig wohl fühlen.

Pistenbully

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3354 am: April 30, 2021, 09:30:51 Vormittag »
Über kurz oder lang wird sich der alpine Wintersport im Harz vermutlich ausschließlich auf Braunlage und den Wurmberg konzentrieren, nun da Schierke keine realistische Chance mehr hat.

Fürchte ich auch. Die technische Infrastruktur in den anderen Gebieten ist weitgehend veraltet, früher oder später wird ein größerer technischer Defekt oder der Tüv vielen Anlagen den garaus machen oder die jährlichen Instandhaltungskosten übersteigen die Einnahmen. Und die sonstige Infrastruktur (Skiverleih, Skischule usw.) bricht ja jetzt vielerorts schon weg.

Nordisch

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3355 am: Mai 02, 2021, 10:32:58 Nachmittag »
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landtagswahl/neue-koalition-modelle100.html

Zitat von: MDR
In anderthalb Monaten wird in Sachsen-Anhalt gewählt und nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks hätte auch ein Bündnis aus CDU, SPD und FDP eine Mehrheit im Parlament.
Es wäre natürlich die bittere Krönung, wenn zwei Monate nach der Aufgabe von Bürger die Grünen nicht mehr an der Regierung wären. Vielleicht überlegt er es sich dann doch noch mal ... aber lassen wir das besser. Überraschung > Enttäuschung.

manitou

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3356 am: Mai 03, 2021, 09:11:11 Vormittag »
Ich sehe das Projekt als endgültig tot. Selbst wenn die Gründen im Herbst in SA aus der Regierung fliegen sollten - was ich nicht sehe, da sie bundesweit im Aufwind sind - wird das Projekt nicht wieder aus der Schublade geholt. Die Naturschützer haben mit dem jetzigen gesetzlichen Status Quo genug Hebel in der Hand, um das Projekt zumindest für eine lange Zeit zu verzögern. Wer tut sich den Streß an, mit den Fundies zu kämpfen? Bürger sicherlich nicht mehr...
 
Hoffentlich ergreift Braunlage die Chance das interessanteste Skigebiet im Norden zu werden, 970 müNN Höhe und das Brockenpanorama sind ja schon TOP. Der Borkenkäfer hat ja schon unterstützend die Wälder vorbereitet ...

Das sind sie ja jetzt schon - und genau das wird hinsichtlich der Denkweise von Gross einen weiteren Ausbau verhindern. Der nimmt mit einer Minimax-Lösung soviel Geld wie möglich mit.

x86

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Re: Schierke 2000
« Antwort #3357 am: Mai 05, 2021, 09:44:18 Nachmittag »
Die jetzige Initiative scheiterte vor allem daran, dass es verpasst wurde, die aus dem Nationalpark herausgelöste Fläche aus dem FFH-Gebiet zu befreien.

Dies sollte man jetzt nachholen. Man sollte genau beobachten, ob der Borkenkäfer nicht bald die ursprüngliche Begründung für die Schaffung des FFH-Gebietes zerstört hat. Um den Waldumbau zur Bergwiese durch nachwachsende Fichten nicht zu gefährden, sollte man die Jagd auf Rotwild einstellen und hier einen Bereich schaffen, wo diese sich so richtig wohl fühlen.
Ich glaube, so ganzheitlich wird das Projekt bei Weitem nicht betrachtet ;-)

Die technische Infrastruktur in den anderen Gebieten ist weitgehend veraltet, früher oder später wird ein größerer technischer Defekt oder der Tüv vielen Anlagen den garaus machen oder die jährlichen Instandhaltungskosten übersteigen die Einnahmen.
Wobei die Infrastruktur am Wurmberg auch eher veraltet oder zumindest zweitklassig ist...Lanzen sind in der Höhenlage genauso wenig aktuell wie 6er Gondeln mit 4 m/s und 960 P/h oder fixe 4er mit 1 km Länge.
Der TÜV legt nur Anlagen still, die nicht mehr technisch in Ordnung sind. Das finde ich auch ok. Ansonsten kann man Lifte und Seilbahnen in Deutschland sehr lange betreiben (Stand jetzt: >100 bei Materialseilbahnen, >90 Jahre bei Personenseilbahnen).