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Skisaison am Wurmberg 25/26

Begonnen von snowie, 26 Okt 2025, 09:03

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snowie

#285
Zitat von: playjam in 25 Dez 2025, 12:15Ich frage mich ehrlich, warum sich der ganze Frust ausgerechnet auf die Wurmbergseilbahn konzentriert, obwohl sie faktisch das letzte größere verbliebene alpine Wintersportgebiet im Harz ist. In Torfhaus ist eine Skipiste komplett weg, am Matthias-Schmidt-Berg wurden Lifte abgebaut und die Beschneiung eingestellt, am Bocksberg sind Pisten geschlossen und es wird nicht mehr beschneit. Dort scheint der Rückzug aus dem alpinen Skibetrieb weitgehend akzeptiert zu sein, während man beim Wurmberg jedes Detail zum Anlass nimmt, um draufzuhauen.

Natürlich läuft bei der WSB nicht alles gut. Die Kommunikation ist oft unglücklich, Entscheidungen wie das Abschalten der Webcams wirken unnötig und die Preisgestaltung bei stark eingeschränktem Angebot kann man kritisch sehen. Aber die grundsätzliche Erwartung, dass der Wurmberg nach einer Warmphase innerhalb von zwei Tagen ein Vollangebot liefern müsse, geht an der Realität vorbei. Wenn die Bahn wegen Wind nicht läuft, kann oben auch nicht flächig mit Lanzen beschneit werden. Das ist keine böse Absicht, sondern Physik und Wetter.

Was mich an der Diskussion stört, ist die Tonlage. Wer ständig fordert, den Betrieb zu verkaufen, das Führungspersonal auszutauschen oder den Wurmberg lächerlich zu machen, übersieht, dass man damit am Ende das letzte große alpine Angebot im Harz weiter beschädigt. Wenn auch das noch wegfällt, gibt es hier gar nichts Vergleichbares mehr. Dann hilft auch kein Spott mehr, sondern man fährt endgültig nur noch in die Alpen oder nach Willingen.

Man kann und sollte Kritik üben, aber vielleicht mit dem Bewusstsein, dass die Wurmbergseilbahn nicht das Problem an sich ist, sondern eher der letzte Ort, der sich gegen die strukturellen und klimatischen Probleme des Harzes stämmt.

Seit der Installation der Beschneiungsanlage hat es immer rund zwei Wochen gedauert, bis alle beschneiten Pisten geöffnet werden konnten. Das lag daran, dass sich mehrere Phasen abwechseln: einige Tage aktive Beschneiung, anschließend Zeit zum "Trocknen" und Setzen des Schnees sowie weitere Tage für die Präparierung. Daran hat sich grundsätzlich nichts geändert. In diesem Jahr beschleunigt die WSB die Öffnung, indem der für Kinder und Anfänger besonders wichtige Bereich am Hexenritt mit hoher Priorität und erheblichem technischem Aufwand beschneit wird. Der dortige Schlepplift kann zudem zu fairen Preisen über Punktekarten genutzt werden. Für den restlichen Teil des Skigebiets steht weiterhin dieselbe Technik zur Verfügung wie in den Vorjahren, sodass es voraussichtlich noch etwa zwei Wochen dauern wird, bis alle beschneiten Pisten nutzbar sind.

In diesem Sinne wäre es schön, die Schnee-Hibbeligkeit etwas im Zaum zu halten und den Seilbahnern Respekt zu zollen, die bei Minustemperaturen draußen arbeiten, damit wir überhaupt Skifahren können.

Playjam,
ich glaube, wir reden hier gerade aneinander vorbei – und genau das möchte ich gern klarstellen.


Niemand in diesem Forum (!) bestreitet, dass der Wurmberg aktuell das letzte größere, ernstzunehmende alpine Angebot im Harz ist. Das wissen wir alle! Genau deshalb wird er ja auch so kritisch begleitet, übrigens  schon immer! Kritik entsteht nicht aus Lust am ,,Draufhauen", sondern aus Erwartungshaltung und diese wurde seit dem Ausbau massiv seitens der WSB selber(!) geschürt! Und du warst es, der selber kürzlich die Pressearbeit von Nüsse nochmal lobend erwähnt hast und du diese dir zurück wünscht. Ergo: Nüsse war rhetorisch deutlich besser, hat über Jahre eine  sehr gute Haltung öffentlich etabliert und entsprechend bei allen Norddeutschen die Messlatte hochgehalten und aber auch am Ende abgeliefert - auch bei schlechten Bedingungen. Und diese spiegelt sich auf der Homepage noch wieder - ist aber seit 2019/2020 nicht mehr die Realität am Wurmberg. Es grenzt fast an Komik, dass dein letzter Kommentar Kritik komplett ignoriert und andere Meinungen praktisch ausschließt, statt sich ernsthaft mit ihnen auseinanderzusetzen so wie du es seit Jahren auch in diesem Forum tust. Und genau das stört mich, das Trommeln, das Jammern und mit Fingern auf andere zeigen. Fakt ist, was du ja auch mehrfach feststellen durftest, das andere Gebiete, klimatisch schlechter aufgestellt, deutlich mehr machen. Manitou ist das Beste Beispiel, er ist in Winterberg und sieht, wie es auch gehen kann. Und falls man jetzt wieder mit "größter Beschneiungsanlage kommt", die kleine Wasserkuppel feuert seit 24.12...also es geht, wenn man will!!!
Wer der letzte Anbieter im Harz ist, steht zwangsläufig stärker im Fokus – das ist keine Ungerechtigkeit, sondern einfach Realität. Alle anderen haben auch keine Beschneiung gehabt oder nie so propagiert.


Was mich an deinem Beitrag massiv stört, ist weniger der Inhalt als die Haltung, mit der er vorgetragen wird. Dein Text liest sich nicht wie ein Diskussionsbeitrag, sondern wie eine Einordnung von oben herab: viel Erklärung, viel Relativierung, viel ,,man muss das so sehen". Genau das wirkt übergriffig. Du erklärst Physik, Prozesse und Zusammenhänge, die den meisten hier sehr wohl bekannt sind – und stellst implizit infrage, dass Kritik trotzdem berechtigt sein kann. Das ist der Punkt.
Natürlich weiß jeder hier, dass Wind, Beschneiung verhindert und dass man kein Vollangebot in zwei Tagen zaubern kann. Das hat auch niemand ernsthaft gefordert, aber bei Minimalangebot auch den Preis runterschrauben. Diese Argumente werden aber immer wieder als eine Art Totschlagargument genutzt, um berechtigte Kritik weichzuspülen. Und genau das wirkt wie Ohrenduselei.


Der entscheidende Punkt ist:
Kritik an Kommunikation, Preisgestaltung, Außendarstellung und strategischen Entscheidungen hat nichts mit mangelndem Respekt gegenüber den Mitarbeitern zu tun. Das wird aber in deinem Beitrag stark vermischt und ist deine subjektive Haltung mir gegenüber. Wer die WSB kritisiert, wünscht ihr nicht automatisch die Insolvenz oder den Untergang des Harzer Skisports. Wieso verallgemeinert du? Diese Unterstellung ist schlicht nicht fair.
Was mich persönlich zusätzlich irritiert: Du schreibst nicht nur als normales Mitglied, sondern als Admin. Und da erwarte ich eine neutralere Rolle wie Max, gerade wenn Meinungen auseinandergehen. Dein Beitrag wirkt sehr eindeutig ,,pro WSB" und sehr wenig offen für andere Sichtweisen. Als Admin solltest du Diskussionen moderieren,  nicht lenken oder bewerten, welche Kritik angemessen ist und welche nicht.
Dass du den Eindruck hast, der Frust konzentriere sich zu sehr auf den Wurmberg, kann man so oder so sehen. Man kann aber genauso argumentieren, dass es außerhalb des Harzes Beispiele gibt, wo trotz ähnlicher Rahmenbedingungen aktuell anders kommuniziert, anders priorisiert und anders mit Kritik umgegangen wird. Beispiele gibt es genug  und am heutigen Tage ebenfalls improvisiert. 2 Wochen kann heute kein Skibetrieb mehr brauchen, bis der Schnee trocknet, sich setzt, präpariert wird und nochmal mega Frost bekommt. Schön sind diese Gedankengänge aus der Zeit von Nüsse, in den Alpengebieten sicherlich richtig und anwendbar, aber lass uns doch bitte in der Realität in 2025 im Harz oder anderen Mittelgebirgen bleiben. Genau darüber muss man sprechen dürfen  ohne Belehrung.
Und ja: Wir sind ein Forum. Ein tolles Forum. Unterschiedliche Meinungen gehören dazu. Auch zugespitzte Kritik. Auch Frust. Auch Schnee-Hibbeligkeit. Die gab es hier von allen, auch von denen, die heute zur Mäßigung aufrufen. Das sollte man nicht vergessen.
Diskussion ja.
Erklärungen ja.
Aber bitte ohne Oberlehrer-Ton, ohne moralische Einordnung und ohne den Eindruck, dass man anderen ihre Meinung ,,zurechtrücken" muss.
Das ist kein persönlicher Angriff, aber dazu gehört, dass man nicht erst überlegen muss, ob man einen kritischen Beitrag in Zukunft überhaupt noch abschicken darf. Denn Diskussion lebt von Meinungsfreiheit – nicht von Selbstzensur aus Angst vor Belehrung oder Einordnung von einem Admin von oben herab.

STS

Mal innehalten und überlegen, ob unsere Kritik übers Ziel hinausschießt oder persönlich beleidigend ist, finde ich richtig. Ausserdem wissen wir nicht, welche Knebel die ortsfremden Besitzer den Betriebsleitern auflegen.

playjam

Zitat von: snowie in 25 Dez 2025, 16:21[...]
Aber bitte ohne Oberlehrer-Ton, ohne moralische Einordnung und ohne den Eindruck, dass man anderen ihre Meinung ,,zurechtrücken" muss.

Was Du schreibst kann ich nachvollziehen, es tut mir Leid, falls sich jemand persönlich angegriffen gefühlt hat und werde mich bemühen, den Oberlehrer-Ton etc. zu vermeiden. Mir ging es um ein kurzes Erden, da die Hibbelligkeit im Forum aus meiner Sicht wieder eskaliert ist.

Simufan 2202

Bin grad wieder zurück vom Wurmberg, seit ca. 15:30 laufen die Schneeerzeuger am Hexenrittschlepper. Man merkte den Wind an den Lanzen deutlich, der Schnee der Lanzen am Sessellift landete komplett im Gestrüpp.
Ich glaube nicht das man vor dem Neuschnee nächste Woche bzw. einem weiteren Beschneiungsfenster öffnen kann, dafür hat man einfach 32h zu spät begonnen.

Was ich allerdings nicht verstehe warum es einige Lanzen im Skigebiet gibt bei denen die Nukleatordüsen nicht funktionieren und das auch nicht erst seit dieser Saison, ist mir nähmlich letzte Saison schon aufgefallen. Sieht man auf dem Bild des Lanzenkopf, die Nukleatordüsen in der untersten Reihe sind aus und oben kommt nur Wasser raus. Das Ergebnis ist eine Eislaufbahn neben der Lanze. Ein Mitarbeiter meinte auf Nachfrage ob man diese Lanzen nicht einzeln ausschalten kann, in Harzer Freundlichkeit nur mit "Ja Ja"  ;) .


Schneefuchs

Zitat von: playjam in 25 Dez 2025, 16:59
Zitat von: snowie in 25 Dez 2025, 16:21[...]
Aber bitte ohne Oberlehrer-Ton, ohne moralische Einordnung und ohne den Eindruck, dass man anderen ihre Meinung ,,zurechtrücken" muss.

Was Du schreibst kann ich nachvollziehen, es tut mir Leid, falls sich jemand persönlich angegriffen gefühlt hat und werde mich bemühen, den Oberlehrer-Ton etc. zu vermeiden. Mir ging es um ein kurzes Erden, da die Hibbelligkeit im Forum aus meiner Sicht wieder eskaliert ist.

Also ich habe das nicht als oberlehrerhaft empfunden.

Ansonsten: Nur die Ruhe, es geht doch nur darum ob wir ein paar Tage früher per Ski auf den Wurmberg kommen oder nicht. Woanders ist Krieg oder Hungersnot, da hätte man diese Sorgen gerne.

Und wer es gar nicht mehr aushält: Ein Tag Sauerland hilft gegen den Entzug. 8)

Schneefreund

Zitat von: Simufan 2202 in 25 Dez 2025, 14:01Ich denke die Erwartungen einiger (inklusive mir) liegen daran das man einfach in andere Mittelgebirgsskigebiete schaut.  Sei es Winterberg und Willingen im Sauerland oder der Keilberg im Erzgebirge. Überall dort versucht man breits so früh wie es geht zumindest ein Teilangebot anzubieten (sogar mit vergünstigten Preisen).

Das schürt die Erwartungen das das am Wurmberg dies genauso funktioniern könnte.
Leider hat man nun am Wurmberg seit Corona das Min/Max Prinzip in Sachen Skibetrieb.

Das man sich nur auf den Wurmberg konzentriert und nicht andere Skigebiete kritisiert Liegt (zumindest bei mir) hauptsächlich an zwei Sachen.
1. Der Wurmberg ist für mich das einzig ernstzunehmende Skigebiet im Harz
Ja, am MSB und am Bocksberg gibt es auch eine Beschneiungsanlage aber für wirklich nachhaltigen Winter/Skibetrieb sind diese Skigebiete einfach zu niedrig und vom Pistenangebot zu unattraktiv.
2. Am Wurmberg wird ein riesen Potential verschenkt. Die (Ski)Gäste werden von Jahr zu Jahr weniger...
Ich sehe es ähnlich.
Der Vergleich mit Skigebieten in anderen Mittelgebirgen weckt einfach Erwartungen. Und wenn der Wurmberg deutlich am schnellsten zu erreichen ist, sagt man sich schade, leider sind die nicht hier...
Dann kommt manchmal halt das Kommunikationsverhalten der WSB dazu, dass leider ab und wann unglücklich ist.

Der Punkt mit dem Potential verschenken ist der, der mir am meisten Sorgen macht. Letztlich sind unsere Meinungen ja auch irgendwie wahrscheinlich ein Querschnitt der Gästemeinungen.

playjam

Zitat von: Simufan 2202 in 25 Dez 2025, 18:10Bin grad wieder zurück vom Wurmberg, seit ca. 15:30 laufen die Schneeerzeuger am Hexenrittschlepper. [...]

Herzlichen Dank für die Bilder. Wenn ich mir die vielen Leute anschaue, die auf dem frisch produzierten Schnee herumtrampeln, dann wäre für mich auch ein Grund für das Abschalten der Webcams nicht noch mehr davon anzulocken. Oder man möchte uns einfach den Anblick ersparen wie unser kostbarer Schnee dort platt gemacht wird ;)

Schneefuchs

Der Schnee wird so verdichtet damit er länger hält.  :)

Harzterix

@simufan: woher weißt du, dass die untere Reihe die Düsen mit Nucleatoren sind?
Welcher Hersteller ist das denn?
Normalerweise kann man die Düsen nur in einer bestimmten Reihenfolge zu- oder abschalten und als erstes schalten immer die die Nucleatordüsen ein.

Simufan 2202

Zitat von: Harzterix in 26 Dez 2025, 11:25@simufan: woher weißt du, dass die untere Reihe die Düsen mit Nucleatoren sind?
Welcher Hersteller ist das denn?
Normalerweise kann man die Düsen nur in einer bestimmten Reihenfolge zu- oder abschalten und als erstes schalten immer die die Nucleatordüsen ein.

Tatsächlich durch ein Gespräch am Wurmberg vor einigen Jahren, außerdem kann man dies aufgrund der Ausrichtung (die unterste Düsenreihe ist leicht nach oben gerichtet) und der unterschiedlichen Düsenart auch erkennen.
Bei den VIS Lanzen und auch bei den EOS Lanzen sind in der untersten Reihe die Nukleatordüsen, drüber die Reihen können je nach Temperatur/Schnee Qualität zugeschaltet werden. Wobei die unterste Reihe der Wasserdüsen (zumindest meines Wissens nach) immer Mitläuft da eine Beschneiung nur mit Nukleatordüsen nicht wirklich sinnvoll ist.

Zumal man es auch am Produzieren Schnee erkennt. Unter dieser Lanze wurde die Jacke nicht Weiß, sondern nur nass.

Evtl. Hängt an diesen Lanzen ja ein Magnetventil so das die Nukleatordüsen nicht mit Wasser und Luft versorgt werden ggf. könnten auch Leitungen/Düsen verstopft sein. Bei einem Elektrischen Fehler könnte ich mir vorstellen das die Lanzen das Selber mitbekommen müssten und sich von alleine komplett abschalten. (Das sind aber jetzt nur Schlussfolgerungen/Vermutungen die ich von den Hydrauliksystemen mit den ich beruflich zu tun habe ableite.)

Falkenstein

Parkplatz unten an der WSB war heute gerammelt voll. Oben am Hexenritt Inversionswetterlage bei +2,5 Grad. Bad Lauterberg hatte -4 Grad... zahlreiche Schneehungeringe mit Schlitten auf den kleinen beschneiten Flächen unterwegs.Das neue Jahr wird mit ordentlichen Schneefällen beginnen. Drücke der WSB die Daumen.
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User469321

Jetzt gehts richtig los.. ???

Max

Schön, dass es am Wurmberg nun langsam mit der Beschneiung losgeht. Jetzt muss das Wetter nur noch ein wenig mitspielen, und vielleicht gibt es ja nach längerer Zeit tatsächlich mal wieder Wintersport zum Jahreswechsel – das würde mich persönlich sehr freuen. :)

Grundsätzlich sehe auch ich es so, dass die Wurmbergseilbahn unter den Harzer Skigebieten eine hervorgehobene Stellung einnimmt und nicht zuletzt aufgrund ihres selbst formulierten Anspruchs aus vergangenen Jahren vielleicht etwas kritischer betrachtet wird als die anderen, wenigen noch verbliebenen Skigebiete.

Dass die Bäume nicht mehr stehen und Wind sowie Klimawandel zunehmend Probleme bereiten, ist uns allen bekannt. Woran ich mich allerdings dennoch etwas störe, ist der zumindest subjektive Eindruck, dass am Wurmberg leider viel Potenzial verschenkt wird. Das betrifft zum einen den Winter, etwa wenn die Seilbahn-Revision in die Zeit vor Weihnachten gelegt wird, sodass selbst im ohnehin unwahrscheinlichen Fall eines frühen Wintereinbruchs in der Vorweihnachtszeit nur ein eingeschränktes Angebot möglich wäre. Zum anderen gilt das aber auch für den Sommer, denn trotz eigentlich sehr guter Voraussetzungen steht der Bikepark meines Wissens im direkten Vergleich mit den anderen Harzer Bikeparks ebenfalls nicht besonders gut da.

Den Mitarbeitern vor Ort möchte ich dabei ausdrücklich keinen mangelnden Einsatz unterstellen. Letztlich ist das, was wir hier diskutieren, ohnehin Spekulation, da wir keine Einblicke in interne Abläufe haben. Dennoch wird man das Gefühl einfach nicht los, dass am Berg deutlich mehr möglich wäre, auf oberster Ebene jedoch eine andere strategische Ausrichtung verfolgt wird.

Trotz allem Wohlwollen – und vielleicht auch ein wenig Schneehibbeligkeit ;)  – ist das ein Eindruck, dem ich mich selbst nicht ganz entziehen kann. Im Forum sollten wir natürlich darauf achten, dass berechtigte Kritik möglichst an der Stelle geäußert wird, die dafür verantwortlich ist. Insgesamt halte ich sie jedoch für nachvollziehbar und in weiten Teilen auch berechtigt. Ich bin mir sicher, dass hier niemand dem letzten größeren Harzer Skigebiet etwas Schlechtes oder gar Misserfolg wünscht.

Vielmehr schwingt aus meiner Sicht eine gewisse Enttäuschung mit: Man hat einen Berg mit großem Potenzial direkt vor der Haustür und muss zugleich über Jahre hinweg beobachten, wie Angebot und Engagement schrittweise kleiner werden. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, besteht die Gefahr, dass sich der eine oder andere von uns sich künftig komplett gegen einen Besuch entscheidet, schlicht weil es sich nicht mehr lohnt.

Das ist zumindest meine Befürchtung und manchmal auch schon Realität. Es ist ohnehin schon bitter genug, dass viele der kleineren Skigebiete vollständig verschwunden sind und Alternativen wie etwa am MSB oder am Bocksberg inzwischen eigentlich keine Rolle mehr spielen.

Insofern würde ich mir sehr wünschen, dass der Wurmberg – mittelfristig vermutlich das einzige verbliebene Skigebiet im Harz – hier mehr Initiative zeigt und alles daransetzt, dass uns das Skifahren dort erhalten bleibt und sich ein Besuch auch weiterhin lohnt. Mit immer kürzeren Saisons, dem faktischen Verzicht auf eine der wichtigsten Zeiten rund um Weihnachten und Silvester sowie einem sehr zurückhaltenden Investitionsansatz muss man jedoch befürchten, dass das Angebot weiter schrumpft. Das würde sich zwangsläufig auch auf das Umfeld, etwa Skischulen, auswirken und am Ende dazu führen, dass im Harz vielleicht nur noch einige wenige Rodellifte mit vergleichsweise geringem Aufwand betrieben werden können.

Lange Rede, kurzer Sinn: Auch wenn die Wortwahl hier und da vielleicht etwas harsch ausfällt, bin ich überzeugt, dass alle im Forum der WSB nur das Beste wünschen. Gleichzeitig wird die Entwicklung des Skigebiets seit einigen Jahren mit Sorge betrachtet – eine Sorge, die ich leider auch teile.

In diesem Sinne drücken wir mal die Daumen, dass uns der Naturschnee bald etwas unterstützt. Dennoch sollte Kritik an der WSB erlaubt sein und auch geäußert werden dürfen. Denn selbst ohne den Vergleich mit Winterberg, das ohnehin in einer ganz anderen Liga spielt, muss man einfach anerkennen, dass nahezu alle führenden Skigebiete in anderen deutschen Mittelgebirgen aktuell ein Stück weiter sind und dort mehr passiert als hier bei uns – was letztlich einfach sehr schade ist.

Schneefuchs

Ein paar Scheeflecken sind entstanden, weit entfernt von an einer möglichen Präparierung. Jetzt ist erst mal "Frühling".

https://wurmbergblick.eu/

Ab Dienstag kälter und auch Naturschnee. Die Älteren von uns erinnern sich vielleicht, so ein weisses Zeug das vom Himmel fällt und zur Not den Kunstschnee ersetzen kann. Mal schauen was draus wird.

Sommerski