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Ausbau des Skigebietes Wurmberg 2

Begonnen von playjam, 08 Dez 2013, 13:10

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Max

#600
Zitat von: playjam in 06 Jun 2014, 14:30
Danke! Ich habe den Knolle schon vermisst.

Nein.

Übrigens, wenn es ohne Proteste jemals eine Seilbahn von Torfhaus zum Brocken geben sollte, damit die eher Lauffaulen unter den ach so naturverbundenen Wandertouristen auch problemlos dort hochkommen, dann stimmt etwas ganz gewaltig nicht mehr.

Davon abgesehen verstehe ich nicht, warum "der Erlebnisbocksberg, der alles bietet, was das abenteuerlustige Herz begehrt" als gutes Beispiel dafür hervorgehoben wird, wie man das angestaubte Image des Harz loswerden kann, der Wurmberg hingegen der böse Zwillingsbruder davon sein soll, der alles falsch gemacht hat?

Und warum sind die selben Naturschützer, u.a. vertreten durch Herrn Knolle in Hahnenklee offensichtlich gar nicht so unzufrieden mit dem Bau des neuen Sessellift, auch wenn dafür einige Hektar Baumbestand draufgegangen sind?

Der 'Schmusekurs' zwischen den Eigentümern auf Torfhaus bzw. Herrn Rataj und den Naturschutzverbänden auf der anderen Seite stimmt mich in jedem Fall nachdenklich, vor allem, wenn man das Theater, was beim Ausbau in Braunlage stattgefunden hat, als Maßstab nimmt.

playjam

Am Torfhaus gelten sowieso andere Regeln: Proteste wegen der Blickverschmutzung (90% der Zeit geschlossenes NP-Info-Haus in der Sichtachse zum Brocken) gab es keine, warum also keine Seilbahn für Wanderer?

Den Schmusekurs sehe ich aber ganz pragmatisch. Am Bocksberg gibt es jetzt einen tollen 4er Sessellift und falls der Skihang und die Rodelpiste am Torfhaus dann auch bald beschneit werden dürfen, hätten sich auch dort konstruktive Gespräche gelohnt. Das Ergebnis des Wurmberg-Projektes ist ja eindeutig so zu interpretieren, dass auf dem Klageweg für die Umweltverbände nichts zu erreichen ist und nur zur Durchsetzung der Maximalvariante führt.

sommerphobie

Zitat von: playjam in 06 Jun 2014, 14:30
Absolut sehenswert wie geschickt Knolle die Schließung von 75% des Nationalparks für Touristen ab 2022 als positiv für den Tourismus darstellt.

Wenn man den Prozentwert erhöhen würde indem Flächen, die sowieso genutzt werden, aus dem NP rausschmeisst, dann könnte man dem sogar etwas abgewinnen. Der Ski- und Rodelhang am Torfhaus, das Skigebiet Sonnenberg und das Landesleistungszentrum Sonnenberg könnten aus dem NP raus und zusammen mit den angrenzenden Siedlungen, welche sowieso nicht zum NP gehören, Inseln im NP bilden. Vorteile hätten beide Seiten.


Zitat von: Max in 06 Jun 2014, 16:26
Und warum sind die selben Naturschützer, u.a. vertreten durch Herrn Knolle in Hahnenklee offensichtlich gar nicht so unzufrieden mit dem Bau des neuen Sessellift, auch wenn dafür einige Hektar Baumbestand draufgegangen sind?

Es wird ja erwähnt, dass man dem Bocksberg eine (nicht definierte) Investition ausgeredet hat. Zumindest einen Teilerfolg hatte man also.


Die Schanze ist das Wahrzeichen des Wurmberg. Dass sie abgerissen wird ist schade, aber um es positiv zu sehen haben wir nächsten Winter vielleicht eine neue Skiroute. Obwohl am Wurmberg dauert alles etwas länger. Auf der Homepage wird immer noch mit der Schanze/dem Turm geworben. ::)

SuicidalSquirrel

Ein markanter Ersatz wäre jedoch zwingend erforderlich, denn warum sollte man aufwändig einen neuen Turm bauen ? Wenn ich als Wandertourist schon auf den Wurmberg fahren, genieße ich in erster Linie die Aussicht die sich mir (nach der ggf. teuren Seilbahnfahrt) von der Kuppe bietet.
Anders würde es sich bei einer neuen attraktiven Landmark verhalten.... Schaut mal was derzeit auf der Buchensteinwand (Quelle: Alpinforum) entsteht: http://alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=12&t=31808&start=25

So pompös muss es nicht daherkommen, suggeriert und signalisiert dem Besucher aber, es lohnt sich hier hinauf zu kommen.

Pistenbully

Zitat von: sommerphobie in 06 Jun 2014, 23:32
Es wird ja erwähnt, dass man dem Bocksberg eine (nicht definierte) Investition ausgeredet hat. Zumindest einen Teilerfolg hatte man also.

Ich vermute, deshalb wird die Beschneiung nur noch zögerlich ausgebaut (kein eigener Speicherteich)

Widex

Zitat von: SuicidalSquirrel in 07 Jun 2014, 13:08Anders würde es sich bei einer neuen attraktiven Landmark verhalten.... Schaut mal was derzeit auf der Buchensteinwand (Quelle: Alpinforum) entsteht

Das sieht schick aus. Allerdings auch besser zu treffen, wo doch Flugzeuge gegen den Brocken fliegen ;-)
Mein erster Gedanke ist eher, dass ein -wie auch immer gearteter - Neubau die Schanzensilhouette aufnehmen sollte.
Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

playjam

Zitat von: SuicidalSquirrel in 07 Jun 2014, 13:08
[...] warum sollte man aufwändig einen neuen Turm bauen ? [...]

Ein Turm ohne Funktion finde ich etwas überflüssig. Schick fände ich ein Turm mit Observatiorium. Mittlerweile sind ordentlich große fernsteuerbare Fernrohre mit Bildsensoren für vertretbares Geld zu haben. Die Sternen-Bilder könnte man in das Kurgastzentrum streamen und diesen relativ wenig genutzen Bau als Planetarium nutzen.

Pistenbully

Zitat von: playjam in 09 Jun 2014, 16:50

Ein Turm ohne Funktion finde ich etwas überflüssig. Schick fände ich ein Turm mit Observatiorium. Mittlerweile sind ordentlich große fernsteuerbare Fernrohre mit Bildsensoren für vertretbares Geld zu haben. Die Sternen-Bilder könnte man in das Kurgastzentrum streamen und diesen relativ wenig genutzen Bau als Planetarium nutzen.

coole Idee !

Max

Zitat von: Widex in 09 Jun 2014, 13:19
Das sieht schick aus. Allerdings auch besser zu treffen, wo doch Flugzeuge gegen den Brocken fliegen ;-)
Mein erster Gedanke ist eher, dass ein -wie auch immer gearteter - Neubau die Schanzensilhouette aufnehmen sollte.

Das war auch mein erster Gedanke dazu — es würde das auf Postkarten etc. vom Wurmberg bekannte Bild weitestgehend erhalten und die Geschichte Braunlages als traditionellen Wintersportort unterstreichen.

Es gab wohl am Wochenende auch eine kleine Demonstration für den Erhalt der Schanze. Ich kann nicht einschätzen, ob das tatsächlich völlig ausgeschlossen ist die Schanze zu erhalten, aber allein angesichts von 200.000€ Kosten für den Abriss + die Kosten für die Planung und den Bau eines neuen Turms sollte man dennoch versuchen alle Möglichkeiten zu prüfen.

XXLRay

Neuer Turm in Schanzenoptik mit Plattform, Zipline und Observatorium, zusätzliche Piste -> Großartig!

playjam

Neuer Turm in Schanzenoptik mit Plattform, Zipline und Observatorium, zusätzliche Piste und Bergstation für einen Lift vom Winterbergsattel zum Gipfel -> Großartig!  ;)

Doppelmayr

Die Idee, den ehemaligen Schanzenhang als zusätzliche Abfahrtspiste anzubieten und mit einer Liftbergstation direkt hinter der Wurmbergalm zu erweitern, habe ich letzte Woche per Mail Herrn Nüsse vorgeschlagen.

Doppelmayr

Der neue fixe 4er Sessel am Hexenritt ist seit kurzem auch unter den LEITNER Referenzprodukten aufgeführt  ;)

http://www.leitner-ropeways.com/Produkte/Fixe-Sesselbahnen

playjam


Ypsilon

Zitat von: Doppelmayr in 10 Jun 2014, 21:08
Die Idee, den ehemaligen Schanzenhang als zusätzliche Abfahrtspiste anzubieten und mit einer Liftbergstation direkt hinter der Wurmbergalm zu erweitern, habe ich letzte Woche per Mail Herrn Nüsse vorgeschlagen.

Gab´s dazu bereits ein Feedback?
Die GZ titelt ja erneut mit großem Bedauern, diesmal des Landesverbandes SA!
Meine Meinung:
Die Schanze ist verzichtbar (geworden), der Turm nicht.
Insofern sehe ich die gedachten Maßnahmen von Herrn Grote - soweit mir bekannt - als sinnvoll an.
Ich würde mir wünschen dass dem WSV bei der Instandhaltung und Pflege der Brockenweganlage Unterstützung entgegen gebracht wird.
Vorbild ist für mich da die Stadt Wernigerode die den Skiclub beim Ausbau und erhalt der Trainingsanlagen scheinbar recht gut unterstützen (können).
Ziel sollte es aus meiner Sicht sein die verbliebenen Anlagen in Wernigerode und Braunlage-Brockenweg als regionale Trainingszentren insbesondere für die Jugendabteilungen und Nachwuchsförderungen zu erhalten.
Dazu sollten sich die Verbände aus NDS und SA auch mal deutlich positionieren!
Die Talente die es daraus dann in die DSV-Kader schaffen fahren schon heute in die Zentren nach Oberhof und Willingen.
Insofern sehe ich keinen Sinn mehr in den Erhalt einer Schanzenanlage, die seit eh und je sowieso nur für große Wettkämpfe und nicht zu Trainingszwecken oder kleine regionale Wettkämpfe hergerichtet wurde, als unnötig und nicht mehr Zeitgemäß an.
Die großen nationalen und internationalen Springen laufen heute auf anderen größeren Schanzen.
Zudem ist sie auch schon immer schwierig zu springen gewesen und unheimlich wetteranfällig in dieser exponierten Lage.
Ich erinnere nur mal an den schweren Unfall von Timo Kaczmarek aus Altenau in den 90-gern der auf dieser Schanze bei schlechten Bedingungen so schwer stürzte.