Autor Thema: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg  (Gelesen 60709 mal)

Rollmops

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #105 am: Januar 23, 2019, 06:22:58 Nachmittag »
Der MSB leidet heuer stark unter dem Schneemangel, es ist optimales Beschneiungswetter aber deren Speicher ist wahrscheinlich leer. Sie besitzen m.M. nach immer noch die beste Skiinfrastruktur im Harz (Parkplätze, Liftkapazität, Anfahrt). Auch die Sonne scheint selbst Ende Januar noch nicht in den Steilhang, leider liegt aber kein Schnee.
 
Re: Start der Skisaison 18/19
« Antwort #159 am: Januar 12, 2019, 10:56:32 Vormittag »

Zitat
Am MSB geht der Lift aber es scheint kein Mensch da zu sein.

Das ist mir auch manchmal auch aufgefallen und die Betreiber werden mit dem Winterbetrieb wohl nicht mehr viel verdienen.









Max

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #106 am: Januar 23, 2019, 06:38:45 Nachmittag »
Der MSB leidet heuer stark unter dem Schneemangel, es ist optimales Beschneiungswetter aber deren Speicher ist wahrscheinlich leer. Sie besitzen m.M. nach immer noch die beste Skiinfrastruktur im Harz (Parkplätze, Liftkapazität, Anfahrt). Auch die Sonne scheint selbst Ende Januar noch nicht in den Steilhang, leider liegt aber kein Schnee.
 
Re: Start der Skisaison 18/19
« Antwort #159 am: Januar 12, 2019, 10:56:32 Vormittag »

Zitat
Am MSB geht der Lift aber es scheint kein Mensch da zu sein.

Das ist mir auch manchmal auch aufgefallen und die Betreiber werden mit dem Winterbetrieb wohl nicht mehr viel verdienen.

Weißt Du, wie an dem Tag die Schneesituation ausgesehen hat bzw. ob auch die schwarze Piste unterm Sessel regulär geöffnet werden konnte?

Das Skigebiet am MSB wird auf jeden Fall massiv unterschätzt und es ist gefühlt tatsächlich deutlich weniger los als noch vor dem Ausbau des Wurmbergs, da es dort trotz Wartezeiten viele Besucher hinzieht. Dazu muss man aber auch sagen, dass nur die blaue Piste am hinteren Ende des Skigebiets einfach zu unattraktiv ist und da auch der Betrieb des Sessellifts vorne wenig bringt, wenn man jedes Mal 250m schieben muss, bis man wieder bei der Abfahrt ankommt.

Bei Neuschnee, an Wochenenden, wenn alle Pisten genügend Schnee haben und man sich am Wurmberg die Beine in den Bauch steht und beim Flutlichtangebot ist der MSB aber immer einen Besuch wert, zumal auch die Parktickets noch humane Preise haben.

Daumen drücken, dass es bald auch im Harz mal wieder richtig runterschneit ohne dass es direkt zwei Tage später wieder vom Regen weggespült wird.


Rollmops

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #107 am: Januar 23, 2019, 07:27:12 Nachmittag »
MSB war früher "das Skigebiet " im Harz für mich . Zum WB ging es nur wenn nichts anderes mehr lief im Harz.  Aber selbst am WB wäre ohne den Ausbau nur noch selten Skibetrieb möglich.  Das Siffwetter um Weihnachten hat die Böden so aufgeweicht das kein Schnee länger liegen bleiben konnte, irgendwie häufen sich solche Wetterlagen leider und reicht es für MSB, Hahnenklee und dem Alpinum immer selten für längeren vernünftigen Skibetrieb. Deswegen u.a.gibts auch nur noch wenig Investition in den Winterbetrieb.  Das verbessert keinesfalls die Situation am Wurmberg am Wochenende.

STS

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #108 am: Januar 23, 2019, 08:56:10 Nachmittag »
Bis in die 90er war der MSB das Skigebiet im Harz mit bester Infrastruktur, anspruchsvoller schwarzer Buckelpiste und 2 schnellen Sesselliften. Der MSB stand für Innovation, einer der erste Sessellifte Deutschlands, Beschneiungsversuche in den 50er, Sommerskipiste und Sommerrodelbahn. Der Skisport hat in St. Andreasberg lange Tradition,  SC seit 1896,..

2019 war der MSB Betreiber wieder mächtig engagiert mit Beschneiung, im Wettkampf gegen den Regen. Die blaue Piste hatte ordentlich Schneeauflage, der kleine Schneisee war am Sonntag fast leer. Unser Anfänger fand übrigens die fast waagerechte Ziehstrecke oben zum Start gar nicht schlecht.

Das Panorama auf die Bergstadt, Brocken und Wurmberg ist Klasse.

Es fehlt leider ein Investor mit Budget für die  Bescheinigung der schwarze Piste und Anlegen einer gescheiten roten Piste um den Sessellift. Mit diesen überschaubaren Investitionen hätte man wieder ein kleines feines Skigebiet. Die Resonanz beim Wurmberg oder im Sauerland zeigen, dass das gut funktionieren kann.

« Letzte Änderung: Januar 23, 2019, 09:57:44 Nachmittag von STS »

manitou

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #109 am: Januar 23, 2019, 11:54:30 Nachmittag »
...das Skigebiet liegt zu tief, um dort noch ofensiv nachhaltig investieren zu können.

playjam

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #110 am: Januar 24, 2019, 07:55:22 Vormittag »
...das Skigebiet liegt zu tief, um dort noch ofensiv nachhaltig investieren zu können.

hüstel... Winterberg... hüstel.

Imho hat St. Andreasberg und damit der Sonnenberg und Matthias Schmidt Berg ein Problem der Wettbewerbsverzerrung durch die Subventionspolitik der Landesregierungen. Wenn jährlich mit zig Millionen ein "grünes" Projekt wie der Nationalpark massiv subventioniert wird, welches als Plattform für manchen Mitarbeiter missbraucht wird, um jeglichen Modernisierungswillen der Harzer Liftgesellschaften im Keim zu ersticken, dann darf man sich nicht wundern, wenn es Opfer gibt. Zusätzlich werden die Verbände wie BUND und NaBu auch direkt vom Land subventioniert. Man muss schon sehr viel Geld und Geduld haben (siehe Herr Bürger), um gegen diese etwas umsetzen zu wollen.

Max

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #111 am: Januar 24, 2019, 08:23:29 Vormittag »
...das Skigebiet liegt zu tief, um dort noch ofensiv nachhaltig investieren zu können.

Würde ich so auch nicht unbedingt unterschreiben. Die Lifte und Kapazitäten am MSB sind völlig i.O., das Flutlichtangebot passt, es gibt genügend Parkplätze direkt vor der Tür — das Einzige was tatsächlich fehlt wäre eine wirklich leistungsfähige Beschneiungsanlage, die auch die schwarze Piste innerhalb kürzester Zeit betriebsbereit macht.

Problematisch sehe ich allerdings nach wie vor die Berichterstattung von NDR & Co., die sich noch immer fast ausschließlich auf den Wurmberg konzentriert. Abgesehen davon, dass es in meinen Augen eben keine gute Werbung für den Harz ist, wenn jedes Wochenende Menschenschlangen gezeigt werden, die 2 Stunden und mehr an der Seilbahn stehen, ist es auch so, dass alle anderen Skigebiete im Harz völlig in Vergessenheit geraten.

Bei Gesprächen in Lift und Seilbahn sind es meistens Menschen aus der Region, die die anderen Skigebiete noch aus der Vergangenheit, teilweise sogar Kindheit kennen. Die große Mehrheit aller anderen Besucher, selbst wenn sie nur aus Hannover kommen, reiben sich nicht selten verwundert die Augen, wenn man ihnen erzählt, dass es neben dem Wurmberg noch Alternativen gibt, bei denen weniger los ist und die ggf. für den eigenen Leistungsstand deutlich angemessener wären.

manitou

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #112 am: Januar 24, 2019, 01:26:40 Nachmittag »
Problematisch sehe ich allerdings nach wie vor die Berichterstattung von NDR & Co., die sich noch immer fast ausschließlich auf den Wurmberg konzentriert. Abgesehen davon, dass es in meinen Augen eben keine gute Werbung für den Harz ist, wenn jedes Wochenende Menschenschlangen gezeigt werden, die 2 Stunden und mehr an der Seilbahn stehen, ist es auch so, dass alle anderen Skigebiete im Harz völlig in Vergessenheit geraten.
Völlige Zustimmung!

...das Skigebiet liegt zu tief, um dort noch ofensiv nachhaltig investieren zu können.
Würde ich so auch nicht unbedingt unterschreiben. Die Lifte und Kapazitäten am MSB sind völlig i.O., das Flutlichtangebot passt, es gibt genügend Parkplätze direkt vor der Tür — das Einzige was tatsächlich fehlt wäre eine wirklich leistungsfähige Beschneiungsanlage, die auch die schwarze Piste innerhalb kürzester Zeit betriebsbereit macht.

hüstel... Winterberg... hüstel.

Die skigebietsfreundlichen Klimastudien von Anfang 2000, auf deren Grundlage die meisten Beschneiungskonzepte der Mittelgebirge basieren, kamen zu dem Ergebnis, dass eine mittelfristige bis langfristige Schneesicherheit unterhalb 600m auch bei Beschneiung nicht gewährtleistet ist, und das Investitionen nur oberhalb eine Nachhaltigkeit versprechen.
Aufgrund dieser Studien haben z.Bsp. im Sauerland nur Skigebiet oberhalb 600m eine Beschneiungsförderung erhalten. Vormals so beliebte Skigebiete wie die Wilde Wiese sind dadurch hinten runter gefallen, weil sie mit 530-660m zu niedrig waren. Gleiches gilt für Schmallenberger Höhenlift, Hohes Lied u.a., die in Präbeschneiungszeiten noch Wettbewerbsfähihg waren.

MSB mit 540-660m liegt ähnlich niedrig wie die Wilde Wiese und hätte vom Land NRW keine Beschneiungsförderung bekommen.
Ich kann Playjam da nicht zustimmen - auch Dein Hüsteln bez. Winterberg ist verfehlt, denn dort geht nur der Slalomhang Kappe bis auf 600m runter. Alle anderen bewegen sich oberhalb von 660m und da hört der MSB auf. Das macht einen gewaltigen Unterschied.  Es macht auch einen Unterschied, ob Du der Marktführer der Mittelgebirge bis mit Millionen Einnahmen und der zweitstärksten Beschneiungsanlage der Welt oder ein Kleinskigebiet MSB, welches gegen die WSB kämpft und immer mehr Gäste verliert.

In Willingen (590-838m) zeigen sich auch immer öfters Probleme unterhalb 670m (die Ebene wo der Kö2, Sonnenhang, oberer Wilddieb und der einstige Ettelsberg-SL beginnen). Während oben beschneit werden kann, müssen die Kanonen unterhalb aus bleiben.

Heute  siedelt die Ski-Branche die beschneiungssichere Grenze bei 700m an. Da fallen nun alle Harzer bis auf Sonnenberg und Wurmberg durchs Raster. Zudem muss die Beschneiung verstärkt werden. WSB hat für ca. 115 Schneeerzeuger mit 140l/s eine viel zu niedrige Pumpleistung.  Die Planung in Schierke hat bereits eine knapp doppelt so hohe Schneileistung/ha wie der Wurmberg kalkuliert.

(ich kann derzeit das letzte überarbeitete Schierke-Konzept nicht finden - ich dachte ich hätte es abgespeichert - war aber nicht so- wer kann mir sagen, wo ich es im netz finde? Dort stehen nämlich die technischen Daten der Beschneiung drinne)

Eine Beschneiung am MSB, welche auch noch genug Schnee für eine schwarze Piste produzieren soll (braucht ca, 2,5x mehr Schnee als blau) bei zunehmend weniger Beschneiungsfenstern muss so stark sein, dass sich das für den MSB nicht rechnen wird. Schwarz fahren nur wenige. In Winterberg sind auch die schwarzen Pisten immer wieder diejenigen, die als erstes wackeln bzw. die St. georg-Schanze wird mit letzter Priorität beschneit.

So hart es klingen mag, aber der MSB ist für mich ein Auslaufmodell - es mag vielleicht Sinn ergeben, die Beschneiung noch einmal zu verdoppeln für die leichten Pisten, damit dürfte denn aber auch Ende sein.

Die Zukunft liegt nur noch am Wurmberg und die müssen endlich aufwachen und das Gebiet dem wachsenden Besucheransturm anpassen. Es wird ja immer schlimmer und das Image leidet (s.o.). Ich bin gespannt, auf den diesjährigen Februar! Und wenn Schierke kommt, verdoppelt sich die Besucherzahl. Dem sind beide in keinster Weise gewachsen.   

STS

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #113 am: Januar 24, 2019, 08:15:25 Nachmittag »
Vielen Dank für die kritische Außensicht aus dem Sauerland, Klasse dass im Forum Themen von verschiedenen Seiten beleuchtet werden. Letztendlich kämpfen alle Mittelgebirge und Orte wie Kitzbühl mit ähnlichen natürlichen Gegebenheiten. Große Unterschiede gibt es allerdings in Finanzkraft, staatlicher Unterstützung (NRW Förderung) und politischen Rahmenbedingungen (Naturpark).

Trotzdem ist der Harz massiv im Kommen, das positiver werdende Image im Einzugsbereich und stark wachsende Skitouristenzahlen am Wurmberg erfordern und ermöglichen den Erhalt und Ausbau bestehender Skigebiete im Harz und ein Gesamtkonzept um der Nachfrage nachzukommen.
 
Ich teile daher keineswegs die Sicht aus dem Sauerland zum MSB:
1.) Der Harz weiter östlich gelegen ist stärker kontinentalem Einfluss ausgesetzt, es ist etwas kälter als das Sauerland und hat weniger Niederschläge.
2.) Höhe ist nur ein Aspekt, vor meinem Ferienhaus auf 560müNN liegt immernoch zusammengekehrter Naturschnee von Mitte Dezember, dito Kunstschnee am Bocksberg bzw. MSB. Mitte April 2018 konnte in Braunlage 560 müNN abgefahren werden. Es fehlt in diesem Winter einfach Schneefall oder eben Beschneiung.
3.) Die sonnenabgewandte Ausrichtung beim MSB ist ideal, ebenfalls die geringe Windausgesetztheit des Hanges gegenüber Bergen, wo der Schnee weggepustet wird. Die Lifte laufen hier, wenn bei Sturm am Wurmberg abgeschaltet werden muss.
4.) Die Investition am MSB erfordert nicht 10 Mio, es geht um einen größeren Schneisee und ein paar hundert Meter Beschneiung für die schwarze und eine rote Piste.
=> Ich wünsche dem Sauerland Erfolg bei den Megainvestitionen und hoffe auf den Ausbau des MSB.
« Letzte Änderung: Januar 24, 2019, 08:18:40 Nachmittag von STS »

manitou

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #114 am: Januar 25, 2019, 01:31:46 Vormittag »
Trotzdem ist der Harz massiv im Kommen, das positiver werdende Image im Einzugsbereich und stark wachsende Skitouristenzahlen am Wurmberg erfordern und ermöglichen den Erhalt und Ausbau bestehender Skigebiete im Harz und ein Gesamtkonzept um der Nachfrage nachzukommen.
 
Ich teile daher keineswegs die Sicht aus dem Sauerland zum MSB:
1.) Der Harz weiter östlich gelegen ist stärker kontinentalem Einfluss ausgesetzt, es ist etwas kälter als das Sauerland und hat weniger Niederschläge.

ich verstehe nicht gan den Unterschied von Deiner und meiner Sicht auf den MSB?! "Auslaufmodell" heisst für mich, dass es keinen Sinn macht erheblich zu investieren, sondern zum bestmöglichen Erhalt in Maßen. So verstehe ich auch Deine Sichtweise.

Wenn die kleinen Skigebiete vom Wurmberg mitgezogen werden wollen, dann braucht es unbedingt den Skipass-Verbund. Ich frage mich, warum die das nicht schon längst auf die Reihe bekommen haben?! So ein System kostet Geld - und wenn Kleine da nicht ihren Anteil beisteuern können, dann ist das ein starkes Indiz für deren Wettbewerbsfähigkeit. Gleiches Aussieben fand auch im Sauerland statt. Aber warum bekommen das Brl, MSB, Hahnenklee (und ggf. Sonnenberg) bislang nicht auf die Beine?! Seit dem WSB-Ausbau sehe ich Hahnenklee immer leerer trotz 4SB.

Die 600m Marke wurde auch in der Klimastudie für den Wintersport im Thüringer Wald definiert, die ebenfalls mehr kontinentalen Einfluss haben. Ich verfolge fast täglich die Meteomedia Wetterdaten für BRL, Wurmberg, Willingen, Winterberg-Stadt und Kahler Asten. Ich bemerke einen ganz klaren Klimavorteil im Harz in den Höhenlagen oberhalb 800m, aber die Wetterdaten in BRL (609m) und Willingen auf (595m) unterscheiden sich meist unwesentlich - es gibt aber teils deutliche Unterschiede zwischen Kahler Asten und zugunsten des Wurmbergs.

Ich spreche dem MSB ja auch nicht den Beschneiungsausbau in Maßen ab, im Gegenteil. Das gilt für blau und rot. Ich bin nur skeptisch, ob sich eine schwarze Beschneiung rentiert - ob deshalb dann genug ambitionierte Skifahrer kommen, die genug Geld dalassen für deren Refinanzierung. Auch USUL meint ja, das ambitionierte Skifahrer mit jedem Entfernungskilometer weniger in den Harz zu locken sind.

Vielleicht interessiert Euch ein aktueller Schneebericht eines ambitionierten Skifahrers über den MSB und den Wurmberg aus dem Alpinforum:
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=45&t=60961
Ich teile nicht alle Aspekte des Berichtes, denn die Pisten als "langweilig" oder "nichts berauschendes" abzuwerten, finde ich nicht fair. ich schätze es z.B am Wurmberg auch mal die 3,5km Abfahrt runterzufahren - leider ist nur ganz früh Gelegenheit dazu, ohne in den Wartestress zu gelangen. Aber wo hat man 3,5km?! Das wird leider nicht erwähnt. Wer Mitelgebirges fährt, kann nicht durchgehend anspruchsvolles alpines Niveau erwarten.
Aber die Qualitästkriterien und insb. einmal mehr die Kritik am Preis/Leistungsverhältnis im Harz sind leider zutreffend.

playjam

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #115 am: Januar 25, 2019, 07:28:22 Vormittag »
[...] die Kritik am Preis/Leistungsverhältnis im Harz sind leider zutreffend.

Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen: Man verbrennt auf der Autobahn mehrere Stunden allein im Auto Geld und heult dann, weil das Parken unmittelbar am Lift nicht kostenfrei ist. Das man günstigere und bessere Gastronomie am Berg und im Ort hat als in vielen Alpenskigebieten zählt nicht.

sommerphobie

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #116 am: Januar 25, 2019, 11:45:49 Nachmittag »
Ich spreche dem MSB ja auch nicht den Beschneiungsausbau in Maßen ab, im Gegenteil. Das gilt für blau und rot. Ich bin nur skeptisch, ob sich eine schwarze Beschneiung rentiert - ob deshalb dann genug ambitionierte Skifahrer kommen, die genug Geld dalassen für deren Refinanzierung. Auch USUL meint ja, das ambitionierte Skifahrer mit jedem Entfernungskilometer weniger in den Harz zu locken sind.

Die schwarze Piste ist nun nicht tiefschwarz. Es gibt (Alpen-)skigebiete die sowas als rot ausweisen. Die Piste ist als eine der den beiden Flutlichtpisten auch nicht ganz unwichtig. Da sie zusätzlich von der Webcam der Sportklause prominent eingefangen wird, hätte die beschneite schwarze Piste potenziell auch eine gewisse positive Wirkung auf die Entscheidung, ob sich ein Besuch lohnen könnte.


[...] die Kritik am Preis/Leistungsverhältnis im Harz sind leider zutreffend.

Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen: Man verbrennt auf der Autobahn mehrere Stunden allein im Auto Geld und heult dann, weil das Parken unmittelbar am Lift nicht kostenfrei ist. Das man günstigere und bessere Gastronomie am Berg und im Ort hat als in vielen Alpenskigebieten zählt nicht.

Das Preis-/Leistungsverhältnis fängt bei den Skipässen an und hier schneidet der MSB selbst im Vergleich zum Wurmberg nicht besonders gut ab. Das Flutlichtfahren fällt hierbei heraus, da es bei beiden 17€ kostet und der MSB mehr bietet (wenn die schwarze Piste befahrbar ist). Bei den Tageskartenpreisen mit 32€ (WSB) und 28€ (MSB) kann man schon diskutieren. Die 4h-Karte kostet bei beiden 23€ und der MSB bietet hierfür weniger Leistung, sodass der Preis nicht wirklich zu rechtfertigen ist. Dass die 3h-Karte am MSB mit 21€ teurer ist als am Wurmberg mit 20€, setzt dem dann noch die Krone auf. Obwohl noch nicht ganz, da der Wurmberg für Kinder und vor allem Studenten größere Preisnachlässe bietet. Damit zahlen Studenten am Wurmberg für die gleiche Dauer am Wurmberg grundsätzlich weniger.

Max

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #117 am: Januar 26, 2019, 08:34:56 Vormittag »
Obwohl noch nicht ganz, da der Wurmberg für Kinder und vor allem Studenten größere Preisnachlässe bietet. Damit zahlen Studenten am Wurmberg für die gleiche Dauer am Wurmberg grundsätzlich weniger.

Das ist mir übrigens auch schon positiv aufgefallen. Ich selber habe zwar nichts davon, aber die ermäßigten Preise am Wurmberg sind schon sehr fair gestaltet.

Kalle

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #118 am: Januar 26, 2019, 08:40:10 Vormittag »
Ich muss mich da Sommerphobie anschließen. Ich habe mich letztes mal auch etwas erschrocken, als ich für 3h am MSB 20 Euro bezahlt habe. Dafür gibt es am WSB die 4h-Karte.

Rollmops

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #119 am: Januar 26, 2019, 08:49:16 Vormittag »
Großes + der WSB sind das normale 3 und 4 Stundenticket. Bei Vollbetrieb zahle ich auch gern am MSB voll, aber bei eingeschränktem Betrieb sollte die MSB mal über Preisnachlässe nachdenken.

Vor Weihnachten hab ich 22€ fürs Tagesticket am Keilberg und 13€ fürdas Nachmittagsticket am Fichtelberg gezahlt.
Fichtelberg hatte fast Vollbetrieb und 2offene Sessel am Keilberg übertreffen schon jedes harzer Skigebiet.