Autor Thema: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg  (Gelesen 69957 mal)

Schneefuchs

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #150 am: März 26, 2021, 02:06:58 Nachmittag »
Ja, und 2019/20 genau null. Dieser Winter ohne Liftbetrieb war der eigentlich beste seit langem.

STS

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #151 am: März 26, 2021, 04:05:30 Nachmittag »
Kitzbühl und das Sauerland schaffen es auch mit wridigen Verhältnissen Schnee zu produzieren und Touristen zu begeistern. Natürlich hat man hier keinen 3000er, aber einen schattigen Nordwand und ein super Spektrum blauer bis echt schwarzer Pisten.

Innovationen und Investitionen in den Sommer finde ich sehr gut, aber wenn man bedenkt, dass der MSB bereits in den 50er einen der ersten Sessellift hatte, Beschneiungsversuche unternahm, in den 60er die Sommerskipiste baute,  fehlen Ideen das Skifahr Business wieder zu aktivieren.

playjam

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #152 am: März 26, 2021, 05:56:34 Nachmittag »
[...] Ideen das Skifahr Business wieder zu aktivieren.

Hier ist eindeutig die Stadt Braunlage und die Touri-Info (BTG) gefordert, eine Verbindung der Skiorte Hohegeiß, St. Andreasberg und Braunlage zu schaffen. Es konzentriert sich zu viel am Wurmberg, dessen Infrastruktur nicht für den Ansturm ausreichend dimensioniert ist oder sein kann, ohne dass der Winterberg erschlossen wird. Am Matthias Schmidt Berg steht man zwar auch manchmal beim Sessellift-Einstieg etwas länger an, aber bei den Schleppern ging es bisher immer sehr flott.

manitou

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #153 am: März 27, 2021, 08:45:04 Vormittag »
Innovationen und Investitionen in den Sommer finde ich sehr gut, aber wenn man bedenkt, dass der MSB bereits in den 50er einen der ersten Sessellift hatte, Beschneiungsversuche unternahm, in den 60er die Sommerskipiste baute,  fehlen Ideen das Skifahr Business wieder zu aktivieren.

St.A hatte damals aber auch touristisch einen ganz anderen Status. Die waren im Oberharz gleichauf mit BRL und hatten bis 1975 einen DB-Bahnhof. Der Niedergang des Ortes ist gar nicht mal selbst verschuldet, sondern begann durch den Zeitgeistwandel, den St.A auch vielerlei Umständen nicht bedienen konnte. Da kann auch ein noch so innovativer MSB nichts dran ändern. Bis auf eine frühzeitige Erneuerung der Soroba haben die eigentlich alles Sinnvolle richtig gemacht. Klimabedingt liegt der MSB mittlerweile einfach zu niedrig. Er hatte seine Stärke als führendes Harzer Skigebiet vor dem Wurmberg-Ausbau.

St.A. braucht innovative Ideen, um den Tourismus anzukurbeln. Die brauchen Tagesgäste im Ort um ihre Geschäfte wieder zu beleben. Die Idee einer Hängebrücke ist so gesehen nicht schlecht, doch nicht wenige Experten sehen die Attraktion von Hängebrücken als schnell abgenutzt und mit hoher inflationärer Gefahr, wenn die Leute dafür Eintritt zahlen sollen. In den nächsten 5-10 Jahren werden in jedem Mittelgebirge irgendwo neue und noch längere Hängebrücken entstehen.
Wenn St. A. seine Hängebrücke jedoch for free anbieten würden, wie die im Hunsrück https://geierlay.de/, dann kommen die Leute in Scharen nach St. A und das wird den Ort und weitere Investitionen ankurbeln - wäre allerdings ungünstig für den Harzdrenalin. 
« Letzte Änderung: März 27, 2021, 09:02:33 Vormittag von manitou »

Max

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #154 am: März 27, 2021, 09:18:09 Vormittag »
Innovationen und Investitionen in den Sommer finde ich sehr gut, aber wenn man bedenkt, dass der MSB bereits in den 50er einen der ersten Sessellift hatte, Beschneiungsversuche unternahm, in den 60er die Sommerskipiste baute,  fehlen Ideen das Skifahr Business wieder zu aktivieren.

St.A hatte damals aber auch touristisch einen ganz anderen Status. Die waren im Oberharz gleichauf mit BRL und hatten bis 1975 einen DB-Bahnhof. Der Niedergang des Ortes ist gar nicht mal selbst verschuldet, sondern begann durch den Zeitgeistwandel, den St.A auch vielerlei Umständen nicht bedienen konnte. Da kann auch ein noch so innovativer MSB nichts dran ändern. Bis auf eine frühzeitige Erneuerung der Soroba haben die eigentlich alles Sinnvolle richtig gemacht. Klimabedingt liegt der MSB mittlerweile einfach zu niedrig. Er hatte seine Stärke als führendes Harzer Skigebiet vor dem Wurmberg-Ausbau.

St.A. braucht innovative Ideen, um den Tourismus anzukurbeln. Die brauchen Tagesgäste im Ort um ihre Geschäfte wieder zu beleben. Die Idee einer Hängebrücke ist so gesehen nicht schlecht, doch nicht wenige Experten sehen die Attraktion von Hängebrücken als schnell abgenutzt und mit hoher inflationärer Gefahr, wenn die Leute dafür Eintritt zahlen sollen. In den nächsten 5-10 Jahren werden in jedem Mittelgebirge irgendwo neue und noch längere Hängebrücken entstehen.
Wenn St. A. seine Hängebrücke jedoch for free anbieten würden, wie die im Hunsrück https://geierlay.de/, dann kommen die Leute in Scharen nach St. A und das wird den Ort und weitere Investitionen ankurbeln - wäre allerdings ungünstig für den Harzdrenalin.

Schwer zu sagen, da die Investition ja nicht ganz unerheblich ist und das Geld auch wieder reingeholt werden muss. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass man ggf. Kombitickets o.ä. anbietet bei denen dann auch eine Fahrt mit dem Sessellift enthalten ist — das würde mit Sicherheit von einigen angenommen werden und auch die Gastronomie am Berg dürfte im Sommer profitieren (eine Fahrt mit dem Sessellift ist für viele für sich genommen ja auch schon ein Erlebnis).

Davon abgesehen höre ich im privaten Umfeld immer wieder, dass der Bikepark am MSB sehr beliebt ist — das reicht zwar vermutlich nicht aus um einen Aufschwung für den ganzen Ort zu ermöglichen, aber für den MSB dürfte der Bikepark ein wichtiger Baustein sein.

manitou

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Re: Ausbau des Skigebietes Matthias-Schmidt-Berg
« Antwort #155 am: März 27, 2021, 05:00:16 Nachmittag »
Schwer zu sagen, da die Investition ja nicht ganz unerheblich ist und das Geld auch wieder reingeholt werden muss.

Davon abgesehen höre ich im privaten Umfeld immer wieder, dass der Bikepark am MSB sehr beliebt ist — das reicht zwar vermutlich nicht aus um einen Aufschwung für den ganzen Ort zu ermöglichen

Eine Hängebrücke for free kann nur politisch entschieden werden. Im Hunsrück haben die das damals gefördert bekommen. BRL ist jedoch arm wie ne Kirchenmaus. Hier wäre Hannover gefordert. Die müssen dringend Förderprogramme für Ortsentwicklung in den arg gebeutelten Oberharz-Dörfer auflegen. Sonst sehe ich für die Orte wenig Chancen.

Im Sauerland (NRW) gibt es verschiedene Programme für Ortsentwicklung. Dadurch konnten u.a. am Diemelsee (neue Promenade und Strandbäder), Medebach (Aventura Spieleberg), Sorpesee (Airlebnisweg), Möhnesee (neue Promenade), Meschede/Hennesee (Henneboulevard) in Lennestadt (Talvital und Lenneschiene), Olsberg (Kneipp-Erlebnispark)und Brilon (Landschaftstherapeutischer Weg) tolle Dinge gebaut werden.
« Letzte Änderung: März 27, 2021, 05:07:49 Nachmittag von manitou »