Autor Thema: Harz in der Presse  (Gelesen 262502 mal)

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #435 am: Februar 06, 2016, 07:56:33 Nachmittag »
Ich versteh immer gar nicht, was diese Ökos wollen? ! Wasser gibt es ohne Ende im Harz! Pumpen an und gut!

Usul

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #436 am: Februar 06, 2016, 08:22:49 Nachmittag »
Naja, einen Fluß einfach trocken zu legen ist sicherlich nicht gut für Natur und Umwelt. Vielleicht sollte man sich einfach auf Mindestpegelstände einigen und nicht fixe Mengen.

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #437 am: Februar 06, 2016, 09:51:06 Nachmittag »
http://live.goslarsche.de/post/view/56b5fca60cbd9f4e4aa75d29

Schaut ja echt gruselig aus!
Wollen wir mal auf ein Wunder hoffen. Drei mal Wurmberg für eine Saison ist mir persönlich viel zu wenig!   :-\

snowcat

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #438 am: Februar 07, 2016, 09:49:30 Vormittag »
Und eine neue Runde in der Diskussion um die Sinnhaftigkeit von Investitionen in den alpinen Skisport im Harz..... Mit dem üblichen Verdächtigen. Hätte mich auch sehr gewundert, wenn der aktuelle Verlauf der Wetterlage ohne weitere Kommentare aus dieser Richtung geblieben wäre. Dieser Winter ist ja auch eine Art Steilvorlage für die Skeptiker  :(

Aus dem Online Portal des NDR vom 06.02.:

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Wintersport-im-Harz-ohne-Zukunft,harzwinter138.html

XXLRay

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #439 am: Februar 07, 2016, 10:10:56 Vormittag »
Schön, da wird Mountain-Biking gefordert, aber verschwiegen, dass im Grunde alle nenneswerten Skigebiete im Harz auch Bike-Parks haben und dass der Nationalpark Radfahrer ausschließt. Schöne Doppelmoral. Immer so, wies grad passt  >:(

TUCler

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #440 am: Februar 07, 2016, 11:26:24 Vormittag »
Zitat
Er findet: Gerade weil die Region Harz aber vom Tourismus abhängig ist, sollte man auf ein ganzjähriges Konzept umschwenken. Auch einmal Nordic Walking oder Mountain-Biking, statt nur Rodelpisten und Loipen. Knolle: "Das wäre ein kluger, zukunftsweisender Tourismus."

Bei solchen Aussagen Knolles könnte man als unbefangener Leser ja glatt meinen der Harz sei touristosch hinter dem Mond zurückgeblieben. Was man seiner Meinung nach auch einmal anbieten könnte, ist doch schon lange gängige Praxis im Harz:

- Die Down-Hill Bike-Parks (Wurmberg, MSB, Bocksberg, Schulenberg)

- Exzellente Möglichkeiten zum Mountainbiken gibt es jetzt schon zur Genüge (siehe Volksbank Arena Harz)

- Im neuen Outdoor Center in CLZ werden geführte Mountainbike-Touren angeboten. Es können dort nicht nur konventionelle sondern auch E-Mountainbikes ausgeliehen werden. Das Konzept mit den E-Bikes ist in den Alpen jetzt schon Gang und Gäbe. So können Gruppen mit Teilnehmern, die unterschiedliche Kondition oder Alter haben, trotzdem gemeinsam(!) den Harz beradeln. In den Alpen gibt es zudem noch Akkuaustauschstationen an touristischen Hot-Spots. Das könnte ich mir für den Harz auch gut vorstellen. So könnte man beispielsweise auf dem Brocken seinen leeren Akku in eine Ladestation stecken und sich dafür einen aufgeladene nehmen.

- Sommerrodelbahnen am Bocksberg und MSB

- Hochseilgarten in St. Andreasberg

- Bergwerke und Untertageführungen in Gosar, Wildemann, Lautenthal, Claustha-Zellerfeld, St. Andreasberg

- Führungen durch das Oberharzer Wasserregal

- Wanderungen und Nordic-Walking kann quasi von jedem Harzort aus gestartet werden

- ... (die Liste könnte endlos weitergeführt werden)

Pistenbully

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #441 am: Februar 07, 2016, 12:21:50 Nachmittag »
Und eine neue Runde in der Diskussion um die Sinnhaftigkeit von Investitionen in den alpinen Skisport im Harz..... Mit dem üblichen Verdächtigen. Hätte mich auch sehr gewundert, wenn der aktuelle Verlauf der Wetterlage ohne weitere Kommentare aus dieser Richtung geblieben wäre. Dieser Winter ist ja auch eine Art Steilvorlage für die Skeptiker  :(

Aus dem Online Portal des NDR vom 06.02.:

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Wintersport-im-Harz-ohne-Zukunft,harzwinter138.html

Ich finde den Artikel jetzt gar nicht mal so unsachlich. Was mich beim NDR aber ziemlich nervt ist die Tatsache, dass man anscheinend ständig das Fähnchen in den Wind richtet, wenn Schnee liegt gibt es die "Winterwonderland" Berichterstattung, wenn kein Schnee liegt schließt man sich der "grüne Wiese Depression" an. Vielleicht sollte sich der NDR mal entscheiden.
Herr Knolle hat im Grunde ja recht mit dem Klimawandel. Er sollte aber auch akzeptieren dass es letztendlich das Risiko der Orte und Betreiber ist noch eine Weile in den Wintertourismus zu investieren. Und der Klimawandel kann ebenso ein Argument sein jetzt in die Wintersportinfrastruktur zu investieren und nicht erst in 15 Jahren - dann macht es nämlich möglicherweise wirklich keinen Sinn mehr. Was ich in dem Artikel bemerkenswert finde: Herr Knolle schlägt zum ersten Mal "Mountainbiking" vor, bisher war doch immer nur vom "sanften Tourismus" die Rede. Was Herr Knolle nie erwähnt. Um den Winter-Massentourismus zu kompensieren bräuchte es nicht einzelne Mountainbiker sondern gewissermaßen einen Sommer-Massentourismus. Wenn sich statt 2000 Skifahren plötzlich 2000 Mountainbiker pro Tag den Wurmberg runterstürzen möchte ich die Umweltschützer mal sehen.
Ich würde den Schierke-Investoren trotzdem raten bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit mehr auf den Sommer zu setzten, nach dem Motto "Wir bauen die Seilbahn in erster Linie für unsere Sommertouristen". Auch sehe ich in Braunlage durchaus noch Potential den Sommertourismus weiter auszubauen. Sommer oder Winter - das ist in meinen Augen kein "entweder oder" Thema, beides ist wichtig.

Im aktuellen Stern ist auch ein großer Artikel zum Thema "Ski, Beschneiung und Klimawandel" drin. Dort geht es hauptsächlich darum, dass es den niedriger gelegenen Skigebieten in den Alpen klimatechnisch langsam an den Kragen geht. Prognose der Experten: Skifahren wird sich vom Breitensport wieder zu einem elitären Sport zurück entwickeln. Diejenigen welche es sich leisten können fahren in die wenigen hochgelegenen Top-Destinationen in teure Hotels, der Rest bleibt zu Hause - vielleicht aber auch eine Chance für die Mittelgebirge dadurch den einen oder anderen Tages- oder spontanen Übernachtungsgast zu gewinnen.

sommerphobie

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #442 am: Februar 07, 2016, 01:23:24 Nachmittag »
Gestern in der GZ:

Mehr Wasser für die Schneekanonen

Die Wurmbergseilbahngesellschaft benötigt mehr Wasser aus der warmen Bode für die Schneekanonen. Die Menge, die aus der Bode in den Schneisee bepumpt wird, soll von 66.000 qm pro Jahr auf 130.000 fast verdoppelt werden. DIe bisherige Beschneiungsfläche habe sich als unzureichend erweisen, heißt es im Antrag der Seilbahngesellschaft aus Braunlage. 2014 sei man an die Kapazitätsgrenze gekommen. So eine Situation sollte künftig vermieden werden, sagte Betriebsleiter Dirk Nüsse auf Anfrage. Weil die eingereichten Unterlagen nicht ausreichten, ruht der Antrag derzeit. Dies berichtete der Landrat Brych im Kreistag... Nüsse erklärt, die Seilbahngesellschaft habe bereits viele Unterlagen nachgereicht, es fehlten nur noch wenige Papiere. Gegen den Antrag liegt ein Wiederspruch von Umweltverbänden vor. Dieser gehe von formalen Gründen jedoch ins Leere, heißt es in der Antwort der Kreisverwaltung auf eine Anfrage der Grünen-Kreistagsfraktion. Widerspruch könne nur gegen eine verwaltungsrechtliche Entscheidung erhoben werden.

Der Speicherteich am Wurmberg hat ein Nutzvolumen von 42.000 m³. Die 66.000 m³ entsprechen rund 1,5 Füllungen pro Jahr. Da für die Grundbeschneiung schon fast eine komplette Teichfüllung benötigt wird, bleibt für den restlichen Winter dann nicht mehr viel übrig.
Eine unzureichende bezeichnete Beschneiungsfläche lässt auf eine Erweiterung der Bescheiung hoffen.
Kapazitätsgrenze könnte man auch als zu viel Andrang für die beschneite Fläche interpretieren und die erhöhte Wassermenge wird nur gebraucht um mehr beschneite Fläche zur Verfügung zu haben.

Max

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #443 am: Februar 07, 2016, 01:48:26 Nachmittag »
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich scheinheilig, dass nun als Alternative zum Wintersport ausgerechnet Mountainbiken als gutes Beispiel gebracht wird und fast noch enttäuschender finde ich, dass die Harzer Mountainbiker sich offensichtlich sogar noch darüber freuen, dass nun beide Sportarten — aktuell zu Gunsten des Mountainbikens — gegeneinander ausgespielt werden!

Es ist doch klar, dass die ganzen Naturschutzorganisationen diesen Winter jetzt als Steilvorlage wahrnehmen, um sich weiter auf den Wintersport einzuschießen. Was die MTBler aber offenbar schon wieder vergessen haben ist zum einen, dass der vorsichtige Ausbau der Skigebiete auch ihnen etwas bringt (Stichwort Downhill-Parks) und dass der Nationalpark den MTBlern alles andere als freundlich gegenüber steht bzw. auch sie am liebsten weitestgehend aussperren würde.

Auch wenn die IG Harz sich via Facebook in einem offiziellen Statement wie folgt äussert, zeigt es dennoch, dass viele MTBler für sich genommen, dieses Spiel offensichtlich gerne mitmachen: "Und um es klarzustellen: Nein, die IG Harz bezieht hier ausdrücklich keine Stellung gegen den Wintersport im Harz!"

Da scheint bei vielen eine gehörige Portion Missgunst vorhanden zu sein, was ich nicht ganz nachvollziehen kann angesichts dessen, dass das MTB Angebot im Harz nun wirklich nicht schlecht ist und jeder Investor selber entscheiden muss, ob er in den Wintersport investiert oder nicht!

Beides ist wichtig und es wird schon seinen Grund haben, warum bspw. der Wurmberg nicht in erster Linie in den MTB Tourismus investiert — vielleicht liegt es auch einfach daran, dass MTBler nicht genug Geld bringen um derartige Investitionen zu refinanzieren.

kostja

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #444 am: Februar 07, 2016, 02:12:52 Nachmittag »
werden die Schneekanonen überhaupt regelmäßig genutzt? ich habe das gefühl die liefen ein paar Tage anfang bis mitte Januar und dann nicht mehr. ich weiß das man mindestens -2°C braucht damit das funktioniert aber dass war nicht  in den letzten 2 Wochen öffter mal der fall gewesen... ??
weiß da jemand mehr?

Nordharzer

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #445 am: Februar 07, 2016, 02:46:25 Nachmittag »
werden die Schneekanonen überhaupt regelmäßig genutzt? ich habe das gefühl die liefen ein paar Tage anfang bis mitte Januar und dann nicht mehr. ich weiß das man mindestens -2°C braucht damit das funktioniert aber dass war nicht  in den letzten 2 Wochen öffter mal der fall gewesen... ??
weiß da jemand mehr?

Es hilft ja nicht,  wenn es mal 1-2 Tage kalt genug ist,  um zu beschneien, es muss ja auch liegen bleiben.
Schließlich kostet Kunstschnee zu erzeugen Geld,  da wird keiner beschneien, wenn die Wettervorhersage für die Folgetage kräftige Plusgrade prognostiziert. Das wäre ja Geldverschwendung und,  wie im Falle des WSB, Wasserverschwendung (Entnahmebegrenzung aus der Bode ist das Stichwort).

snowmo

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #446 am: Februar 07, 2016, 03:14:47 Nachmittag »
Die letzten Wochen war leider kein wirklich gutes Beschneiungsfenster, da -3 grad nur knapp erreicht und wenn dann nur kurz wurde. Daher plädiere ich auch für Kühltürme und Kanonen mit gutem Output im Grenzbereich. Das Problem hatten wir schon die letzten Jahre das aufgrund hoher Luftfeuchtigkeit und nicht genug minus Temperaturen beschneit werden konnte. Wegen Regen etc. so lange wir noch in der Hauptsaison sind sollte der WSB jede Gelegenheit nutzen. Im März wäre ich als Firma auch zurückhaltender wegen Ende der Saison.

playjam

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #447 am: Februar 07, 2016, 09:12:19 Nachmittag »
Lies: „Investitionen in den Tourismus zahlen sich aus“ (regionalgoslar.de 5.2.2016)
Zitat
[...]
Wirtschaftsminister Lies: „Ich bin beeindruckt, dass in der letzten Wintersaison trotz schwieriger Wetterbedingungen 105 Betriebstage am Wurmberg erreicht werden konnten. Das zeigt sowohl die Effektivität der Technik als auch den betriebswirtschaftlichen Sinn der Investition und ermöglicht eine gute Auslastung in der für den Harz so wichtigen Wintersaison. Investitionen in den Tourismus zahlen sich aus.“ Von Vorteil sei sicher auch, dass die Wurmbergseilbahn in den letzten Jahren auch stärker auf eine Ganzjahresnutzung des Sportgebietes ausgerichtet worden sei, sagte Lies. Der ‚Bikepark Wurmberg‘ ist mit einer Gesamtstreckenlänge von 18 km einer der größten Bikeparks Deutschlands. Mit Downhill-Fahrten mit Monsterrollen und Spielangeboten für Kinder gebe es auch attraktive Angebote für Familien mit Kindern. Bestätigt wurde die positive Entwicklung von Andreas Lehmberg, dem stellvertretenden Geschäftsführer des Harzer Tourismusverbandes e.V. So konnte der Westharz im Geschäftsjahr 2015 bei den Gästeankünften mit plus 3,4 Prozentpunkten und den Gästeübernachtungen mit plus 2,9 Prozentpunkten deutlich zulegen. Der Harz zeigt damit noch mehr Dynamik als die ohnehin schon sehr gute durchschnittliche Landesentwicklung (Ankünfte + 2,4 %, Übernachtungen +2,1 %).
[...]

manitou

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #448 am: Februar 07, 2016, 09:58:04 Nachmittag »
Zitat
Er findet: Gerade weil die Region Harz aber vom Tourismus abhängig ist, sollte man auf ein ganzjähriges Konzept umschwenken. Auch einmal Nordic Walking oder Mountain-Biking, statt nur Rodelpisten und Loipen. Knolle: "Das wäre ein kluger, zukunftsweisender Tourismus."

Ich find, dass Knolle völlig richtig liegt- die besten Mountain-Bike-Donhill Tracks erschließen sich m.E. an der Nordseite des Wurmbergs bis ganz runter und könnten wunderbar mit einer KSB erschlpssen werden. Ich hoffe diesbezüglich sehr auf die Unterstützung von Knolle und dem NP.
Eine solche Maßnahme wäre sogar ganzjährig, da der Lift in den verbleibenden Wintern noch als SKilift beutzt werden kann, sofern man die Lichtungen für die Trals etwas breiter gestaltet...  ;)

Widex

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Re: Harz in der Presse
« Antwort #449 am: Februar 10, 2016, 06:38:37 Vormittag »
Zwar nicht harzspezifisch, aber grüner Wahlkampf: stelle eine Frage deren Antwort du kennst und pushe anschließend deine Agenda.
Klimawandel: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete verloren
Wenigstens wird auf die Unsicherheit der Prognosen hingewiesen...
« Letzte Änderung: Februar 10, 2016, 07:27:56 Vormittag von playjam »
Planung ersetzt Zufall durch Irrtum